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27. Rabīʿ aṯ-Ṯānī 1448n.H.
10. Okt. 2026
Quellentext zu Ġadīr Ḫumm

al-Kāfī: Das Fest am 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa

Zwei getrennte Berichte von Imām aṣ-Ṣādiq (as.) über den Festtag von Ġadīr, Fasten und Gedenken.

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Dieser Text aus einer schiitischen Quelle gehört zum Quellenapparat des Ġadīr-Artikels. Die einzelnen Fassungen werden nicht miteinander vermischt.

Eigene deutsche Übersetzung nach dem arabischen Digitaltext der jeweils genannten Ausgabe. Ein Quellenbeleg ist noch kein Urteil über die Zuverlässigkeit seiner Überlieferungskette.

Bericht Nr. 1: Der Tag der Einsetzung ʿAlīs (as.)

ʿAlī ibn Ibrāhīm, von seinem Vater, von al-Qāsim ibn Yaḥyā, von seinem Großvater al-Ḥasan ibn Rāšid, von Abū ʿAbdillāh [Imām aṣ-Ṣādiq] (as.), er sagte:

Ich sagte: Geopfert sei ich dir! Haben die Muslime ein Fest außer den beiden Festen? Er sagte: Ja, o Ḥasan, größer und edler als die beiden. Ich sagte: Und welcher Tag ist es? Er sagte: Es ist der Tag, an dem der Befehlshaber der Gläubigen (as.) als Wegzeichen (ʿalam) für die Menschen eingesetzt wurde. Ich sagte: Geopfert sei ich dir! Und was ziemt es sich für uns, an ihm zu tun? Er sagte: Du fastest ihn, o Ḥasan, sprichst viel den Segen (ṣalāt) auf Muḥammad und seine Familie und sagst dich vor Gott los von denen, die ihnen Unrecht getan haben. Denn die Propheten (as.) pflegten den Testamentsvollstreckern (awṣiyāʾ) zu befehlen, den Tag, an dem der Testamentsvollstrecker (waṣī) eingesetzt wurde, zu einem Fest zu machen. Ich sagte: Und was steht dem zu, der ihn fastet? Er sagte: Das Fasten von sechzig Monaten. Und lass das Fasten des siebenundzwanzigsten Tages von Raǧab nicht aus, denn er ist der Tag, an dem die Prophetie auf Muḥammad (s.) herabkam. Und sein Lohn ist gleich sechzig Monaten für euch.
عَلِيُّ بْنُ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ عَنِ الْقَاسِمِ بْنِ يَحْيَى عَنْ جَدِّهِ الْحَسَنِ بْنِ رَاشِدٍ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ ع قَالَ: قُلْتُ جُعِلْتُ فِدَاكَ لِلْمُسْلِمِينَ عِيدٌ غَيْرَ الْعِيدَيْنِ قَالَ نَعَمْ يَا حَسَنُ أَعْظَمُهُمَا وَ أَشْرَفُهُمَا قُلْتُ وَ أَيُّ يَوْمٍ هُوَ قَالَ هُوَ يَوْمٌ نُصِبَ أَمِيرُ الْمُؤْمِنِينَ صَلَوَاتُ اللَّهِ وَ سَلَامُهُ عَلَيْهِ فِيهِ عَلَماً لِلنَّاسِ قُلْتُ جُعِلْتُ فِدَاكَ وَ مَا يَنْبَغِي لَنَا أَنْ نَصْنَعَ فِيهِ قَالَ تَصُومُهُ يَا حَسَنُ وَ تُكْثِرُ الصَّلَاةَ عَلَى مُحَمَّدٍ وَ آلِهِ وَ تَبَرَّأُ إِلَى اللَّهِ مِمَّنْ ظَلَمَهُمْ فَإِنَّ الْأَنْبِيَاءَ صَلَوَاتُ اللَّهِ عَلَيْهِمْ كَانَتْ تَأْمُرُ الْأَوْصِيَاءَ بِالْيَوْمِ الَّذِي كَانَ يُقَامُ فِيهِ الْوَصِيُّ أَنْ يُتَّخَذَ عِيداً قَالَ قُلْتُ فَمَا لِمَنْ صَامَهُ قَالَ صِيَامُ سِتِّينَ شَهْراً وَ لَا تَدَعْ صِيَامَ يَوْمِ سَبْعٍ وَ عِشْرِينَ مِنْ رَجَبٍ فَإِنَّهُ هُوَ الْيَوْمُ الَّذِي نَزَلَتْ فِيهِ النُّبُوَّةُ عَلَى مُحَمَّدٍ ص وَ ثَوَابُهُ مِثْلُ سِتِّينَ شَهْراً لَكُمْ.

