Ġadīr Ḫumm im Überblick
Ghadir Khumm, in wissenschaftlicher Umschrift Ġadīr Ḫumm, bezeichnet einen Ort nahe al-Ǧuḥfa zwischen Mekka und Madīna. Auf der Rückkehr von der Abschiedswallfahrt hielt der Prophet Muḥammad (s.) dort eine Ansprache. In der schiitischen Überlieferung ist der 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa 10 n. H. der Tag, an dem er die Führungsautorität ʿAlī b. Abī Ṭālibs (as.) öffentlich verkündete.
Aḥmad b. Ḥanbal überliefert von al-Barāʾ b. ʿĀzib, dass die Menschen in Ġadīr zusammengerufen wurden. Nach dem Mittagsgebet nahm der Prophet (s.) die Hand ʿAlīs (as.). Er fragte die Versammelten, ob er nicht mehr Anrecht auf die Gläubigen habe als sie selbst. Auf ihre Zustimmung folgte der Ausspruch:
مَنْ كُنْتُ مَوْلَاهُ، فَعَلِيٌّ مَوْلَاهُ
"Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī."
Für schiitische Muslime steht Ġadīr für das Imamat und die Walāya, die religiöse Führungsautorität ʿAlīs (as.). Das jährliche Fest ʿĪd al-Ġadīr, auch Eid al-Ghadir genannt, erinnert daran. Nach diesem Ort und seiner Bedeutung heißt unsere Seite Al-Ghadir.
Den vollständigen Musnad-Bericht mit Kette, Übersetzung und arabischem Original lesen
Die Überlieferungen sind unterschiedlich lang. Frühe Sammlungen überliefern einzelne Aussagen und Abläufe. Die vollständige lange Predigtfassung aus al-Iḥtiǧāǧ folgt weiter unten, mit ihrem eigenen Überlieferungsrahmen auf Deutsch und Arabisch.
Was geschah in Ġadīr Ḫumm?
Auf dem Rückweg von der Wallfahrt
An-Nasāʾī beginnt den Bericht Zaid b. Arqams ausdrücklich mit der Rückkehr von der Abschiedswallfahrt und der Ankunft in Ġadīr Ḫumm. Der Prophet (s.) ließ den Platz unter Bäumen reinigen. Al-Mufīd beschreibt in al-Iršād die Hitze und die Versammlung der Reisenden zur Ansprache. Die Einzelheiten werden hier jeweils ihrer Quelle zugeordnet.
Das Zurückrufen der Vorausgegangenen und das Warten auf die Nachkommenden stehen ausdrücklich in der langen Überlieferung von al-Iḥtiǧāǧ. Dort wird auch der erhöhte Platz beschrieben, von dem aus der Prophet (s.) zu den Versammelten sprach.
Die Frage vor dem Mawlā-Ausspruch
Im Bericht al-Barāʾs steht vor dem berühmten Satz die Frage nach dem Vorrang des Propheten (s.) gegenüber den Gläubigen selbst. Die Versammelten bejahen sie. Er spricht den Mawlā-Satz und bittet Gott um Beistand für dessen Verbündete und gegen dessen Feinde. Dieser unmittelbare Zusammenhang ist für die schiitische Erklärung der Aussage entscheidend.
Beglückwünschung und Weitergabe
Der Musnad-Bericht schließt mit einem Glückwunsch ʿUmars an ʿAlī (as.). Al-Mufīd beschreibt darüber hinaus, wie die Menschen ʿAlī (as.) zu seinem Rang beglückwünschten und ihn als Amīr al-Muʾminīn, Befehlshaber der Gläubigen, begrüßten. Im Bericht von Imām al-Bāqir (as.) in al-Kāfī ergeht die Aufforderung, dass die Anwesenden die Nachricht den Abwesenden übermitteln sollen.
Musnad Aḥmad: der Bericht al-Barāʾ b. ʿĀzibs
Hier steht der vollständige Bericht aus der sunnitischen Sammlung al-Musnad, mit seiner eigenen Überlieferungskette. Er bleibt von der langen Predigtfassung aus al-Iḥtiǧāǧ getrennt.
ʿAffān berichtete uns: Ḥammād b. Salama berichtete uns: ʿAlī b. Zaid teilte uns mit, von ʿAdī b. Ṯābit, von al-Barāʾ b. ʿĀzib.
Er sagte:
"Wir waren mit dem Gesandten Gottes (s.) auf einer Reise und lagerten bei Ġadīr Ḫumm. Da wurde unter uns ausgerufen: 'Zur Versammlung zum Gebet!' Für den Gesandten Gottes (s.) wurde unter zwei Bäumen der Boden gefegt. Er betete das Mittagsgebet (aẓ-Ẓuhr) und nahm die Hand ʿAlīs (as.). Dann sagte er: 'Wisst ihr nicht, dass ich mehr Anrecht auf die Gläubigen habe als sie selbst?' Sie sagten: 'Doch.' Er sagte: 'Wisst ihr nicht, dass ich mehr Anrecht auf jeden Gläubigen habe als er selbst?' Sie sagten: 'Doch.' Er sagte: Da nahm er die Hand ʿAlīs und sagte: 'Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī. O Gott, sei Freund dem, der ihm Freund ist, und Feind dem, der ihm Feind ist.' Er sagte: Danach begegnete ihm ʿUmar und sagte zu ihm: 'Gratulation, Sohn des Abū Ṭālib! Du bist am Morgen und am Abend der Mawlā jedes gläubigen Mannes und jeder gläubigen Frau.'"
Quelle: [al-Musnad (Aḥmad b. Ḥanbal), B. 30, S. 430, Ḥadīṯ 18479, Ausgabe ar-Risāla]
Quellenhinweis: Sunnitische Quelle (Musnad Aḥmad), Text der Ausgabe vokalisiert. Das arabische ʿAlī-Epitheton der Quelle (raḍiya llāhu ʿanhu) bleibt im Original, im Deutschen gilt (as.). Mawlā ist mehrdeutig und wird hier bewusst nicht übersetzt, die Erklärung steht im Ġadīr-Artikel. Die in Fußnote 1 mit ẓ13 und q bezeichneten Textzeugen lesen an dieser Stelle اللهم من statt مَنْ. Quelle: https://shamela.ws/book/25794/15005 (S. 430, Fußnote 1). Der Digitaltext setzt das Anführungszeichen beim Glückwunsch vor lahu. Im Deutschen ist lahu dem Redeverb zugeordnet: "sagte zu ihm". Kein durchgängiger Scanvergleich.
Hauptkategorie: ʿAqīda — Glaubenslehre
Unterkategorie: Imāmat & Nachfolge
Bedeutung und Überlieferung
Was bedeutet „Mawlā“?
Mawlā ist ein arabisches Wort mit mehreren Bedeutungen. Al-Amīnī behandelt unter anderem den Liebenden, Helfer, Verwalter und denjenigen, der mehr Anrecht besitzt. Welcher Sinn gemeint ist, entscheidet sich für ihn am Zusammenhang: Der Prophet (s.) fragt zuerst nach seinem Vorrang gegenüber den Gläubigen und schließt unmittelbar die Aussage über ʿAlī (as.) an.
Al-Amīnī versteht beide Aussagen als zusammengehörig und begründet damit die Führungsautorität ʿAlīs (as.). Deshalb bleibt Mawlā im Kernsatz unübersetzt, während die schiitische Deutung gesondert erklärt wird. Eine einzelne deutsche Entsprechung wie „Freund“ würde diese Argumentation im Zitat bereits vorentscheiden.
Qurʾān und Ahl al-Bayt: die zwei Gewichtigen
Der Bericht Zaid b. Arqams bei an-Nasāʾī verbindet Ġadīr mit dem Ḥadīṯ aṯ-Ṯaqalain. Der Prophet (s.) nennt das Buch Gottes und seine Nachkommenschaft, die Ahl al-Bayt (as.). Beide würden sich nicht trennen, bis sie zu ihm an das Becken kommen. Anschließend nimmt er die Hand ʿAlīs (as.) und spricht von dessen Walāya.
Auch Muslim überliefert eine Ansprache an einem Wasser namens Ḫumm und die Mahnung zu Qurʾān und Ahl al-Bayt. Seine hier verlinkte Fassung enthält jedoch nicht den Mawlā-Satz. Die beiden Berichte werden deshalb nicht als wortgleiche Texte behandelt.
Welche Qurʾān-Verse werden mit Ġadīr verbunden?
Sūra al-Māʾida (5:67) enthält den Auftrag an den Gesandten, das ihm Offenbarte zu verkünden. Al-Wāḥidī überliefert in Asbāb an-nuzūl von Abū Saʿīd al-Ḫudrī, dass dieser Vers am Tag von Ġadīr in Bezug auf ʿAlī (as.) herabkam. Auch der Bericht von Imām al-Bāqir (as.) in al-Kāfī verbindet den Vers mit der Verkündigung der Walāya.
Sūra al-Māʾida (5:3) spricht von der Vollendung der Religion und der Gnade Gottes. Im Tafsīr Furāts und in al-Kāfī wird dies mit der Einsetzung ʿAlīs (as.) verbunden. Daneben gibt es eine anders datierende Überlieferung: Bei al-Buḫārī nennt ʿUmar einen Freitag in ʿArafāt als Offenbarungszeit und -ort.
Die Verbindung mit Ġadīr ergibt sich somit aus bestimmten Überlieferungen zur Offenbarung und Auslegung. Der Ortsname Ġadīr Ḫumm steht nicht im Wortlaut dieser beiden Verse. Ihre unterschiedlichen Überlieferungskontexte werden nicht zu einer einzigen Darstellung vereinheitlicht.
Wie ist der Bericht überliefert?
Zu den frühen hier herangezogenen Sammlungen gehören der Musnad Aḥmads und die Werke Muslims und an-Nasāʾīs. Für die schiitische Überlieferung werden unter anderem al-Kāfī und der Tafsīr Furāts herangezogen. Sie geben nicht alle dieselbe Textfassung wieder. Aussage, Überlieferungskette und Umfang müssen jeweils an der konkreten Stelle gelesen werden.
Al-Amīnī führt in al-Ġadīr 110 Gefährten des Propheten (s.) und 84 Angehörige der folgenden Generation als Überlieferer an. Diese zweite Gruppe heißt Tābiʿūn, Menschen, die Gefährten begegneten, aber nicht selbst dem Propheten (s.). Die Zahlen beschreiben seine Sammlung. Sie bedeuten weder 110 wortgleiche Vollpredigten noch eine pauschale Bewertung sämtlicher Überlieferungsketten.
Sunnitische Einwände und schiitische Erwiderungen
Die sunnitischen Positionen zu Ġadīr sind nicht einheitlich. Ibn Ḥaǧar al-Haytamī, dessen aṣ-Ṣawāʿiq al-muḥriqa die klassische Gegenschrift ist, nennt Ġadīr „das stärkste ihrer Argumente“ und räumt vorab die Echtheit des Berichts ein: Der Ḥadīṯ sei authentisch „ohne jeden Zweifel“, von sechzehn Gefährten überliefert, nach Aḥmad von dreißig Gefährten bezeugt, seine Wege seien „sehr viele“ und viele seiner Ketten authentisch oder gut; der Gebetszusatz „Gott, sei Freund dem, der ihm Freund ist …“ sei nicht erfunden, und ʿAlī (as.) sei bei der Wallfahrt anwesend gewesen. Gestritten wird also in der Hauptsache nicht über den Wortlaut, sondern über seinen Sinn.
Al-Haytamīs Einwände werden hier nach seinem eigenen Werk wiedergegeben; Nr. 7 nimmt einen verbreiteten Einwand auf, der bei ihm nur in Teilen steht. Die Erwiderungen folgen al-Amīnīs al-Ġadīr und halten sich an das, was al-Haytamī selbst zugesteht.
Bedeutet Mawlā nur Freund oder Helfer?
Einwand: Al-Haytamī verweist auf die Mehrdeutigkeit des Wortes und versteht es hier als Helfer, verbunden mit der Pflicht, ʿAlī (as.) zu lieben und ihm nicht feind zu sein. Sprachlich ergänzt er: Die Wortform Mawlā sei keine Steigerungsform wie awlā („mehr Anrecht habend“), und „Imām“ sei als Bedeutung von Mawlā weder sprachlich noch religionsrechtlich bezeugt. Die vorangestellte Vorrangfrage bestreitet er nicht; sie solle die Hörer nur nachdrücklicher zur Annahme dieser Pflicht bewegen.
Kurz gesagt
Der Prophet (s.) hat Mawlā selbst erklärt: Unmittelbar davor fragte er, ob er nicht „mehr Anrecht auf die Gläubigen als sie selbst“ habe, die Formel der Autorität aus Sure 33:6. Diese Einleitung überliefern nach al-Amīnī 64 sunnitische Gelehrte, al-Haytamī eingeschlossen.
Erwiderung: Den Sinn des Wortes hat der Prophet (s.) selbst festgelegt, und zwar in dem Wortlaut, den al-Haytamī mit einer Kette anführt, die er authentisch nennt. Nach aṭ-Ṭabarānī sprach der Prophet (s.) in Ġadīr: „Gott ist mein Mawlā, und ich bin der Mawlā der Gläubigen, und ich habe mehr Anrecht auf sie als sie selbst. Wessen Mawlā ich also bin, dessen Mawlā ist dieser.“ Hier erklärt der Prophet (s.) sein eigenes Mawlā-Sein durch „mehr Anrecht auf sie als sie selbst“, mit demselben Ausdruck, mit dem der Qurʾān in Sure 33:6 die Autorität des Propheten beschreibt: an-nabiyyu awlā bi-l-muʾminīna min anfusihim. Und in derselben Reihe steht Gott als Mawlā des Propheten. Niemand versteht „Gott ist mein Mawlā“ als Freundespflicht. Ein Wort, das in einem Satz von Gott über den Propheten (s.) auf ʿAlī (as.) weitergereicht wird, kann beim dritten Glied nicht plötzlich nur „Helfer“ bedeuten.
Der grammatische Einwand
Der grammatische Einwand trifft deshalb nichts: Es geht nicht darum, ob Mawlā eine Steigerungsform ist, sondern darum, dass der Sprecher Mawlā und „mehr Anrecht“ nebeneinander gestellt hat. Al-Amīnī sagt dazu auf S. 370 ausdrücklich: Selbst wer Mawlā für mehrdeutig hält, muss den Redezusammenhang entscheiden lassen, und der ist die Vorrangfrage. Al-Haytamī muss also annehmen, dass ein Wort, das der Sprecher im selben Atemzug durch „mehr Anrecht“ erklärt, beim nächsten Glied der Reihe nur noch Zuneigung meint. Das ist keine Auslegung des Textes, sondern eine Flucht vor ihm.
