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5. Rabīʿ aṯ-Ṯānī 1448n.H.
17. Sept. 2026
Quellen & Methodik

Wie wir übersetzen und dokumentieren

Vertrauen entsteht durch Transparenz. Hier legen wir offen, aus welchen Quellen wir schöpfen und nach welchen Standards wir übersetzen.

1.

Klassische Quellenwerke

Unsere Aḥādīṯ stammen ausschließlich aus den anerkannten Werken der schiitischen Überlieferung — den vier kanonischen Sammlungen (al-Kutub al-Arbaʿa) sowie weiteren grundlegenden Werken:

al-Kāfī
al-Kulainī (gest. 329 n.H.)
Die früheste und umfangreichste der Vier Bücher.
Man lā yaḥḍuruhū al-Faqīh
aš-Šaiḫ aṣ-Ṣadūq (gest. 381 n.H.)
Konzentriert sich auf rechtliche Aḥādīṯ.
Tahḏīb al-Aḥkām
aš-Šaiḫ aṭ-Ṭūsī (gest. 460 n.H.)
Ausführliches Werk zur islamischen Rechtspraxis.
al-Istibṣār
aš-Šaiḫ aṭ-Ṭūsī
Behandelt scheinbar widersprüchliche Aḥādīṯ.
Biḥār al-Anwār
al-ʿAllāma al-Maǧlisī (gest. 1110 n.H.)
Größte Hadith-Enzyklopädie mit über 100 Bänden.
al-Iršād
aš-Šaiḫ al-Mufīd (gest. 413 n.H.)
Biographien der Imame und ihrer Lehren.
Wasāʾil aš-Šīʿa
al-Ḥurr al-ʿĀmilī (gest. 1104 n.H.)
Systematische Sammlung rechtlicher Aḥādīṯ.
Tafsīr al-ʿAyyāšī
Muḥammad b. Masʿūd al-ʿAyyāšī
Frühe schiitische Qurʾān-Exegese.
2.

DIN 31635-Transliteration

Wir folgen dem deutschen Standard für die Umschrift arabischer Schrift — DIN 31635, mit dem vollständigen Titel „Umschrift des arabischen Alphabets für die Sprachen Arabisch, Osmanisch-Türkisch, Persisch, Kurdisch, Urdu und Paschtu". Die Norm beruht auf der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG), die von Carl Brockelmann und Hans Wehr eingeführt und 1935 auf dem Internationalen Orientalistenkongress in Rom erstmals vorgestellt wurde.

Es handelt sich um eine Transliteration — eine buchstabengetreue, an der Aussprache orientierte Übertragung der arabischen in die lateinische Schrift. Sie ist wissenschaftlich präzise und erlaubt eine eindeutige, verlustfreie Rückführung auf das arabische Original.

Vollständige Umschrift-Tabelle:

Konsonanten
ءʾ
بb
تt
ث
جǧ
ح
خ
دd
ذ
رr
زz
سs
شš
ص
ض
ط
ظ
عʿ
غġ
فf
قq
كk
لl
مm
نn
هh
وw
يy
Vokale — kurz & lang
َa
ُu
ِi
اā
وū
يī

Emphatische Konsonanten (ṣ ḍ ṭ ẓ) und das Ḥāʾ (ḥ) tragen einen Punkt unter dem Buchstaben; lange Vokale (ā ī ū) einen Macron (Querstrich) darüber. Der Standard erlaubt eine eindeutige, verlustfreie Rückführung auf das arabische Original.

Filiation wird mit „b." (Sohn von) bzw. „bt." (Tochter von) wiedergegeben — nicht „ibn" oder „bint". Beinamen, die mit „Ibn" beginnen (z. B. Ibn Ṭāwūs), bleiben unverändert.

Hinweis zur Lautschrift im Qurʾān-Bereich: Die optionale lateinische Lautschrift unter den Versen ist eine Lese­hilfe zur ungefähren Aussprache und folgt nicht der strengen DIN-31635-Umschrift. Die wissenschaftliche Umschrift nach DIN 31635 gilt für Eigennamen, Fachbegriffe und Werktitel auf der gesamten Seite.

3.

Übersetzungsphilosophie

Wir übersetzen mit moderner, klarer Sprache bei gleichzeitiger Treue zum arabischen Original. Der Inhalt bleibt unverändert, die Form wird zugänglich.

Schiitische Termini

Spezifisch schiitische Fachbegriffe werden bei der ersten Erwähnung mit ihrer Transliteration in Klammern hinzugefügt:
Statthalterschaft (walāya), Wundertat (muʿǧiza), Bewahrtheit (ʿiṣma).

Qurʾān-Verse

Direkte Qurʾān-Zitate werden vollvokalisiert in arabischen Klammern dargestellt:
﴾إِنَّمَا يُرِيدُ اللَّهُ...﴿

4.

Abkürzungen

(s.)
ṣallā llāhu ʿalaihi wa-ālihī wa-sallam
Friede und Segen Allāhs auf ihm und seiner Familie — nach dem Propheten Muḥammad
(as.)
ʿalaihi/ʿalaihā/ʿalaihim as-salām
Friede sei mit ihm/ihr/ihnen — nach den Imamen, Propheten und Fāṭima az-Zahrāʾ
(ra.)
raḍiya llāhu ʿanhu/ʿanhā
Allāh habe Wohlgefallen an ihm/ihr — nach ehrwürdigen Gefährten und Überlieferern
n.H.
nach der Hiǧra
Islamischer Mondkalender, dessen Jahr 1 n.H. mit der Auswanderung des Propheten (s.) von Mekka nach Madīna beginnt (entspricht 622 n. Chr.).

Hast du Fragen zu unserer Methodik oder einen Hinweis auf eine bessere Quelle?

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