Quelle: [al-Kāfī (al-Kulainī), B. 4, S. 148–149, Kapitel Ṣiyām at-tarġīb, Nr. 1, Ausgabe al-Islāmiyya]

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Bericht Nr. 3: Der 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa

Sahl ibn Ziyād, von ʿAbd ar-Raḥmān ibn Sālim, von seinem Vater, er sagte:

Ich fragte Abū ʿAbdillāh [Imām aṣ-Ṣādiq] (as.): Haben die Muslime ein Fest außer dem Freitag, dem Opferfest und dem Fest des Fastenbrechens? Er sagte: Ja, das an Heiligkeit größte von ihnen. Ich sagte: Und was für ein Fest ist es? Geopfert sei ich dir! Er sagte: Der Tag, an dem der Gesandte Gottes (s.) den Befehlshaber der Gläubigen (as.) einsetzte und sagte: "Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī." Ich sagte: Und welcher Tag ist es? Er sagte: Was willst du mit dem Tag? Das Jahr dreht sich. Aber es ist der achtzehnte Tag von Ḏū l-Ḥiǧǧa. Ich sagte: Und was ziemt es sich für uns, an diesem Tag zu tun? Er sagte: Ihr gedenkt Gottes, dessen Erwähnung erhaben ist, an ihm durch Fasten, Gottesdienst und das Gedenken an Muḥammad und die Familie Muḥammads. Denn der Gesandte Gottes (s.) trug dem Befehlshaber der Gläubigen (as.) auf, diesen Tag zu einem Fest zu machen. Und so verfuhren die Propheten (as.): Sie trugen ihren Testamentsvollstreckern dies auf, und diese machten ihn zu einem Fest.
سَهْلُ بْنُ زِيَادٍ عَنْ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ سَالِمٍ عَنْ أَبِيهِ قَالَ: سَأَلْتُ أَبَا عَبْدِ اللَّهِ ع هَلْ لِلْمُسْلِمِينَ عِيدٌ غَيْرَ يَوْمِ الْجُمُعَةِ وَ الْأَضْحَى وَ الْفِطْرِ قَالَ نَعَمْ أَعْظَمُهَا حُرْمَةً قُلْتُ وَ أَيُّ عِيدٍ هُوَ جُعِلْتُ فِدَاكَ قَالَ الْيَوْمُ الَّذِي نَصَبَ فِيهِ رَسُولُ اللَّهِ ص أَمِيرَ الْمُؤْمِنِينَ ع وَ قَالَ مَنْ كُنْتُ مَوْلَاهُ فَعَلِيٌّ مَوْلَاهُ قُلْتُ وَ أَيُّ يَوْمٍ هُوَ قَالَ وَ مَا تَصْنَعُ بِالْيَوْمِ إِنَّ السَّنَةَ تَدُورُ وَ لَكِنَّهُ يَوْمُ ثَمَانِيَةَ عَشَرَ مِنْ ذِي الْحِجَّةِ فَقُلْتُ وَ مَا يَنْبَغِي لَنَا أَنْ نَفْعَلَ فِي ذَلِكَ الْيَوْمِ قَالَ تَذْكُرُونَ اللَّهَ عَزَّ ذِكْرُهُ فِيهِ بِالصِّيَامِ وَ الْعِبَادَةِ وَ الذِّكْرِ لِمُحَمَّدٍ وَ آلِ مُحَمَّدٍ فَإِنَّ رَسُولَ اللَّهِ ص أَوْصَى أَمِيرَ الْمُؤْمِنِينَ ع أَنْ يَتَّخِذَ ذَلِكَ الْيَوْمَ عِيداً وَ كَذَلِكَ كَانَتِ الْأَنْبِيَاءُ ع تَفْعَلُ كَانُوا يُوصُونَ أَوْصِيَاءَهُمْ بِذَلِكَ فَيَتَّخِذُونَهُ عِيداً.

Quelle: [al-Kāfī (al-Kulainī), B. 4, S. 149, Kapitel Ṣiyām at-tarġīb, Nr. 3, Ausgabe al-Islāmiyya]

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