Die Einleitung bei sunnitischen Überlieferern
Diese Einleitung ist kein schiitischer Zusatz. Al-Amīnī zählt 64 sunnitische Gelehrte auf, die sie überliefern, von Aḥmad b. Ḥanbal, an-Nasāʾī und at-Tirmiḏī bis aḏ-Ḏahabī, Ibn Kaṯīr und Ibn Ḥaǧar; der letzte in seiner Liste, Nr. 64, ist al-Haytamī selbst, der die Vorrangfrage nach aṭ-Ṭabarānī und im Burayda-Bericht anführt. Wer dem Propheten (s.), dem beredtesten der Araber, unterstellt, in der Einleitung „mehr Anrecht“ zu meinen und im unmittelbar daran angeschlossenen Folgesatz „Freund“, zerreißt seine Rede in zwei unverbundene Hälften.
Sunnitische Stimmen für den Vorrang
Sunnitische Gelehrte haben das gesehen: Sibṭ Ibn al-Ǧawzī, ein Ḥanafit, zählt in seiner Taḏkira zehn Bedeutungen auf und erklärt, gemeint sei die zehnte, der Vorrang: „Wessen Vorrang ich vor ihm selbst habe, vor dem hat ʿAlī den Vorrang“, und nennt das „einen ausdrücklichen Text für seine Führung und den Gehorsam ihm gegenüber“. Er beruft sich dafür auf den Ḥāfiẕ Abū l-Faraǧ Yaḥyā b. Saʿīd aṯ-Ṯaqafī al-Iṣbahānī, der in Marǧ al-baḥrayn mit eigener Kette den Wortlaut überliefert: „Wessen Walī ich bin und auf wen ich mehr Anrecht habe als er selbst, dessen Walī ist ʿAlī.“ Selbst al-Haytamī führt unter den Bedeutungen von Mawlā „den, der über die Angelegenheiten verfügt“ auf. Dass Mawlā Verfügungsgewalt bezeichnen kann, bestreitet also auch er nicht; er bestreitet nur, dass sie hier gemeint sei. Darüber entscheidet die Einleitung, und die kennt er.
Wozu der ganze Aufwand?
Bleibt die Frage, die al-Haytamī selbst als schiitisches Argument wiedergibt: Wozu die Versammlung der Gefährten auf dem Rückweg, die dreimal gestellte Vorrangfrage, die erhobene Hand und das feierliche Gebet, wenn nur gesagt werden sollte, dass man ʿAlī (as.) nicht hassen dürfe? Dass Muslime einander lieben und beistehen, wusste jeder Anwesende. Seine Antwort, der Aufwand diene der Nachdrücklichkeit, erklärt ihn nicht, sondern bestätigt ihn: Nachdrücklich verkündet man, was neu und verbindlich ist.
Belege
Einwand: al-Haytamī, B. 1, S. 107–108; Predigtwortlaut nach aṭ-Ṭabarānī: S. 108–109; schiitisches Argument in seiner Wiedergabe: S. 106. Erwiderung: al-Amīnī, B. 1, S. 370–372, dort die 64 Überlieferer der Einleitung sowie Sibṭ Ibn al-Ǧawzī (Taḏkirat al-ḫawāṣṣ, S. 20) mit dem Zitat aus Abū l-Faraǧ aṯ-Ṯaqafīs Marǧ al-baḥrayn. Vorrangfrage und Folgesatz im vollständigen Musnad-Bericht lesen.
Erklären Beschwerden nach dem Jemenfeldzug die Aussage?
Einwand: Al-Haytamī erklärt den Anlass der Ansprache mit einem Bericht, den al-Ǧazarī von Ibn Isḥāq übernimmt: Männer, die mit ʿAlī (as.) im Jemen gewesen waren, hätten sich abfällig über ihn geäußert, darunter Burayda; nach der Wallfahrt habe der Prophet (s.) deshalb gepredigt, „um auf seinen Rang hinzuweisen und die zurückzuweisen, die über ihn geredet hatten“. Diesen Anlass verbindet er mit seiner Deutung als Mahnung zu Liebe und Verbundenheit.
Kurz gesagt
Der Anlass ist ein Bericht Ibn Isḥāqs, kein Prophetenwort, und ein Anlass erklärt nicht den Sinn. Ort (die Weggabelung der Pilger), Wortlaut (Vorrangfrage, Gebet um Helfer) und Rahmen (Abschiedsankündigung, Vermächtnis, Vers 5:67) passen nicht zu einer Zurechtweisung murrender Soldaten.
Erwiderung: Der Anlass ist ein Bericht, den al-Ǧazarī von Ibn Isḥāq übernimmt, kein Wort des Propheten (s.); al-Haytamī führt ihn als „Grund“ an, nicht als Teil der Rede. Ein Bericht über den Anlass ist aber kein Bericht über den Sinn. Selbst wenn er zuträfe, entscheidet ein Anlass nicht über den Inhalt einer Aussage; die sunnitische Rechtstheorie lehrt für Offenbarungsanlässe selbst, dass die Allgemeinheit des Wortlauts gilt und nicht die Besonderheit des Anlasses. Zu deuten ist, was der Prophet (s.) gesagt hat, nicht, warum er es gesagt haben könnte. Und schon al-Haytamīs eigene Fassung des Anlasses sagt, worum es ging: Der Prophet (s.) habe gepredigt, „um auf seinen Rang hinzuweisen“. Welchen Rang, hat er selbst erklärt: „Habe ich nicht mehr Anrecht auf die Gläubigen als sie selbst?“
Ort und Zeit
Ort und Zeit widerlegen den Anlass. Die Männer aus dem Jemen waren mit ʿAlī (as.) zur Wallfahrt gekommen; der Prophet (s.) hatte sie in Mekka, in ʿArafāt und in Minā vor sich, wo er die großen Predigten der Abschiedswallfahrt hielt. Al-Haytamī selbst verlegt die Rede nicht dorthin, sondern auf die Zeit „nach Abschluss der Wallfahrt“, und die Fassung, die er eingangs wiedergibt, nennt den Ort: Ġadīr Ḫumm bei al-Ǧuḥfa, auf dem Rückweg.
Die Weggabelung der Pilger
Bei al-Ǧuḥfa trennen sich nach al-Amīnī die Wege der Medinenser, Ägypter und Iraker; das heißt, der Prophet (s.) hielt an der Stelle an, von der aus die Pilger der verschiedenen Landstriche auseinandergehen. Dort ließ er die Vorausgegangenen zurückholen und auf die Nachkommenden warten, in einer Hitze, in der die Männer einen Teil des Mantels auf den Kopf und einen Teil unter die Füße legten, und sprach zu einer Pilgerschar, deren Zahl al-Amīnī nach den Angaben, die er sammelt, schon beim Auszug aus Medina mit neunzigtausend bis hundertvierundzwanzigtausend und mehr angibt. Wer einige Murrende eines Feldzugs zurechtweisen will, tut das in Mekka, vor den Betroffenen. Wer die Gemeinde als Ganze bindet, bevor sie sich in alle Richtungen zerstreut, tut es an der Weggabelung. Der Ort ist die Botschaft.
Was gesagt wurde
Auch der Inhalt passt nicht zum Anlass. Eine Beschwerde über Härte beantwortet man, indem man das Verhalten verteidigt oder die Beschwerde abweist. Der Prophet (s.) tat weder das eine noch das andere. Er fragte nach seinem eigenen Vorrang, sagte „Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī“ und betete, in dem Wortlaut, den al-Amīnī als gemeinsamen Wortlaut sunnitischer Theologen von al-Bāqillānī bis al-Qūšǧī wiedergibt (sie führen ihn ohne Kette als gesichert an): „Gott, sei Freund dem, der ihm Freund ist, und Feind dem, der ihm feind ist; hilf dem, der ihm hilft, und lass im Stich, wer ihn im Stich lässt.“ Helfen und Imstichlassen sind die Worte der Gefolgschaft gegenüber einem Anführer. Sie setzen voraus, dass ʿAlī (as.) eine Sache haben wird, für die er Helfer braucht und bei der man ihn im Stich lassen kann. Über das Murren einiger Soldaten betet man so nicht.
Buraydas Beschwerde
Den Gegenbeweis zum Burayda-Anlass liefert al-Haytamī zudem selbst mit. Nach dem Bericht, den er unter Berufung auf aḏ-Ḏahabīs Echtheitsurteil anführt, hatte Burayda sich beim Propheten (s.) über ʿAlī (as.) beschwert, und der Prophet (s.) antwortete ihm mit verändertem Gesicht: „Burayda, habe ich nicht mehr Anrecht auf die Gläubigen als sie selbst?“ „Doch, Gesandter Gottes.“ „Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī.“ Die Antwort auf die Klage über ʿAlīs Härte lautete also nicht, er habe recht gehabt, sondern, dem Sinn nach: Er steht zu euch, wie ich zu euch stehe. Und sie erging an Burayda persönlich. Eine Beschwerde, die der Prophet (s.) dem Beschwerdeführer gegenüber mit diesem Satz erledigt hatte, brauchte keine Versammlung der ganzen Pilgerschaft. Entweder war die Sache mit Burayda damit abgetan, dann erklärt sie Ġadīr nicht; oder der Satz bedeutet mehr, als al-Haytamī zugeben will, dann erklärt er Ġadīr genau so, wie die Schia es sagt.
Der Rahmen der Rede
Schließlich der Rahmen der Rede, den al-Haytamī selbst nach aṭ-Ṭabarānī zitiert: Der Prophet (s.) kündigt seinen nahen Tod an („Ich glaube, ich werde bald gerufen werden und antworten“), erinnert an seine Rechenschaft und die der Hörer, spricht den Mawlā-Satz und hinterlässt dann die beiden Gewichtigen, das Buch Gottes und seine Familie, nach denen er die Hörer am Becken befragen werde. Eine Rede, die mit dem eigenen Abschied beginnt und mit dem Vermächtnis an die Gemeinde fortfährt, handelt von dem, was nach dem Propheten (s.) kommt, nicht von Verstimmungen eines Feldzugs.
Vers 5:67 und der Schutz vor den Menschen
Dazu passt, womit die Fassung endet, die al-Haytamī eingangs als die schiitische wiedergibt: „und lass die Wahrheit mit ihm sein, wohin er sich auch wendet.“ Und dazu passt, was al-Wāḥidī, ein sunnitischer Korankommentator, mit eigener Kette von Abū Saʿīd al-Ḫudrī überliefert: Am Tag von Ġadīr Ḫumm kam über ʿAlī (as.) der Vers herab ﴾O Gesandter, verkünde, was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde.﴿ (5:67), der fortfährt, andernfalls habe der Prophet die Botschaft nicht verkündet, und Gott werde ihn vor den Menschen schützen. Eine Verstimmung unter Soldaten braucht keine Offenbarung, die das ganze Prophetenamt an diese Verkündigung bindet, und keinen Schutz „vor den Menschen“. Geschützt werden muss, wer etwas verkündet, das Widerstand weckt. Niemand braucht Schutz, um zu sagen, man solle ʿAlī (as.) nicht hassen.
Belege
Einwand und Burayda-Bericht: al-Haytamī, B. 1, S. 109; Predigtwortlaut: S. 108–109; Fassung mit „wohin er sich auch wendet“: S. 106. Ort, Zahl der aus Medina Ausgezogenen und Rahmen der Versammlung: al-Amīnī, B. 1, S. 9–10; Wortlaut bei den sunnitischen Theologen: S. 8. Al-Wāḥidī zu 5:67; Rahmen auch bei an-Nasāʾī, al-Mufīd und in der langen Fassung aus al-Iḥtiǧāǧ. Nicht zu verwechseln mit der Behauptung, ʿAlī (as.) sei wegen des Jemen gar nicht bei der Wallfahrt gewesen; die weist al-Haytamī selbst zurück (S. 107).
Ist der Bericht zu schwach oder fehlt er in den beiden Ṣaḥīḥ-Werken?
Einwand: Die Schia verlange für Beweise des Imamats Tawātur, also eine Überlieferung durch so viele unabhängige Wege, dass eine gemeinsame Erfindung ausgeschlossen ist. Der Ġadīr-Ḥadīṯ sei aber ein Āḥād-Bericht und in seiner Echtheit umstritten; Abū Dāwūd und Abū Ḥātim hätten ihn kritisiert. Hinzu kommt der von al-Amīnī behandelte Einwand, der Bericht stehe nicht in den beiden Ṣaḥīḥ-Werken al-Buḫārīs und Muslims.
Kurz gesagt
Al-Haytamī selbst erklärt den Bericht für zweifelsfrei echt, bezeugt von sechzehn beziehungsweise dreißig Gefährten; wer so zählt, kommt nicht bei Āḥād an. Dass er in den beiden Ṣaḥīḥ-Werken fehlt, besagt nichts: Al-Buḫārī und Muslim beanspruchten nie Vollständigkeit, und Muslim bezeugt Ort und Vermächtnis von Ġadīr selbst (Nr. 2408a).
Erwiderung: Hier gerät al-Haytamī mit sich selbst in Widerspruch. Auf S. 106 und 107 schreibt er: ein authentischer Ḥadīṯ „ohne jeden Zweifel“, „sehr viele“ Wege, sechzehn Gefährten, dreißig Zeugen, viele authentische und gute Ketten, „keine Beachtung dem, der seine Echtheit angreift“. Wenige Zeilen später lautet sein erstes Argument, der Bericht sei Āḥād und in seiner Echtheit umstritten, denn Abū Dāwūd und Abū Ḥātim, „Imame des Ḥadīṯ und seine Zuverlässigen, auf die man sich dabei stützt“, hätten ihn kritisiert. Er richtet das gegen den Tawātur-Maßstab der Schia, nicht als eigenes Urteil; aber dieselben Kritiker, denen er eben noch „keine Beachtung“ schenken wollte, nennt er maßgebliche Autoritäten, sobald es gegen das Imamat geht.
Die Zahl der Zeugen
Wer einen Bericht selbst für zweifelsfrei echt erklärt, kann seinen Gegnern nicht die Zweifel anderer vorhalten. Ein Bericht, der nach dem Urteil des Gegners über jeden Zweifel erhaben ist und den dreißig Augenzeugen öffentlich bezeugten, als ʿAlī (as.) angefochten wurde, ist keine vereinzelte Nachricht. Al-Amīnī belegt darüber hinaus 110 überliefernde Gefährten und 84 Nachfolger; allein für die Einleitung mit der Vorrangfrage nennt er 64 sunnitische Überlieferer. Mehrere der sunnitischen Gelehrten, die er S. 294 bis 311 zitiert, bezeichnen den Bericht ausdrücklich als mutawātir; einer von ihnen, so al-Amīnī, mit dem Zusatz, man achte nicht auf den, der ihn schwächen wolle und von dieser Wissenschaft nichts verstehe. Wer die Zeugen zählt, die der Gegner selbst zugesteht, kommt nicht bei Āḥād an.
Die beiden Ṣaḥīḥ-Werke
Zum Fehlen in den beiden Ṣaḥīḥ-Werken: Al-Buḫārī und Muslim haben nie behauptet, alles Authentische aufgenommen zu haben. Al-Ḥākim schreibt in der Einleitung seines Mustadrak, keiner von beiden habe geurteilt, außer dem von ihnen Aufgenommenen sei nichts authentisch. Al-Buḫārī selbst sagt, er habe Authentisches „wegen der Länge“ weggelassen, und Muslim: „Nicht alles Authentische habe ich hier aufgenommen.“ Al-Amīnī zitiert diese Aussagen nach al-ʿIrāqīs Fatḥ al-muġīṯ. Der Bericht steht zudem bei at-Tirmiḏī, Ibn Māǧa, an-Nasāʾī, ad-Dāraquṭnī und in Aḥmads Musnad, über den as-Suyūṭī sagt: „Alles im Musnad Aḥmad ist annehmbar.“ Viele seiner Ketten bestehen, so al-Amīnī, aus Überlieferern, die auch die beiden Ṣaḥīḥ-Werke heranziehen. Muslim schließlich überliefert mit Nr. 2408a die Ansprache bei Ḫumm selbst: Rückkehr von der Wallfahrt, das Buch Gottes und die Ahl al-Bayt als Vermächtnis. Der Mawlā-Satz steht in dieser Fassung nicht, und wir zitieren ihn aus ihr auch nicht. Ort, Anlass und Vermächtnis von Ġadīr aber bezeugt auch Muslim.
Belege
Al-Haytamī: B. 1, S. 106–107. Al-Amīnī: B. 1, S. 315–318 (Urteile, Musnad, Mustadrak, al-ʿIrāqī); Gefährten und Nachfolger: S. 60–72; Überlieferer der Einleitung: S. 371. Muslim Nr. 2408a vollständig lesen.
Kam der Vers der Vollendung nicht schon in ʿArafāt herab?
Einwand: Al-Buḫārī überliefert von ʿUmar, der Vers der Vollendung (5:3) sei an einem Freitag in ʿArafa herabgekommen. Das liegt vor dem 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa und widerspricht einer Offenbarung am Tag von Ġadīr.
Kurz gesagt
ʿUmars Datierung auf ʿArafa steht gegen Berichte mehrerer Gefährten bei sunnitischen Ḥadīṯ-Meistern und gegen die Rechnung ar-Rāzīs (81 oder 82 Tage vor dem Tod des Propheten). Es ist ein offener Streit zweier Datierungen; der Ausspruch selbst hängt nicht vom Datum eines Begleitverses ab.
Erwiderung: Die Datierung auf ʿArafa beruht in al-Buḫārīs Bericht auf einer Aussage ʿUmars. Ihr stehen Berichte mehrerer Gefährten gegenüber, überliefert von sunnitischen Ḥadīṯ-Meistern: aṭ-Ṭabarī in seinem Kitāb al-Wilāya nach Zaid b. Arqam, Ibn Mardawayh nach Abū Saʿīd al-Ḫudrī und nach Abū Huraira, bei dem der 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa ausdrücklich genannt ist, Abū Nuʿaym al-Iṣfahānī mit vollständiger Kette und al-Ḫaṭīb al-Baġdādī in seiner Geschichte Bagdads über ad-Dāraquṭnī.
Die Tagesrechnung
Dazu kommt eine Rechnung, die al-Amīnī aus sunnitischen Korankommentaren nimmt: Nach ar-Rāzī und Abū s-Suʿūd lebte der Prophet (s.) nach der Herabsendung dieses Verses noch 81 oder 82 Tage. Vom gewöhnlich überlieferten Todestag, dem 12. Rabīʿ al-awwal, zurückgerechnet trifft das den 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa bis auf ein, höchstens zwei Tage; die Toleranz um einen Tag räumt al-Amīnī selbst ein und nennt seine Rechnung nur „der Wahrheit näher“ als die Datierung auf ʿArafa. Der Tag von ʿArafa liegt neun Tage früher und weicht von der überlieferten Zahl deutlich stärker ab.
Ein offener Streit
Dass as-Suyūṭī die Ketten der Ġadīr-Berichte schwach nennt, verschweigt al-Amīnī nicht; für den Bericht Abū Hurairas widerspricht er ihm ausdrücklich: Dessen Überlieferer seien alle vertrauenswürdig. Es ist ein offener Streit zweier Datierungen, kein gesicherter Befund gegen Ġadīr. Und selbst wenn ʿUmars Datierung richtig wäre, träfe sie nicht den Ausspruch von Ġadīr, den al-Haytamī für zweifelsfrei echt erklärt, sondern nur die Frage, welcher Vers an welchem Tag kam; der Ausspruch steht und fällt nicht mit dem Datum eines Begleitverses.
Was an jenem Tag vollendet wurde
Für den Sinn des Verses ist zudem entscheidend, was an jenem Tag vollendet wurde. Al-Buḫārīs Bericht nennt nur Tag und Ort. Die Berichte in al-Kāfī und im Tafsīr Furāts nennen den Inhalt: Die Walāya war die letzte Pflicht; nach ihr wurde keine mehr herabgesandt. Und noch etwas steht am Anfang von al-Buḫārīs Bericht: Ein Jude sagt zu ʿUmar, wäre dieser Vers ihnen herabgesandt worden, hätten sie den Tag zum Fest gemacht. Genau das tut die schiitische Überlieferung mit dem 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa.
Belege
Al-Buḫārī Nr. 45; al-Kāfī B. 1, S. 289, Nr. 4; Tafsīr Furāt S. 117–118; al-Wāḥidī zu 5:67. Al-Amīnī mit ar-Rāzī (Tafsīr 3/529), Abū s-Suʿūd, aṭ-Ṭabarī, Ibn Mardawayh, as-Suyūṭī (ad-Durr al-manṯūr 2/259), Abū Nuʿaym und al-Ḫaṭīb (Tārīḫ Baġdād 8/290): B. 1, S. 230–232. Die Tagesrechnung ist al-Amīnīs Argument; die Ketten der Ġadīr-Berichte bleiben zwischen as-Suyūṭī und al-Amīnī strittig.
Selbst Führungsautorität müsste keine unmittelbare Nachfolge meinen?
Einwand: Al-Haytamī lässt versuchsweise die Bedeutung Imamat zu, bestreitet aber eine Zeitangabe. Gemeint sei die spätere Einlösung, nämlich der Zeitpunkt, an dem ʿAlī (as.) gehuldigt wurde; andernfalls wäre er schon neben dem lebenden Propheten (s.) Imām gewesen. Die drei vorausgehenden Kalifen seien damit nicht ausgeschlossen, zumal der Konsens für Abū Bakr, „selbst von ʿAlī“, als gewiss gelte und einem Āḥād-Bericht vorgehe. Abū Bakr und ʿUmar hätten den Satz zudem als Nähe verstanden, denn sie sagten zu ʿAlī: „Du bist heute Abend der Mawlā jedes gläubigen Mannes und jeder gläubigen Frau geworden.“
Kurz gesagt
„Nach mir“ steht in den Quellen, und al-Haytamī zitiert es selbst: „er ist euer Walī nach mir“. Der Glückwunsch „Du bist heute Abend der Mawlā … geworden“ gilt einem an diesem Tag verliehenen Rang, und der angeführte Konsens ist genau das, was zur Debatte steht.
Erwiderung: Das Wort „nach mir“ steht in den Quellen, und al-Haytamī zitiert es selbst. Im Bericht Ibn Buraydas sagt der Prophet (s.): „Falle nicht über ʿAlī her, Burayda, denn ʿAlī ist von mir und ich bin von ihm, und er ist euer Walī nach mir.“ Um diesen Satz zu entkräften, braucht al-Haytamī vier gestaffelte Rückzugslinien: Der Überlieferer al-Aǧlaḥ sei zwar von Ibn Maʿīn für vertrauenswürdig erklärt worden, von anderen aber als schwach beurteilt, und zudem Schiit; falls der Bericht echt sei, habe er wohl sinngemäß nach seiner Überzeugung erzählt; falls wörtlich, sei eine „besondere Walāya“ gemeint; und falls keine Umdeutung möglich sei, gelte ohnehin der Konsens für Abū Bakr. Am Ende steht das Eingeständnis: Selbst ein wörtlicher Prophetenspruch „euer Walī nach mir“ muss dem späteren Konsens weichen. Dann deutet nicht der Text die Geschichte, sondern die Geschichte den Text.
„Nach mir“ in weiteren Berichten
Dasselbe „nach mir“ steht im Ġadīr-Bericht Abū Nuʿaym al-Iṣfahānīs, den al-Amīnī anführt („die Walāya für ʿAlī nach mir“), und in den Versen, die Ḥassān b. Ṯābit nach diesem Bericht mit Erlaubnis des Propheten (s.) an Ort und Stelle vortrug: „Steh auf, ʿAlī, denn ich bin damit zufrieden, dass du nach mir Imām und Führer bist.“ Die Kette dieses Berichts ist unter Ḥadīṯ-Kritikern umstritten; al-Amīnī führt ihn als Beleg an, und als sein Beleg steht er hier. Al-Amīnī bestimmt die übertragene Autorität entsprechend als allgemeine Führung der Gemeinde und uneingeschränktes Imamat nach dem Propheten (s.).
Verkündigung oder Leerformel
Die Deutung als „spätere Einlösung“ macht die Verkündigung zur Leerformel. Nach al-Haytamīs eigener Wiedergabe versammelte der Prophet (s.) die Menschen, fragte dreimal nach seinem Vorrang und erhob dann ʿAlīs (as.) Hand. Dass ein Mann, dem man eines Tages huldigen wird, dann Autorität haben wird, muss niemand feierlich verkünden. Der Einwand, ʿAlī (as.) wäre sonst neben dem lebenden Propheten (s.) Imām gewesen, verfehlt die Sache: Der Prophet (s.) überträgt sein eigenes „mehr Anrecht“, und ein zu Lebzeiten bestimmter Nachfolger tritt es an, wenn der Bestimmende stirbt. Genau das sagt „nach mir“.
Der Glückwunsch und der Konsens
Auch der Glückwunsch, den al-Haytamī für seine Lesart anführt, spricht gegen sie. „Du bist heute Abend der Mawlā jedes Gläubigen geworden“: Zu etwas, das schon vorher galt, gratuliert man nicht, und Liebe und Beistand unter Muslimen galten vorher schon. Gratuliert wird zu einem an diesem Tag verliehenen Rang. Der Konsens schließlich, auf den al-Haytamī sich beruft, ist genau das, was zur Debatte steht; er kann den Sinn eines Ausspruchs nicht entscheiden, der ihm vorausgeht und ihn erst begründen oder widerlegen müsste.
Belege
Einwand: al-Haytamī, B. 1, S. 110; Ibn-Burayda-Bericht mit „nach mir“ und seine vier Vorbehalte: S. 109–110. Schiitische Deutung: al-Amīnī, B. 1, S. 372; Abū Nuʿaym und Ḥassān b. Ṯābit: S. 232; al-Kāfī B. 1, S. 289, Nr. 4; Glückwunsch ʿUmars auch im Musnad-Bericht.
Warum soll sich ʿAlī erst als Kalif darauf berufen haben?
Einwand: Al-Haytamī sagt nicht, ʿAlī (as.) habe Ġadīr niemals angeführt. Er räumt eine Berufung während dessen Kalifats ein, vermisst sie aber „zur Zeit des Bedarfs“, also in den Tagen nach dem Tod des Propheten (s.), bei ʿAlī wie bei ʿAbbās. Aus diesem Schweigen folgert er, ʿAlī habe selbst gewusst, dass der Ausspruch keine Ernennung unmittelbar nach dem Propheten war. Als Beleg dient ihm al-Buḫārī (Nr. 4447): In der Todeskrankheit des Propheten (s.) drängte ʿAbbās ʿAlī, den Propheten zu fragen, bei wem „diese Sache“ liegen werde: „Liegt sie bei uns, so wissen wir es.“ Rund zwei Monate nach Ġadīr, so al-Haytamī, hätten beide nicht fragen müssen, wenn eine ausdrückliche Bestimmung vorgelegen hätte; der Bericht sei „eindeutig“ dafür, dass der Prophet (s.) bei seinem Tod niemanden bestimmt habe. Dass die Gefährten den Ausspruch binnen zweier Monate vergessen hätten, sei ausgeschlossen: Bei der Huldigung an Abū Bakr hätten sie ihn samt seiner Bedeutung gekannt. Zudem habe ʿAlī selbst erklärt, der Prophet (s.) habe niemanden bestimmt.
Kurz gesagt
ʿAlī (as.) berief sich nicht erst im Kalifat auf Ġadīr: in der Šūrā nach ʿUmars Tod (bei Ibn Abī l-Ḥadīd), zur Zeit ʿUṯmāns und mit dreißig Zeugen im Kalifat, was al-Haytamī selbst einräumt. Al-Buḫārīs Bericht vom Krankenbett (Nr. 4447) trägt zwei Lesarten und beweist keine fehlende Bestimmung.
Erwiderung: Al-Haytamī belegt das Gegenteil selbst. Auf S. 106 schreibt er, dreißig Gefährten hätten den Ausspruch für ʿAlī (as.) bezeugt, „als er in den Tagen seines Kalifats angefochten wurde“. ʿAlī (as.) rief also Zeugen für Ġadīr auf, als sein Anspruch auf die Führung bestritten wurde. Niemand ruft dreißig Zeugen auf, um zu beweisen, dass man ihn lieben soll. ʿAlīs eigener Gebrauch des Ausspruchs, den al-Haytamī zugesteht, spricht dafür, als was er ihn verstand: als Beleg seines Rechts auf die Führung.
Die Šūrā nach ʿUmars Tod
Dass diese Berufung erst im Kalifat begonnen habe, trifft nicht zu. Al-Amīnī belegt sie am Tag der Šūrā, bei der Beratung über ʿUmars Nachfolge im Jahr 23 oder 24 n. H., über Ketten bei al-Ḫwārazmī, einem Ḥanafiten, bei Ibn ʿUqda und al-ʿUqaylī sowie in Teilen bei Ibn ʿAbd al-Barr; dass ad-Dāraquṭnī ʿAlīs Beschwörungsrede in der Šūrā überliefert, führt al-Haytamī in den Ṣawāʿiq an anderer Stelle selbst an, wenn auch für andere Sätze dieser Rede.
Ibn Abī l-Ḥadīd über die Šūrā-Rede
Ibn Abī l-Ḥadīd, der muʿtazilitische Kommentator der Nahǧ al-balāġa, bestreitet, dass die langen Aufzählungen jener Rede so gefallen sind, erklärt ihren Kern aber ausdrücklich für gesichert: ʿAlī (as.) zögerte mit der Huldigung an ʿUṯmān, sagte „Wir haben ein Recht; gibt man es uns, nehmen wir es, verweigert man es uns, so reiten wir hinten auf den Kamelen, und sei die Nachtreise lang“, und fragte dann: „Ist einer unter euch außer mir, zu dem der Gesandte Gottes gesagt hat: Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist dieser?“ Sie sagten: „Nein.“ Mehr als zehn Jahre vor seinem Kalifat berief sich ʿAlī (as.) also auf Ġadīr, in einer Beratung, in der es um nichts anderes ging als um die Führung, und keiner der Anwesenden widersprach ihm. Eine weitere Berufung zur Zeit ʿUṯmāns führt al-Amīnī nach Farāʾid as-simṭayn an.
Al-Buḫārī Nr. 4447: zwei Lesarten
Zum Bericht al-Buḫārīs: Al-Haytamī nennt ihn „eindeutig“, doch er trägt mindestens zwei Lesarten, und ʿAlīs eigene Worte sprechen eher für die Gegenlesart. ʿAbbās wollte fragen; ʿAlī (as.) antwortete: „Bei Gott, wenn wir ihn darum bitten und er sie uns verweigert, geben sie uns die Menschen nach ihm niemals. Bei Gott, ich frage ihn nicht.“ Wer fürchtet, dass eine Absage die Sache auf Dauer verschließt, sieht sie als offen und für sich in Reichweite; er rechnet mit Widerstand „der Menschen“ und will dem Sterbenden deshalb keine Frage stellen, deren abschlägige Antwort diesen Widerstand besiegeln würde. Das passt schlecht zu einem Mann, der von keinem Anspruch weiß. ʿAbbās wiederum fragt nach dem, was kommen wird, und will für den Fall, dass es anderen zufällt, eine Empfehlung für seine Familie erwirken; seine Frage zeigt Sorge um den Ausgang, und dass er von Ġadīr nichts wusste, steht nicht darin. Ein Text, der zwei Lesarten trägt, kann nicht beweisen, dass es keine Bestimmung gab.
Niemand hatte vergessen
Dass niemand den Ausspruch binnen zweier Monate vergessen hatte, bestreitet die Schia nicht; sie behauptet es. Al-Haytamī gibt ihre Position selbst wieder: Die Gefährten kannten den Text und folgten ihm nicht. Sein Einwand verschiebt den Streit damit nur auf die Frage, was Mawlā bedeutet, und die ist oben beantwortet. ʿAlīs angebliche Erklärung, der Prophet (s.) habe niemanden bestimmt, belegt al-Haytamī auf diesen Seiten nicht, sondern verweist nach vorn; was ʿAlī (as.) in der Šūrā sagte, steht dagegen bei Ibn Abī l-Ḥadīd.
Das verhinderte Schreiben (al-Buḫārī Nr. 4432)
Und wer mit al-Haytamī sagt, der Prophet (s.) habe „bei seinem Tod niemanden bestimmt“, kann bei al-Buḫārī selbst nachlesen, was in der Todeskrankheit geschah: Nach Nr. 4432 sagte der Prophet (s.) in seiner Todeskrankheit: „Kommt her, ich schreibe euch ein Schreiben, nach dem ihr nicht mehr irregehen werdet“, und wurde daran gehindert, weil die Anwesenden stritten und einige von ihnen sagten, der Schmerz habe ihn überwältigt, „uns genügt das Buch Gottes“. Was er schreiben wollte, sagt al-Buḫārī nicht; dass es die Gemeinde vor dem Irrgang bewahren sollte, steht da, und es kam nicht zustande. Ibn ʿAbbās nannte das „das Unglück, das ganze Unglück“.
Zwei Maße
Al-Haytamīs Schluss misst außerdem mit zwei Maßen: ʿAlīs Schweigen in den Tagen nach dem Tod des Propheten (s.) soll beweisen, dass es keinen Text gab; die von al-Amīnī belegten Berufungen in der Šūrā und zur Zeit ʿUṯmāns übergeht er, und die Berufung im Kalifat, die er selbst einräumt, soll nichts beweisen. Wer das Schweigen zählt, muss auch das Sprechen zählen.
Belege
Einwand: al-Haytamī, B. 1, S. 111–112; die dreißig Zeugen im Kalifat: S. 106. Šūrā und Zeit ʿUṯmāns: al-Amīnī, B. 1, S. 159–163, dort Ibn Abī l-Ḥadīd (Šarḥ Nahǧ al-balāġa 2/61) und die Antwort auf as-Suyūṭīs Fälschungsvorwurf: Der beanstandete Überlieferer Zāfir gilt Aḥmad, Ibn Maʿīn und Abū Dāwūd als vertrauenswürdig, und andere Ketten kommen ohne ihn aus. ʿAlī und ʿAbbās: al-Buḫārī Nr. 4447; das verhinderte Schreiben: al-Buḫārī Nr. 4432.
Warum sagte der Prophet (s.) nicht einfach „Kalif nach mir“?
Einwand: Ein verbreiteter Einwand, bei al-Haytamī in der Form, „Imām“ sei als Bedeutung von Mawlā sprachlich und religionsrechtlich nicht bezeugt (S. 108) und der Satz nenne keine Zeit (S. 110): Hätte der Prophet (s.) einen Nachfolger einsetzen wollen, hätte er ein eindeutiges Wort gewählt, Kalif oder Imām nach mir, statt eines mehrdeutigen Mawlā.
Kurz gesagt
Das Wort steht in der Burayda-Fassung („euer Walī nach mir“), und der Prophet (s.) wählte mit „mehr Anrecht“ (33:6) die Formel, mit der der Qurʾān seine eigene Autorität bezeichnet. Für Abū Bakr dagegen genügte eine Huldigung, die ʿUmar selbst eine „Übereilung“ nannte.
Erwiderung: In der Fassung über Ibn Burayda, die al-Haytamī selbst zitiert, steht das Wort: „er ist euer Walī nach mir“; er verwirft sie mit der Kettenkritik an al-Aǧlaḥ und den gestaffelten Umdeutungen, die oben in Einwand 5 behandelt sind. Vor allem aber hat der Prophet (s.) das Wort gewählt, mit dem der Qurʾān seine eigene Autorität bezeichnet: nicht „Kalif“, das auch den bloßen Stellvertreter meint, sondern awlā bi-l-muʾminīn min anfusihim, „mehr Anrecht auf die Gläubigen als sie selbst“ (33:6). Ein stärkeres Wort für Autorität über die Gläubigen kennt die Sprache der Offenbarung kaum.
Wie die Hörer es verstanden
So lässt sich der Ablauf in Ġadīr lesen: Der Prophet (s.) ließ sich das Wort erst für sich selbst bestätigen und sprach dann den Mawlā-Satz über ʿAlī (as.). Die Hörer haben es so verstanden: ʿUmar gratulierte ʿAlī (as.) zu einem an diesem Tag verliehenen Rang, Ḥassān b. Ṯābit dichtete nach dem Bericht Abū Nuʿayms an Ort und Stelle „nach mir Imām und Führer“, und Sibṭ Ibn al-Ǧawzī, ein sunnitischer Gelehrter, nannte den Ausspruch mit seiner Einleitung „Bin ich nicht awlā …“ „einen ausdrücklichen Text für seine Führung“.
Gleiches Maß für Abū Bakr
Wer dennoch das Wort „Kalif“ verlangt, messe mit gleichem Maß. Für Abū Bakr beruft sich al-Haytamī auf allgemeine Berichte wie „die Imame sind aus Qurayš“; in ʿUmars eigener Schilderung der Huldigung bei al-Buḫārī kommt kein Prophetenwort vor, und ʿUmar bestätigte öffentlich, sie sei eine „Übereilung“ (falta) gewesen, „doch Gott hat ihr Übel abgewendet“, wobei er hinzufügte, keiner unter ihnen komme Abū Bakr gleich. Von ʿAlī (as.) wird ein eindeutiges Prophetenwort gefordert; für Abū Bakr genügte eine Huldigung, die ihr eigener Urheber so nannte.
Belege
„Imām“ nicht bezeugt: al-Haytamī, B. 1, S. 108; Ibn-Burayda-Bericht mit „nach mir“ und seine Kettenkritik: S. 109–110, dort auch die fehlende Zeitangabe; ʿUmars Bericht über die Huldigung: al-Buḫārī Nr. 6830; Ḥassān b. Ṯābit nach Abū Nuʿaym (Kette strittig, siehe Einwand 5): al-Amīnī, B. 1, S. 232; Sibṭ Ibn al-Ǧawzī: S. 371–372; Glückwunsch ʿUmars im Musnad-Bericht.
Hätten die Gefährten einen solchen Text übergangen?
Einwand: Al-Haytamī hält fest, die Gefährten hätten den Ausspruch bei der Huldigung an Abū Bakr gekannt, samt seiner Bedeutung. Die schiitische Behauptung, sie hätten ihn gekannt und sich ihm dennoch widersetzt, sei Verstocktheit; dass ʿAlī aus Taqiyya geschwiegen habe, sei Lüge und Verleumdung, denn seine zahlreichen und tapferen Verwandten hätten ihn geschützt. Sein Hauptbeleg ist der Bericht al-Buḫārīs über ʿAlī und ʿAbbās am Krankenbett (oben, Einwand 6). Abū Bakr habe den Anṣār gegenüber mit dem Wort „die Imame sind aus Qurayš“ argumentiert, und sie hätten es angenommen; wie hätten sie das tun können, wenn es einen Text für ʿAlī gab? Der Konsens für Abū Bakr sei deshalb gewiss, „selbst von ʿAlī“. Zudem verweist er auf Berichte an anderer Stelle seines Buches, nach denen der Prophet (s.) nach Ġadīr Abū Bakrs Recht verkündet habe.
Kurz gesagt
Nach ʿUmars eigenem Bericht bei al-Buḫārī (Nr. 6830) kam die Huldigung an Abū Bakr in Eile, aus Furcht vor einem Bruch und gegen den Widerspruch ʿAlīs und az-Zubayrs zustande; Abū Bakr führte Qurayš an, keinen Prophetentext. Fāṭima (as.) und ʿAlī (as.) blieben ein halbes Jahr fern (Nr. 4240): eine vollendete Tatsache, kein geprüfter Konsens.
Erwiderung: Wie die Huldigung an Abū Bakr zustande kam, hat ʿUmar selbst erzählt, und al-Buḫārī hat es aufgenommen. Nach dem Tod des Propheten (s.) versammelten sich die Anṣār in der Saqīfa der Banū Sāʿida; „ʿAlī und az-Zubayr und die mit ihnen waren, widersprachen uns“, die Auswanderer sammelten sich um Abū Bakr. In der Saqīfa stritten Anṣār und Auswanderer um die Führung, „einer von uns und einer von euch“, die Stimmen wurden laut, ʿUmar fürchtete den Bruch, griff nach Abū Bakrs Hand und huldigte; die Auswanderer folgten, dann die Anṣār.
Eine „Übereilung“
ʿUmar bestätigte später öffentlich, das sei eine „Übereilung“ gewesen, „doch Gott hat ihr Übel abgewendet“, und begründete die Eile mit der Furcht, die Anṣār könnten sonst einem der Ihren huldigen. Das ist kein Konsens einer Gemeinde, die einen Prophetentext prüft und verwirft. Das ist eine Entscheidung ohne den Betroffenen, der nach ʿUmars Worten widersprach und in der ganzen Szene nicht auftritt, getroffen aus Furcht vor einer anderen Entscheidung. Wer nicht gefragt wird, kann keinen Text anführen; und wer schon gehuldigt hat, fragt nicht mehr danach.
Abū Bakrs Argument: Qurayš
Mit welchem Argument Abū Bakr durchdrang, berichtet ʿUmar ebenfalls: „Diese Sache wird nur diesem Stamm aus Qurayš zuerkannt; sie sind die Mitte der Araber nach Abstammung und Wohnsitz.“ In diesem Bericht steht kein Wort von einer Einsetzung durch den Propheten (s.), weder für ihn selbst noch für einen anderen. Wer von ʿAlī (as.) einen Text verlangt, nehme zur Kenntnis, dass Abū Bakr in der Stunde der Entscheidung keinen für sich anführte. Und das Argument, das er anführte, Abstammung und Nähe zum Propheten (s.), trifft auf keinen so zu wie auf ʿAlī (as.). Genau das hat ʿAlī (as.) ihm später gesagt, nach al-Buḫārī: „Du hast die Sache ohne uns an dich genommen, und wir meinten, wegen unserer Verwandtschaft mit dem Gesandten Gottes einen Anteil zu haben.“ Hätte der Prophet (s.) nach Ġadīr Abū Bakrs Recht verkündet, wie al-Haytamī für andere Berichte seines Buches behauptet, hätte Abū Bakr in der Saqīfa diesen Text angeführt. Er führte Qurayš an.
Der Konsens „selbst von ʿAlī“
Der Konsens „selbst von ʿAlī“ zerfällt bei al-Buḫārī ebenso. Nach ʿĀʾišas Bericht war Fāṭima (as.) Abū Bakr wegen des verweigerten Erbes zornig, sprach bis zu ihrem Tod nicht mehr mit ihm und wurde von ʿAlī (as.) nachts begraben, ohne dass er Abū Bakr benachrichtigte; sie lebte nach dem Propheten (s.) noch sechs Monate, „und ʿAlī hatte in jenen Monaten nicht gehuldigt“. Erst danach suchte er den Ausgleich, erkannte Abū Bakrs Vorzug an und huldigte, mit dem zitierten Vorwurf im selben Atemzug. Eine Einmütigkeit, der die Tochter des Propheten (s.) und sein Vetter ein halbes Jahr fernblieben, ist keine Einmütigkeit. Sie ist das Ergebnis, das ʿAlī (as.) am Krankenbett befürchtet hatte: „geben sie uns die Menschen nach ihm niemals.“
Vollendete Tatsache statt Konsens
Dass er durch seine Verwandten geschützt und darum zu nichts gezwungen gewesen sei, sagt al-Haytamī; ʿAlī (as.) selbst sagte, man habe die Sache ohne ihn entschieden. Die Schia behauptet also nicht, die ganze Pilgerschaft von Ġadīr habe sich wissentlich widersetzt. Sie beruft sich auf ʿUmars eigene Beschreibung: Eile, Furcht vor dem Zerwürfnis, Widerspruch ʿAlīs und az-Zubayrs, dann die Huldigung der Auswanderer und nach ihnen der Anṣār. So entsteht eine vollendete Tatsache, kein geprüfter Konsens.
Belege
Einwand: al-Haytamī, B. 1, S. 112; Konsens „selbst von ʿAlī“: S. 110. Erwiderung: ʿUmars Bericht über Saqīfa, „Übereilung“ und Abū Bakrs Argument: al-Buḫārī Nr. 6830; Fāṭimas Zorn, Begräbnis, sechs Monate ohne Huldigung und ʿAlīs Worte an Abū Bakr: al-Buḫārī Nr. 4240; ʿAlī am Krankenbett: al-Buḫārī Nr. 4447.
Was bleibt
Keiner der acht Einwände hält der Prüfung an den sunnitischen Quellen selbst stand. Über einzelne Ketten wird weiter gestritten, etwa über as-Suyūṭīs Urteile zu den Offenbarungsberichten und zur Šūrā-Rede. An drei Befunden ändert das nichts.
Erstens: Der Gegner selbst erklärt den Ausspruch für authentisch, bezeugt von sechzehn beziehungsweise dreißig Gefährten.
Zweitens: Der Prophet (s.) hat Mawlā selbst erklärt, durch „mehr Anrecht auf sie als sie selbst“, die Formel der Autorität aus Sure 33:6, und Fassungen mit „nach mir“ stehen in sunnitischen Werken, wenn auch mit umstrittenen Ketten.
Drittens: ʿAlī (as.) und seine Zeitgenossen behandelten den Ausspruch als Anspruch auf die Führung, in der Šūrā, im Kalifat, in den Versen Ḥassāns und im Glückwunsch ʿUmars; und der Konsens, der ihm entgegengehalten wird, kam nach ʿUmars eigenem Bericht in Eile und gegen den Widerspruch ʿAlīs und az-Zubayrs zustande.
Wer Ġadīr auf Freundschaft verkleinert, muss gegen den Wortlaut, gegen die Einleitung, gegen die Zeugen und gegen ʿAlī (as.) selbst lesen.
Die vollständige Predigt aus al-Iḥtiǧāǧ
Hier folgt die vollständige lange Fassung aus al-Iḥtiǧāǧ von Abū Manṣūr Aḥmad b. ʿAlī aṭ-Ṭabarsī, überliefert von Imām al-Bāqir (as.). In der benutzten Ausgabe steht die Predigt auf S. 74–84. Auch ihre Überlieferungskette, die Vorgeschichte und der anschließende Bericht auf S. 70–84 werden wiedergegeben.
„Vollständig“ bezieht sich auf diese Quellenfassung. Die langen und kurzen Überlieferungen werden nicht zu einer neuen Rede zusammengesetzt. Die Existenz eines Textes in einer Quelle ist von der Bewertung seiner Überlieferungskette zu unterscheiden.
Die Textfassung beruht auf dem arabischen Digitaltext von al-Iḥtiǧāǧ; Textfolge und einzelne Lesarten wurden mit der Druckausgabe des Verlags aš-Šarīf ar-Raḍī (Qum, 1380 Š.) abgeglichen. Die Quellenangabe steht am Ende des Artikels.
Die Zwischenüberschriften dienen der Orientierung und gehören nicht zum überlieferten Wortlaut. Erzählende Einschübe sind als solche bezeichnet. Das arabische Original steht unmittelbar bei den jeweiligen Abschnitten. Qurʾān-Verweise führen zum jeweiligen Vers, wobei nur die tatsächlich zitierten Teile wiedergegeben werden.
Quelle und Textfassung · Dieselbe Fassung als Eintrag der Ḥadīṯ-Enzyklopädie
Überlieferungskette
Es überlieferte mir der Sayyid, der Gelehrte, der Gottesverehrer Abū Ǧaʿfar Mahdī Ibn Abī Ḥarb al-Ḥusainī al-Marʿašī, Gott habe Wohlgefallen an ihm. Er sagte: Es teilte uns aš-Šaiḫ Abū ʿAlī al-Ḥasan, der Sohn des glückseligen Šaiḫ Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. al-Ḥasan aṭ-Ṭūsī, mit, Gott habe Wohlgefallen an ihm. Er sagte: Es teilte mir der glückselige Šaiḫ, mein Vater Abū Ǧaʿfar, Gott heilige seine Seele, mit. Er sagte: Es teilte mir eine Gruppe mit, von Abū Muḥammad Hārūn b. Mūsā at-Talʿukbarī. Er sagte: Es teilte uns Abū ʿAlī Muḥammad b. Hammām mit. Er sagte: Es teilte uns ʿAlī as-Sūrī mit. Er sagte: Es teilte uns Abū Muḥammad al-ʿAlawī aus den Nachkommen al-Afṭas mit, und er war einer der rechtschaffenen Diener Gottes. Er sagte: Es erzählte uns Muḥammad b. Mūsā al-Hamdānī. Er sagte: Es erzählte uns Muḥammad b. Ḫālid aṭ-Ṭayālisī. Er sagte: Es erzählte uns Saif b. ʿUmaira und Ṣāliḥ b. ʿUqba, beide gemeinsam, von Qais b. Samʿān, von ʿAlqama b. Muḥammad al-Ḥaḍramī, von Abū Ǧaʿfar Muḥammad b. ʿAlī [Imām al-Bāqir] (as.). Er (as.) sagte:
حدثني السيد العالم العابد أبو جعفر مهدي ابن أبي حرب الحسيني المرعشي رضي الله عنه قال أخبرنا الشيخ أبو علي الحسن بن الشيخ السعيد أبي جعفر محمد بن الحسن الطوسي رضي الله عنه، قال أخبرني الشيخ السعيد الوالد أبو جعفر قدس الله روحه، قال أخبرني جماعة عن أبي محمد هارون بن موسى التلعكبري ، قال أخبرنا أبو علي محمد بن همام، قال أخبرنا علي السوري ، قال أخبرنا أبو محمد العلوي من ولد الأفطس - وكان من عباد الله الصالحين - قال حدثنا محمد بن موسى الهمداني ، قال حدثنا محمد بن خالد الطيالسي ، قال حدثنا سيف بن عميرة وصالح بن عقبة جميعا عن قيس بن سمعان عن علقمة بن محمد الحضرمي عن أبي جعفر محمد ابن علي عليه السلام أنه قال:
Die Vorgeschichte der Ansprache
Der Gesandte Gottes (s.) unternahm die Pilgerfahrt (ḥaǧǧ) von Medina aus, nachdem er seinem Volk alle Satzungen überbracht hatte außer der Pilgerfahrt und der Führerschaft (wilāya). Da kam Ǧibrāʾīl (Gabriel) (as.) zu ihm und sagte zu ihm: "Muḥammad, Gott, dessen Name erhaben ist, entbietet dir den Friedensgruß und sagt zu dir: 'Ich habe keinen Propheten unter meinen Propheten und keinen Gesandten unter meinen Gesandten abberufen, außer nachdem ich meine Religion vervollständigt und meinen Beweis (ḥuǧǧa) gefestigt hatte. Zwei Pflichten sind dir davon noch geblieben, die du deinem Volk überbringen musst: die Pflicht der Pilgerfahrt und die Pflicht der Führerschaft und der Nachfolge (ḫilāfa) nach dir. Denn ich habe meine Erde nie ohne einen Beweis gelassen und werde sie niemals ohne ihn lassen. Gott, dessen Lob erhaben ist, befiehlt dir, deinem Volk die Pilgerfahrt zu verkünden und selbst die Pilgerfahrt zu unternehmen, und mit dir soll pilgern, wer dazu einen Weg findet, von den Sesshaften, den Leuten der Randgebiete und den Beduinen. Und du sollst sie die Kennzeichen ihrer Pilgerfahrt lehren, so wie du sie ihr Gebet, ihre Almosensteuer und ihr Fasten gelehrt hast, und sie darüber auf dieselbe Weise unterrichten, wie du sie bei allem anderen, was du ihnen an Satzungen überbracht hast, unterrichtet hast.'"
Da rief der Ausrufer des Gesandten Gottes (s.) unter den Leuten aus: "Gebt acht! Der Gesandte Gottes will die Pilgerfahrt unternehmen und euch darin dasselbe lehren, was er euch von den Satzungen eurer Religion gelehrt hat, und euch darüber so unterrichten, wie er euch über das andere unterrichtet hat." Da brach er (s.) auf und die Leute zogen mit ihm hinaus. Sie horchten auf ihn, um zu sehen, was er tat, damit sie dasselbe täten. So pilgerte er mit ihnen und die Zahl derer, die mit dem Gesandten Gottes pilgerten, aus den Leuten von Medina, den Leuten der Randgebiete und den Beduinen, erreichte siebzigtausend Menschen oder mehr. Das entspricht ungefähr der Zahl der siebzigtausend Gefährten Mūsās (Moses), von denen der Treueid für Hārūn (Aaron) genommen wurde, die ihn aber brachen und dem Kalb und as-Sāmirī folgten. Ebenso nahm der Gesandte Gottes (s.) den Treueid für ʿAlī auf die Nachfolge entsprechend der Zahl der Gefährten Mūsās und sie brachen den Treueid und folgten dem Kalb und as-Sāmirī, Weise für Weise und Gleiches um Gleiches. Der Talbiya-Ruf riss zwischen Mekka und Medina nicht ab. Als er am Standplatz stand, kam Ǧibrāʾīl (as.) von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, zu ihm und sagte: "Muḥammad, Gott, der Mächtige und Erhabene, entbietet dir den Friedensgruß und sagt zu dir: 'Deine Frist und deine Zeit sind nahe herangekommen und ich werde dich vorausschicken zu dem, was unvermeidlich ist und wovor es kein Entrinnen gibt. So schließe deinen Bund, lege dein Vermächtnis vor und mache dich an das, was du an Wissen besitzt, an das Erbe der Wissenschaften der Propheten vor dir, an die Waffen, die Lade und alles, was du an Zeichen der Propheten hast, und übergib es deinem Testamentsvollstrecker und Nachfolger nach dir, meinem überzeugenden Beweis (ḥuǧǧa) gegen meine Schöpfung, ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.). Stelle ihn den Leuten als Wegzeichen (ʿalam) auf, erneuere seinen Bund, seine Verpflichtung und seinen Treueid und erinnere sie an das, was ich ihnen an Treueid, an meiner Verpflichtung, mit der ich sie verpflichtet habe, und an meinem Bund, den ich ihnen auferlegt habe, abgenommen habe, nämlich die Führerschaft (wilāya) meines Führers (walī), ihres Mawlā und des Mawlā jedes gläubigen Mannes und jeder gläubigen Frau, ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.). Denn ich habe keinen Propheten unter den Propheten abberufen, außer nachdem ich meine Religion und meinen Beweis vervollständigt und meine Gnade durch die Führerschaft meiner Vertrauten und die Feindschaft gegen meine Feinde vollendet hatte. Das ist die Vollkommenheit meiner Einheit (tawḥīd) und meiner Religion und die Vollendung meiner Gnade an meiner Schöpfung durch das Befolgen meines Führers und den Gehorsam ihm gegenüber. Denn ich lasse meine Erde nicht ohne Führer und Verwalter, damit er ein Beweis für mich gegen meine Schöpfung sei. So gilt: ﴾Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt, meine Gnade an euch vollendet und mit dem Islam als Religion für euch Wohlgefallen gefunden﴿ (5:3), durch die Führerschaft meines Führers und des Mawlā jedes gläubigen Mannes und jeder gläubigen Frau, ʿAlī, meines Dieners, des Testamentsvollstreckers meines Propheten und Nachfolgers nach ihm und meines überzeugenden Beweises gegen meine Schöpfung. Der Gehorsam ihm gegenüber ist mit dem Gehorsam gegenüber Muḥammad, meinem Propheten, verbunden und der Gehorsam ihm gegenüber ist zusammen mit dem Gehorsam gegenüber Muḥammad mit dem Gehorsam mir gegenüber verbunden. Wer ihm gehorcht, hat mir gehorcht und wer ihm den Gehorsam verweigert, hat mir den Gehorsam verweigert. Ich habe ihn zu einem Wegzeichen zwischen mir und meiner Schöpfung gemacht. Wer ihn kennt, ist ein Gläubiger und wer ihn verleugnet, ist gottlos. Wer seinem Treueid etwas beigesellt, ist ein Beigeseller (mušrik). Wer mir mit seiner Führerschaft begegnet, tritt ins Paradies ein und wer mir mit Feindschaft gegen ihn begegnet, tritt ins Feuer ein. So stelle, Muḥammad, ʿAlī als Wegzeichen auf, nimm von ihnen den Treueid und erneuere meinen Bund und meine Verpflichtung mit ihnen, mit der ich sie verpflichtet habe. Denn ich rufe dich zu mir ab und lasse dich vor mir erscheinen.'"
Da fürchtete der Gesandte Gottes (s.) von seinem Volk und den Leuten der Heuchelei und der Spaltung, dass sie sich zerstreuen und in eine Ǧāhiliyya (Zustand der Unwissenheit) zurückkehren würden, weil er ihre Feindschaft kannte und wusste, was ihre Seelen gegenüber ʿAlī an Feindschaft und Hass in sich bargen. Er bat Ǧibrāʾīl, seinen Herrn um den Schutz vor den Menschen zu bitten, und wartete darauf, dass Ǧibrāʾīl ihm von Gott, dessen Name erhaben ist, den Schutz vor den Menschen brächte. Er schob es auf, bis er die Moschee von al-Ḫaif erreichte. Dort kam Ǧibrāʾīl (as.) zu ihm in der Moschee von al-Ḫaif und befahl ihm, seinen Bund zu schließen und ʿAlī als Wegzeichen (ʿalam) für die Menschen aufzustellen, damit sie durch ihn rechtgeleitet würden. Den Schutz von Gott, dessen Majestät erhaben ist, brachte er ihm aber nicht in der Weise, wie er es wollte, bis er Kurāʿ al-Ġamīm zwischen Mekka und Medina erreichte. Dort kam Ǧibrāʾīl zu ihm und befahl ihm das, womit er schon zuvor von Gott zu ihm gekommen war, und brachte den Schutz nicht. Da sagte er: "Ǧibrāʾīl, ich fürchte, dass mein Volk mich der Lüge bezichtigt und mein Wort über ʿAlī (as.) nicht annimmt." [Da bat er Ǧibrāʾīl, wie er es gebeten hatte, um die Herabsendung des Verses des Schutzes, und dies schob es auf.] Dann brach er auf. Als er Ġadīr Ḫumm erreichte, drei Meilen vor al-Ǧuḥfa, kam Ǧibrāʾīl (as.) nach fünf Stunden des Tages zu ihm mit Tadel und Zurechtweisung und dem Schutz vor den Menschen und sagte: "Muḥammad, Gott, der Mächtige und Erhabene, entbietet dir den Friedensgruß und sagt zu dir: ﴾O du Gesandter, überbringe, was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist﴿ (5:67) über ʿAlī, ﴾und wenn du es nicht tust, hast du seine Botschaft nicht überbracht, und Gott schützt dich vor den Menschen﴿ (5:67)."
Die Ersten von ihnen waren nahe bei al-Ǧuḥfa. Da wurde ihm befohlen, die unter ihnen, die vorausgegangen waren, zurückzurufen und die, die zurückgeblieben waren, an diesem Ort festzuhalten, damit er ʿAlī als Wegzeichen (ʿalam) für die Menschen aufstellen und ihnen überbringen könne, was Gott, der Erhabene, über ʿAlī herabgesandt hatte. Und er teilte ihm mit, dass Gott, der Mächtige und Erhabene, ihn vor den Menschen geschützt habe. Als der Schutz zu ihm gekommen war, befahl der Gesandte Gottes einem Ausrufer, unter den Leuten das Gebet der Versammlung auszurufen, die Vorausgegangenen zurückzurufen und die Zurückgebliebenen festzuhalten. Er wich nach der rechten Seite des Weges neben die Moschee von al-Ġadīr aus. Ǧibrāʾīl hatte ihm dies von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, befohlen. An dem Ort standen Salam-Bäume (salamāt, eine Akazienart). Da befahl der Gesandte Gottes (s.), dass man das, was unter ihnen lag, wegfege und ihm Steine wie die Gestalt einer Kanzel aufschichte, damit er die Menschen überblicken könne. Die Leute kehrten zurück und ihre Letzten wurden an diesem Ort festgehalten und blieben dort unablässig. Dann stand der Gesandte Gottes (s.) oben auf diesen Steinen, lobte Gott, den Erhabenen, und pries ihn und sagte:
حج رسول الله صلى الله عليه وآله من المدينة وقد بلغ جميع الشرايع قومه غير الحج والولاية، فأتاه جبرئيل عليه السلام فقال له: يا محمد إن الله جل اسمه يقرئك السلام ويقول لك: إني لم أقبض نبيا من أنبيائي ولا رسولا من رسلي إلا بعد إكمال ديني وتأكيد حجتي، وقد بقي عليك من ذاك فريضتان مما تحتاج أن تبلغهما قومك: فريضة الحج، وفريضة الولاية والخلافة من بعدك، فإني لم أخل أرضي من حجة ولن أخليها أبدا، فإن الله جل ثناؤه يأمرك أن تبلغ قومك الحج وتحج ويحج معك من استطاع إليه سبيلا من أهل الحضر والأطراف والأعراب وتعلمهم من معالم حجهم مثل ما علمتهم من صلاتهم وزكاتهم وصيامهم وتوقفهم من ذلك علي مثال الذي أوقفتهم عليه من جميع ما بلغتهم من الشرائع.
فنادي منادي رسول الله صلى الله عليه وآله في الناس: ألا إن رسول الله يريد الحج وأن يعلمكم من ذلك مثل الذي علمكم من شرائع دينكم ويوقفكم من ذاك على ما أوقفكم عليه من غيره، فخرج صلى الله عليه وآله وخرج معه الناس واصغوا إليه لينظروا ما يصنع فيصنعوا مثله، فحج بهم وبلغ من حج مع رسول الله من أهل المدينة وأهل الأطراف والأعراب سبعين ألف إنسان أو يزيدون على نحو عدد أصحاب موسى السبعين ألف الذين أخذ عليهم بيعة هارون فنكثوا واتبعوا العجل والسامري، وكذلك أخذ رسول الله صلى الله عليه وآله البيعة لعلي بالخلافة على عدد أصحاب موسى فنكثوا البيعة واتبعوا العجل والسامري سنة بسنة ومثلا بمثل، واتصلت التلبية ما بين مكة والمدينة فلما وقف بالموقف أتاه جبرئيل عليه السلام عن الله عز وجل فقال: يا محمد إن الله عز وجل يقرئك السلام ويقول لك: إنه قد دنى أجلك ومدتك وأنا مستقدمك على ما لا بد منه ولا عنه محيص، فاعهد عهدك وقدم وصيتك واعمد إلى ما عندك من العلم وميراث علوم الأنبياء من قبلك والسلاح والتابوت وجميع ما عندك من آيات الأنبياء، فسلمه إلى وصيك وخليفتك من بعدك حجتي البالغة على خلقي علي بن أبي طالب عليه السلام، فأقمه للناس علما وجدد عهده وميثاقه وبيعته، وذكرهم ما أخذت عليهم من بيعتي وميثاقي الذي واثقتهم وعهدي الذي عهدت إليهم من ولاية وليي ومولاهم ومولى كل مؤمن ومؤمنة علي بن أبي طالب عليه السلام، فإني لم أقبض نبيا من الأنبياء إلا من بعد إكمال ديني وحجتي وإتمام نعمتي بولاية أوليائي ومعاداة أعدائي، وذلك كمال توحيدي وديني وإتمام نعمتي على خلقي باتباع وليي وطاعته، وذلك أني لا أترك أرضي بغير ولي ولا قيم ليكون حجة لي على خلقي، فالْيَوْمَ أَكْمَلْتُ لَكُمْ دِينَكُمْ وَأَتْمَمْتُ عَلَيْكُمْ نِعْمَتِي وَرَضِيتُ لَكُمُ الْإِسْلَامَ دِينًا بولاية وليي ومولى كل مؤمن ومؤمنة علي عبدي ووصي نبي والخليفة من بعده وحجتي البالغة على خلقي، مقرون طاعته بطاعة محمد نبيي ومقرون طاعته مع طاعة محمد بطاعتي، من أطاعه فقد أطاعني ومن عصاه فقد عصاني، جعلته علما بيني وبين خلقي، من عرفه كان مؤمنا ومن أنكره كان كافرا ومن أشرك بيعته كان مشركا ومن لقيني بولايته دخل الجنة، ومن لقيني بعداوته دخل النار، فأقم يا محمد عليا علما وخذ عليهم البيعة وجدد عهدي وميثاقي لهم الذي واثقتهم عليه، فإني قابضك إلي ومستقدمك علي.
فخشى رسول الله صلى الله عليه وآله من قومه وأهل النفاق والشقاق أن يتفرقوا ويرجعوا إلى جاهلية لما عرف من عداوتهم ولما ينطوي عليه أنفسهم لعلي من العداوة والبغضاء وسأل جبرئيل أن يسأل ربه العصمة من الناس وانتظر أن يأتيه جبرئيل بالعصمة من الناس عن الله جل اسمه، فأخر ذلك إلى أن بلغ مسجد الخيف ، فأتاه جبرئيل عليه السلام في مسجد الخيف فأمره بأن يعهد عهده ويقيم عليا علما للناس يهتدون به، ولم يأته بالعصمة من الله جل جلاله بالذي أراد حتى بلغ كراع الغميم بين مكة والمدينة، فأتاه جبرئيل وأمره بالذي أتاه فيه من قبل الله ولم يأته بالعصمة، فقال: يا جبرئيل إني أخشى قومي أن يكذبوني ولا يقبلوا قولي في علي عليه السلام [فسأل جبرئيل كما سأل بنزول آية العصمة فأخره ذلك] فرحل فلما بلغ غدير خم قبل الجحفة بثلاثة أميال أتاه جبرئيل عليه السلام على خمس ساعات مضت من النهار بالزجر والانتهار والعصمة من الناس فقال: يا محمد إن الله عز وجل يقرئك السلام ويقول لك " يَا أَيُّهَا الرَّسُولُ بَلِّغْ مَا أُنزِلَ إِلَيْكَ مِن رَّبِّكَ " في علي " وَإِن لَّمْ تَفْعَلْ فَمَا بَلَّغْتَ رِسَالَتَهُ وَاللَّهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ " .
وكان أوائلهم قريب من الجحفة، فأمر بأن يرد من تقدم منهم ويحبس من تأخر عنهم في ذلك المكان ليقيم عليا علما للناس ويبلغهم ما أنزل الله تعالى في علي وأخبره بأن الله عز وجل قد عصمه من الناس، فأمر رسول الله عندما جاءته العصمة مناديا ينادي في الناس بالصلاة جامعة ويرد من تقدم منهم ويحبس من تأخر وتنحى عن يمين الطريق إلى جنب مسجد الغدير أمره بذلك جبرئيل عن الله عز وجل، وكان في الموضع سلمات فأمر رسول الله صلى الله عليه وآله أن يقم ما تحتهن وينصب له حجارة كهيئة المنبر ليشرف على الناس، فتراجع الناس واحتبس أواخرهم في ذلك المكان لا يزالون، فقام رسول الله صلى الله عليه وآله فوق تلك الأحجار ثم حمد الله تعالى وأثنى عليه فقال:
Lobpreis Gottes und Auftrag zur Verkündigung
"Das Lob gehört Gott, der in seiner Einheit erhaben ist, in seiner Alleinheit nahe ist, in seiner Herrschaft groß ist und in seinen Säulen gewaltig ist. Er umfasst alles mit seinem Wissen, während er an seinem Ort ist, und hat alle Geschöpfe mit seiner Macht und seinem Beweis bezwungen. Er ist ruhmreich, war immer lobenswert und wird es immer sein, der Schöpfer der Hochgewölbten (Himmel) und der Ausbreiter der Ausgebreiteten (Erden), der Gewaltige über die Erden und die Himmel, der Heilige und Gepriesene, der Herr der Engel und des Geistes. Er ist huldvoll gegen alle, die er geschaffen hat, und ist gnädig gegen alle, die er hervorgebracht hat. Er blickt auf jedes Auge, während die Augen ihn nicht sehen. Er ist großzügig, nachsichtig und bedächtig. Seine Barmherzigkeit hat alles umfasst und er hat ihnen mit seiner Gnade Wohltaten erwiesen. Er eilt nicht mit seiner Rache und kommt ihnen nicht zuvor mit der Strafe, die sie verdient haben. Er hat die Geheimnisse verstanden und kennt das Innerste der Herzen. Das Verhüllte bleibt ihm nicht verborgen und das Unsichtbare ist ihm nicht undeutlich. Ihm gehört die Umfassung von allem, die Überlegenheit über alles, die Stärke in allem und die Macht über alles und nichts ist ihm gleich. Er ist der Hervorbringer der Sache, als es noch keine Sache gab, beständig und aufrecht in Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Mächtigen und Weisen. Er ist zu erhaben, als dass die Blicke ihn erfassen könnten, während er die Blicke erfasst, und er ist der Feinfühlige und Allkundige. Niemand erreicht seine Beschreibung durch Anschauung und niemand findet, wie er ist, weder im Verborgenen noch in der Öffentlichkeit, außer durch das, womit er, der Mächtige und Erhabene, auf sich selbst hingewiesen hat.
Und ich bezeuge, dass er Gott ist, dessen Heiligkeit die Zeit erfüllt hat und dessen Licht die Ewigkeit bedeckt, der seinen Befehl ohne Beratung eines Ratgebers durchsetzt, bei dem es keinen Teilhaber an der Bemessung gibt und keine Unstimmigkeit in der Lenkung. Er gestaltete, was er erschuf, ohne Vorbild und schuf, was er schuf, ohne Hilfe von irgendwem, ohne Mühe und ohne List. Er brachte es hervor und es wurde, er erschuf es und es trat deutlich hervor. So ist er Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der Vollkommene im Werk, der Schöne im Tun, der Gerechte, der kein Unrecht tut, und der Großzügigste, zu dem alle Angelegenheiten zurückkehren.
Und ich bezeuge, dass er es ist, vor dessen Macht sich alles demütigte und vor dessen Ehrfurcht gebietender Majestät alles unterwürfig wurde, der König der Könige, der die Himmelssphären kreisen lässt und Sonne und Mond dienstbar macht, jedes läuft auf eine bestimmte Frist hin. Er windet die Nacht um den Tag und windet den Tag um die Nacht, wobei es ihn eilig verfolgt. Er ist der Zerschmetterer jedes störrischen Tyrannen und der Vernichter jedes aufsässigen Teufels. Es gab neben ihm weder einen Gegner noch einen Ebenbürtigen. Er ist einer, der Undurchdringliche, er hat nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt und niemand ist ihm gleich. Er ist ein einziger Gott und ein ruhmvoller Herr. Er will und so geschieht es, er beabsichtigt und so verfügt er, er weiß und zählt auf, er lässt sterben und macht lebendig, er macht arm und reich, er lässt lachen und weinen, er verwehrt und gibt. Sein ist die Herrschaft und sein ist das Lob, in seiner Hand ist das Gute und er hat Macht über alles. Er lässt die Nacht in den Tag eindringen und den Tag in die Nacht. Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Mächtigen und Vergebenden. Er erhört das Gebet und gibt reichlich Gabe, er zählt die Atemzüge und ist der Herr der Ǧinn und der Menschen. Nichts ist ihm unklar, ihn verdrießt nicht das Schreien der Hilferufenden und das Drängen der Dringlichen macht ihn nicht überdrüssig. Er ist der Beschützer der Rechtschaffenen, der Beistand der Erfolgreichen und der Mawlā der Welten. Er hat von allen Geschöpfen verdient, dass sie ihm danken und ihn preisen. Ich preise ihn in Freude und Leid, in Not und Wohlstand. Ich glaube an ihn, an seine Engel, seine Bücher und seine Gesandten. Ich höre seinen Befehl, gehorche und beeile mich zu allem, womit er zufrieden ist, und unterwerfe mich seiner Entscheidung, aus dem Verlangen, ihm zu gehorchen, und aus Furcht vor seiner Strafe, denn er ist Gott, vor dessen List man nicht sicher ist und dessen Unrecht man nicht fürchtet. Ich bekenne ihm gegenüber an mir selbst die Dienerschaft und bezeuge ihm die Herrschaft (rubūbiyya). Und ich richte aus, was mir offenbart wurde, aus Sorge, es nicht zu tun, sodass mich von ihm ein Schlag träfe, den niemand von mir abwenden könnte, auch wenn die List dessen, der es versucht, groß wäre. Es gibt keinen Gott außer ihm. Denn er hat mich wissen lassen, dass ich seine Botschaft nicht überbracht habe, wenn ich nicht überbringe, was zu mir herabgesandt wurde, und er hat mir, gesegnet und erhaben ist er, den Schutz zugesichert. Er ist Gott, der Genügende, der Großzügige. Da wurde mir offenbart: Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen: ﴾O du Gesandter, überbringe, was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist﴿ (5:67) über ʿAlī [das heißt über die Nachfolge für ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.)], ﴾und wenn du es nicht tust, hast du seine Botschaft nicht überbracht, und Gott schützt dich vor den Menschen﴿ (5:67).
الحمد لله الذي علا في توحده، ودنا في تفرده، وجل في سلطانه، وعظم في أركانه، وأحاط بكل شئ علما وهو في مكانه، وقهر جميع الخلق بقدرته وبرهانه مجيدا لم يزل محمودا لا يزال، بارئ المسموكات وداحي المدحوات وجبار الأرضين والسماوات، قدوس سبوح رب الملائكة والروح، متفضل على جميع من برأه متطول على جميع من أنشأه، يلحظ كل عين والعيون لا تراه، كريم حليم ذو أناة، قد وسع كل شئ رحمته ومن عليهم بنعمته، لا يعجل بانتقامه ولا يبادر إليهم بما استحقوا من عذابه، قد فهم السرائر وعلم الضمائر، ولم تخف عليه المكنونات، ولا اشتبهت عليه الخفيات، له الإحاطة بكل شئ والغلبة على كل شئ والقوة في كل شئ والقدرة على كل شئ وليس مثله شئ، وهو منشئ الشئ حين لا شئ، دائم قائم بالقسط لا إله إلا هو العزيز الحكيم، جل عن أن تدركه الأبصار وهو يدرك الأبصار وهو اللطيف الخبير، لا يلحق أحد وصفه من معاينة، ولا يجد أحد كيف هو من سر وعلانية إلا بما دل عز وجل على نفسه.
وأشهد أنه الله الذي ملأ الدهر قدسه، والذي يغشى الأبد نوره، والذي ينفذ أمره بلا مشاورة مشير ولا معه شريك في تقدير ولا تفاوت في تدبير، صور ما أبدع على غير مثال وخلق ما خلق بلا معونة من أحد ولا تكلف ولا احتيال، أنشأها فكانت وبرأها فبانت، فهو الله الذي لا إله إلا هو المتقن الصنعة الحسن الصنيعة العدل الذي لا يجور والإكرم الذي ترجع إليه الأمور.
وأشهد أنه الذي تواضع كل شئ لقدرته وخضع كل شئ لهيبته ملك الأملاك ومفلك الأفلاك ومسخر الشمس والقمر كل يجري لأجل مسمى، يكور الليل على النهار ويكور النهار على الليل يطلبه حثيثا، قاصم كل جبار عنيد ومهلك كل شيطان مريد، لم يكن معه ضد ولا ند، أحد صمد لم يلد ولم يولد ولم يكن له كفوا أحد، إله واحد ورب ماجد يشاء فيمضي ويريد فيقضي ويعلم فيحصي ويميت ويحيي ويفقر ويغني ويضحك ويبكي ويمنع ويعطي، له الملك وله الحمد بيده الخير وهو على كل شئ قدير، يولج الليل في النهار ويولج النهار في الليل لا إله إلا هو العزيز الغفار، مجيب الدعاء ومجزل العطاء، محصي الأنفاس ورب الجنة والناس، لا يشكل عليه شئ ولا يضجره صراخ المستصرخين ولا يبرمه إلحاح الملحين، العاصم للصالحين والموفق للمفلحين ومولى العالمين، الذي استحق من كل من خلق أن يشكره ويحمده. أحمده على السراء والضراء والشدة والرخاء، وأؤمن به وبملائكته وكتبه ورسله، أسمع أمره وأطيع وأبادر إلى كل ما يرضاه واستسلم لقضائه رغبة في طاعته وخوفا من عقوبته، لأنه الله الذي لا يؤمن مكره ولا يخاف جوره، وأقر له على نفسي بالعبودية وأشهد له بالربوبية وأؤدي ما أوحي إلى حذرا من أن لا أفعل فتحل بي منه قارعة لا يدفعها عني أحد وإن عظمت حيلته لا إله إلا هو، لأنه قد أعلمني أني إن لم أبلغ ما أنزل إلي فما بلغت رسالته وقد ضمن لي تبارك وتعالى العصمة، وهو الله الكافي الكريم، فأوحي إلي: بسم الله الرحمن الرحيم " يَا أَيُّهَا الرَّسُولُ بَلِّغْ مَا أُنزِلَ إِلَيْكَ مِن رَّبِّكَ " في علي [يعني في الخلافة لعلي بن أبي طالب عليه السلام] " وَإِن لَّمْ تَفْعَلْ فَمَا بَلَّغْتَ رِسَالَتَهُ وَاللَّهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ ".
Der Auftrag und die Stellung ʿAlīs (as.)
Ihr Menschen! Ich habe nichts versäumt, das zu überbringen, was Gott, der Erhabene, mir herabgesandt hat. Und ich erkläre euch den Grund der Herabsendung dieses Verses: Ǧibrāʾīl (as.) kam dreimal zu mir herab und befahl mir von as-Salām, meinem Herrn, und er ist der Friede, mich an diesem Standort zu erheben und jeden Weißen und Schwarzen wissen zu lassen, dass ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) mein Bruder, mein Testamentsvollstrecker, mein Nachfolger und der Imām nach mir ist, dessen Stellung zu mir die Stellung Hārūns (Aarons) zu Mūsā (Moses) ist, nur dass es nach mir keinen Propheten gibt, und dass er euer Führer nach Gott und seinem Gesandten ist. Gott, gesegnet und erhaben ist er, hat mir dazu einen Vers aus seinem Buch herabgesandt: ﴾Euer Führer ist nur Gott und sein Gesandter und diejenigen, die glauben, die das Gebet verrichten und die Almosensteuer entrichten, während sie sich verneigen﴿ (5:55). Und ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) hat das Gebet verrichtet und die Almosensteuer gegeben, während er sich verneigte, in jedem Zustand nach Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, strebend.
Und ich bat Ǧibrāʾīl, für mich um Entbindung davon zu bitten, es euch zu überbringen, ihr Menschen, weil ich wusste, wie wenige die Gottesfürchtigen und wie zahlreich die Heuchler sind, und um die Arglist der Sünder und die Täuschung derer, die den Islam verspotten, die Gott in seinem Buch damit beschrieben hat, dass ﴾sie mit ihren Zungen sagen, was nicht in ihren Herzen ist﴿ (48:11), und es für gering halten, während es bei Gott gewaltig ist. Auch weil sie mich wiederholt kränkten, bis sie mich ein 'Ohr' (uḏun) nannten.
Und sie behaupteten, ich sei so wegen seiner häufigen Nähe zu mir und meiner Zuwendung zu ihm, bis Gott, der Mächtige und Erhabene, deswegen einen Qurʾān-Vers herabsandte: ﴾Und unter ihnen sind solche, die den Propheten kränken und sagen: 'Er ist ein Ohr.' Sag: 'Ein Ohr﴿ (9:61) für diejenigen, die behaupten, er sei ein Ohr, ﴾zum Guten für euch. Er glaubt an Gott und glaubt den Gläubigen'﴿ (9:61), usw..
Wenn ich sie bei ihren Namen nennen wollte, würde ich sie nennen und wenn ich auf sie in eigener Person hindeuten wollte, würde ich hindeuten und wenn ich auf sie hinweisen wollte, würde ich hinweisen. Aber, bei Gott, ich habe mich in ihren Angelegenheiten großzügig gezeigt. Und bei alldem ist Gott nur damit mit mir zufrieden, dass ich überbringe, was zu mir herabgesandt wurde." Dann rezitierte er (s.): ﴾O du Gesandter, überbringe, was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist﴿ (5:67) über ʿAlī, ﴾und wenn du es nicht tust, hast du seine Botschaft nicht überbracht, und Gott schützt dich vor den Menschen﴿ (5:67).
"So wisst, ihr Menschen: Gott hat ihn für euch als Führer und Imām eingesetzt, dem zu gehorchen den Auswanderern (muhāǧirūn) und den Helfern (anṣār) auferlegt ist und denen, die ihnen in Gutem folgen, dem Beduinen und dem Sesshaften, dem Nichtaraber und dem Araber, dem Freien und dem Sklaven, dem Kleinen und dem Großen, dem Weißen und dem Schwarzen und jedem Einheitsbekenner (muwaḥḥid). Sein Urteil gilt, sein Wort ist zulässig und sein Befehl wird vollstreckt. Verflucht ist, wer ihm widerspricht, begnadet, wer ihm folgt, und gläubig, wer ihm glaubt. Gott hat ihm vergeben und dem, der von ihm hörte und ihm gehorchte.
Ihr Menschen! Dies ist das letzte Mal, dass ich an diesem Standort stehe. So hört, gehorcht und fügt euch dem Befehl eures Herrn. Denn Gott, der Mächtige und Erhabene, ist euer Mawlā und euer Gott. Dann, unterhalb von ihm, ist Muḥammad (s.) euer Führer, der vor euch Stehende und zu euch Sprechende. Dann ist nach mir ʿAlī euer Führer und euer Imām auf den Befehl eures Herrn. Dann liegt das Imāmat in meiner Nachkommenschaft, unter seinen Nachkommen, bis zu dem Tag, an dem ihr Gott und seinem Gesandten begegnet. Nichts ist erlaubt außer dem, was Gott erlaubt hat, und nichts ist verboten außer dem, was Gott verboten hat. Er hat mich das Erlaubte und das Verbotene kennen lassen und ich habe ihm das übergeben, was mein Herr mich von seinem Buch, von seinem Erlaubten und seinem Verbotenen gelehrt hat.
Ihr Menschen! Es gibt kein Wissen, das Gott nicht in mir erfasst hätte, und jedes Wissen, das ich kenne, habe ich im Imām der Gottesfürchtigen erfasst. Es gibt kein Wissen, das ich nicht ʿAlī gelehrt hätte, und er ist der deutliche Imām (al-imām al-mubīn).
(معاشر الناس) ما قصرت في تبليغ ما أنزل الله تعالى إلى، وأنا مبين لكم سبب نزول هذه الآية: إن جبرئيل عليه السلام هبط إلي مرارا ثلاثا يأمرني عن السلام ربي وهو السلام أن أقوم في هذا المشهد فأعلم كل أبيض وأسود أن علي بن أبي طالب عليه السلام أخي ووصيي وخليفتي والإمام من بعدي، الذي محله مني محل هارون من موسى إلا أنه لا نبي بعدي وهو وليكم من بعد الله ورسوله، وقد أنزل الله تبارك وتعالى على بذلك آية من كتابه " إِنَّمَا وَلِيُّكُمُ اللَّهُ وَرَسُولُهُ وَالَّذِينَ آمَنُوا الَّذِينَ يُقِيمُونَ الصَّلَاةَ وَيُؤْتُونَ الزَّكَاةَ وَهُمْ رَاكِعُونَ " وعلي بن أبي طالب عليه السلام أقام الصلاة وآتى الزكاة وهو راكع يريد الله عز وجل في كل حال.
وسألت جبرئيل أن يستعفي لي عن تبليغ ذلك إليكم أيها الناس لعلمي بقلة المتقين وكثرة المنافقين وإدغال الآثمين وختل المستهزئين بالإسلام الذين وصفهم الله في كتابه بأنهم يَقُولُونَ بِأَلْسِنَتِهِم مَّا لَيْسَ فِي قُلُوبِهِمْ ويحسبونه هينا وهو عند الله عظيم، وكثرة أذاهم لي في غير مرة حتى سموني أذنا .
وزعموا أني كذلك لكثرة ملازمته إياي وإقبالي عليه، حتى أنزل الله عز وجل في ذلك قرآنا " وَمِنْهُمُ الَّذِينَ يُؤْذُونَ النَّبِيَّ وَيَقُولُونَ هُوَ أُذُنٌ قُلْ أُذُنُ " على الذين يزعمون أنه أذن " خَيْرٍ لَّكُمْ يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَيُؤْمِنُ لِلْمُؤْمِنِينَ " الآية .
ولو شئت أن أسمي بأسمائهم لسميت وأن أومى إليهم بأعيانهم لأومأت وأن أدل عليهم لدللت، ولكني والله في أمورهم قد تكرمت، وكل ذلك لا يرضى الله مني إلا أن أبلغ ما أنزل إلي، ثم تلا صلى الله عليه وآله " يَا أَيُّهَا الرَّسُولُ بَلِّغْ مَا أُنزِلَ إِلَيْكَ مِن رَّبِّكَ " في علي " وَإِن لَّمْ تَفْعَلْ فَمَا بَلَّغْتَ رِسَالَتَهُ وَاللَّهُ يَعْصِمُكَ مِنَ النَّاسِ ".
فاعلموا معاشر الناس أن الله قد نصبه لكم وليا وإماما مفترضا طاعته على المهاجرين والأنصار وعلى التابعين لهم بإحسان، وعلى البادي والحاضر وعلى الأعجمي والعربي والحر والمملوك والصغير والكبير وعلى الأبيض والأسود وعلى كل موحد ماض حكمه جائز قوله نافذ أمره، ملعون من خالفه مرحوم من تبعه مؤمن من صدقه، فقد غفر الله له ولمن سمع منه وأطاع له.
(معاشر الناس) إنه آخر مقام أقومه في هذا المشهد فاسمعوا وأطيعوا وانقادوا لأمر ربكم، فإن الله عز وجل هو مولاكم وإلهكم ثم من دونه محمد صلى الله عليه وآله وليكم القائم المخاطب لكم، ثم من بعدي علي وليكم وإمامكم بأمر ربكم، ثم الإمامة في ذريتي من ولده إلى يوم تلقون الله ورسوله، لا حلال إلا ما أحله الله ولا حرام إلا ما حرمه الله، عرفني الحلال والحرام وأنا أفضيت بما علمني ربي من كتابه وحلاله وحرامه إليه.
(معاشر الناس) ما من علم إلا وقد أحصاه الله في، وكل علم علمت فقد أحصيته في إمام المتقين، وما من علم إلا علمته عليا، وهو الإمام المبين.
Walāya, Qurʾān und die zwei Gewichtigen
Ihr Menschen, geht nicht von ihm weg in die Irre, flieht nicht vor ihm und überhebt euch nicht [und verschmäht nicht, ḫ. l.] gegenüber seiner Führerschaft (wilāya). Denn er ist es, der zur Wahrheit leitet und nach ihr handelt, der das Falsche vernichtet und davon abhält, und er scheut in Gottes Sache keinen Tadel eines Tadlers. Weiter: Gewiss, er ist der Erste, der an Gott und seinen Gesandten glaubte, und er ist es, der seinen Gesandten mit sich selbst auslöste (fadā), und er ist es, der mit dem Gesandten Gottes war, während kein anderer von den Männern außer ihm zusammen mit seinem Gesandten Gott verehrte.
Ihr Menschen, erkennt ihm den Vorrang zu, denn Gott hat ihm den Vorrang gegeben, und nehmt ihn an, denn Gott hat ihn eingesetzt.
Ihr Menschen, gewiss, er ist ein Imām von Gott und Gott wird sich keinem zuwenden, der seine Führerschaft (wilāya) verleugnet, und er wird ihm nicht vergeben. Es ist für Gott unabwendbar, dies mit dem zu tun, der seinem Befehl in Bezug auf ihn zuwiderhandelt, und ihn mit einer schweren, schrecklichen Strafe zu strafen, für immer und ewig, in alle Zeitläufe der Zeitläufe. So hütet euch davor, ihm zuwiderzuhandeln, sonst werdet ihr in einem Feuer brennen, ﴾dessen Brennstoff die Menschen und die Steine sind, bereitet für die Gottlosen﴿ (2:24).
O ihr Menschen, von mir, bei Gott, haben die früheren Propheten und Gesandten frohe Botschaft verkündet. Ich bin das Siegel der Propheten und Gesandten und der Beweis (ḥuǧǧa) gegen alle Geschöpfe unter den Bewohnern der Himmel und der Erden. Wer daran zweifelt, ist gottlos mit der Gottlosigkeit der ersten Ǧāhiliyya (Zeit der Unwissenheit). Und wer an irgendetwas von diesen meinen Worten zweifelt, hat an dem Ganzen davon gezweifelt und wer darin zweifelt, dem gehört das Feuer.
Ihr Menschen, Gott hat mich mit dieser Vorzüglichkeit beschenkt, als Gabe von ihm an mich und als Güte von ihm mir gegenüber. Es gibt keinen Gott außer ihm. Ihm gebührt von mir der Lobpreis für immer und ewig, in alle Zeitläufe der Zeitläufe, in jedem Zustand.
Ihr Menschen, erkennt ʿAlī den Vorrang zu, denn er ist der Vorzüglichste der Menschen nach mir, unter Männern und Frauen. Durch uns hat Gott die Versorgung herabgesandt und die Schöpfung blieb bestehen. Verflucht, verflucht, mit Zorn belegt, mit Zorn belegt ist, wer meine Worte hier zurückweist und ihnen nicht zustimmt. Wisst, Ǧibrāʾīl (Gabriel) hat mich von Gott, dem Erhabenen, darüber unterrichtet und sagt: 'Wer ʿAlī feind ist und ihn nicht zum Führer nimmt, auf dem liegen mein Fluch und mein Zorn.' ﴾So soll eine Seele darauf schauen, was sie für morgen vorausgeschickt hat﴿ (59:18), und fürchtet Gott, ihm zuwiderzuhandeln, sodass ﴾ein Fuß ausgleitet, nachdem er festen Stand hatte﴿ (16:94). ﴾Gewiss, Gott ist kundig dessen, was ihr tut﴿ (59:18).
Ihr Menschen, gewiss, er ist die Seite Gottes (ǧanb Allāh), die er in seinem Buch erwähnt hat. Der Erhabene sagte: ﴾Dass eine Seele sage: "O wehe mir wegen dessen, was ich in Bezug auf die Seite Gottes versäumt habe".﴿ (39:56)
Ihr Menschen, denkt über den Qurʾān nach und begreift seine Verse, schaut auf seine eindeutigen Stellen und folgt nicht seinem Mehrdeutigen. Denn bei Gott, seine Verwarnungen (zawāǧir) wird euch nur der erklären und seine Deutung euch nur der darlegen, dessen Hand ich ergreife und den ich zu mir hinaufführe – und dessen Oberarm ich hochhebe – und euch unterrichte: Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist dieser ʿAlī. Er ist ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.), mein Bruder und mein Testamentsvollstrecker, und die Gefolgschaft (muwālāt) zu ihm stammt von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, er hat sie auf mich herabgesandt.
Ihr Menschen, gewiss, ʿAlī und die Reinen unter meinen Nachkommen sind das kleinere Gewicht (aṯ-ṯaqal al-aṣġar) und der Qurʾān ist das größere Gewicht (aṯ-ṯaqal al-akbar). Jeder von beiden gibt Kunde über seinen Gefährten und stimmt mit ihm überein. Sie werden sich nicht trennen, bis sie zu mir ans Becken (ḥawḍ) gelangen. Sie sind die Treuhänder Gottes unter seinen Geschöpfen und seine Weisen auf seiner Erde. Wisst, ich habe es ausgerichtet. Wisst, ich habe es übermittelt. Wisst, ich habe es hören lassen. Wisst, ich habe es klargemacht. Wisst, Gott, der Mächtige und Erhabene, hat gesprochen und ich habe von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, gesprochen. Wisst, Amīr al-Muʾminīn ist niemand außer diesem meinem Bruder und die Befehlsgewalt über die Gläubigen ist nach mir für niemand anderen außer ihm erlaubt."
(معاشر الناس) لا تضلوا عنه ولا تنفروا منه ولا تستكبروا [ولا تستنكفوا خ ل] من ولايته، فهو الذي يهدي إلى الحق ويعمل به ويزهق الباطل وينهى عنه ولا تأخذه في الله لومة لائم. ثم إنه أول من آمن بالله ورسوله، وهو الذي فدى رسوله بنفسه وهو الذي كان مع رسول الله ولا أحد يعبد الله مع رسوله من الرجال غيره.
(معاشر الناس) فضلوه فقد فضله الله، واقبلوه فقد نصبه الله.
(معاشر الناس) إنه إمام من الله ولن يتوب الله على أحد أنكر ولايته، ولن يغفر الله له، حتما على الله أن يفعل ذلك بمن خالف أمره فيه وأن يعذبه عذابا شديدا نكرا أبد الآباد ودهر الدهور، فاحذروا أن تخالفوه فتصلوا نارا وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْحِجَارَةُ أُعِدَّتْ لِلْكَافِرِينَ.
(أيها الناس) بي والله بشر الأولون من النبيين والمرسلين، وأنا خاتم الأنبياء والمرسلين والحجة على جميع المخلوقين من أهل السماوات والأرضين، فمن شك في ذلك فهو كافر كفر الجاهلية الأولى، ومن شك في شئ من قولي هذا فقد شك في الكل منه، والشاك في ذلك فله النار.
(معاشر الناس) حباني الله بهذه الفضيلة منا منه علي وإحسانا منه إلي، ولا إله إلا هو، له الحمد مني أبد الآبدين ودهر الداهرين على كل حال.
(معاشر الناس) فضلوا عليا فإنه أفضل الناس بعدي من ذكر وأنثى، بنا أنزل الله الرزق وبقي الخلق، ملعون ملعون مغضوب مغضوب من رد على قولي هذا ولم يوافقه، ألا إن جبرئيل خبرني عن الله تعالى بذلك ويقول: " من عادى عليا ولم يتوله فعليه لعنتي وغضبي " فلْتَنظُرْ نَفْسٌ مَّا قَدَّمَتْ لِغَدٍ، واتقوا الله أن تخالفوه فَتَزِلَّ قَدَمٌ بَعْدَ ثُبُوتِهَا إِنَّ اللَّهَ خَبِيرٌ بِمَا تَعْمَلُونَ.
(معاشر الناس) إنه جنب الله الذي ذكر في كتابه فقال تعالى: " أَن تَقُولَ نَفْسٌ يَا حَسْرَتَى عَلَى مَا فَرَّطتُ فِي جَنبِ اللَّهِ " .
(معاشر الناس) تدبروا القرآن وافهموا آياته وانظروا إلى محكماته ولا تتبعوا متشابهه، فوالله لن يبين لكم زواجره ولا يوضح لكم تفسيره إلا الذي أنا آخذ بيده ومصعده إلى - وشائل بعضده - ومعلمكم إن من كنت مولاه فهذا علي مولاه، وهو علي بن أبي طالب عليه السلام أخي ووصيي، وموالاته من الله عز وجل أنزلها على.
(معاشر الناس) إن عليا والطيبين من ولدي هم الثقل الأصغر، والقرآن الثقل الأكبر، فكل واحد منبئ عن صاحبه وموافق له لن يفترقا حتى يردا على الحوض، هم أمناء الله في خلقه وحكماؤه في أرضه، ألا وقد أديت، ألا وقد بلغت ألا وقد أسمعت، ألا وقد أوضحت، ألا وإن الله عز وجل قال وأنا قلت عن الله عز وجل، ألا إنه ليس أمير المؤمنين غير أخي هذا ولا تحل إمرة المؤمنين بعدي لأحد غيره.
Die öffentliche Einsetzung ʿAlīs (as.)
Dann fasste er mit seiner Hand nach seinem Oberarm und hob ihn empor. Seit der Gesandte Gottes (s.) zuerst hinaufgestiegen war, hielt er ʿAlī emporgehoben, bis sein Fuß neben dem Knie des Gesandten Gottes (s.) war. Dann sagte er:
"Ihr Menschen, dies ist ʿAlī, mein Bruder, mein Testamentsvollstrecker, der Bewahrer meines Wissens und mein Nachfolger (ḫalīfa) über meine Gemeinde (umma) und über die Deutung des Buches Gottes, des Mächtigen und Erhabenen, der zu ihm ruft, der nach dem handelt, was ihm gefällt, der seine Feinde bekämpft, der im Gehorsam gegen ihn Treue hält und der von Ungehorsam gegen ihn abhält, der Nachfolger des Gesandten Gottes, Amīr al-Muʾminīn, der rechtleitende Imām und der Töter (qātil) der Vertragsbrecher (nākiṯīn), der Ungerechten (qāsiṭīn) und der Abtrünnigen (māriqīn) auf Befehl Gottes. Ich spreche, wobei das Wort bei mir nicht abgeändert wird, auf Befehl meines Herrn. Ich sage: O Gott, halte Treue zu dem, der ihm Treue hält, und sei Feind dessen, der ihm feind ist, verfluche den, der ihn verleugnet, und zürne dem, der sein Recht bestreitet. O Gott, du hast auf mich herabgesandt, dass das Imāmat nach mir ʿAlī zukommt, deinem Führer, bei meiner Darlegung dessen und meiner Einsetzung von ihm, mit der du deinen Dienern ihre Religion vollendet und deine Gnade an ihnen vollkommen gemacht und für sie den Islām als Religion für wohlgefällig befunden hast. Und du sagtest: ﴾Und wer eine andere Religion als den Islām sucht, von dem wird es nicht angenommen werden, und er gehört im Jenseits zu den Verlierern﴿ (3:85). O Gott, ich rufe dich zum Zeugen an und du genügst als Zeuge, dass ich es übermittelt habe.
Ihr Menschen, Gott, der Mächtige und Erhabene, hat eure Religion (dīn) nur durch sein Imāmat vollendet. Wer ihm nicht als Imām folgt und denen, die von meinen Nachkommen aus seinem Rücken (ṣulb) seine Stelle einnehmen, bis zum Tag der Auferstehung und der Vorführung vor Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, das sind die, deren Werke hinfällig geworden sind, und im Feuer, darin bleiben sie auf ewig. ﴾Die Strafe wird ihnen nicht erleichtert, und ihnen wird kein Aufschub gewährt﴿ (2:162).
Ihr Menschen, dies ist ʿAlī, der von euch, der mir am meisten beisteht, der den größten Anspruch auf mich hat, der mir am nächsten steht und mir am teuersten ist. Gott, der Mächtige und Erhabene, und ich sind mit ihm zufrieden. Kein Vers der Zufriedenheit wurde herabgesandt außer über ihn und Gott hat die Gläubigen nie angesprochen, ohne mit ihm zu beginnen, und kein Vers des Lobes im Qurʾān wurde herabgesandt außer über ihn. Und nur für ihn hat er in der Sūra 'Hal atā ʿalā l-insān' das Paradies bezeugt und er hat sie über keinen anderen herabgesandt und mit ihr hat er keinen anderen gelobt.
Ihr Menschen, er ist der Helfer der Religion Gottes und der Verteidiger für den Gesandten Gottes. Er ist der Gottesfürchtige, der Reine, der Rechtleitende, der Rechtgeleitete. Euer Prophet ist der beste Prophet, euer Testamentsvollstrecker der beste Testamentsvollstrecker und seine Söhne sind die besten der Testamentsvollstrecker.
Ihr Menschen, die Nachkommenschaft eines jeden Propheten stammt aus seinem Rücken (ṣulb) und meine Nachkommenschaft stammt aus dem Rücken ʿAlīs.
Ihr Menschen, gewiss, Iblīs hat Ādam (Adam) aus dem Paradies vertrieben durch den Neid. So beneidet ihn nicht, sonst werden eure Werke hinfällig und eure Füße gleiten aus. Denn Ādam (Adam) wurde wegen einer einzigen Verfehlung auf die Erde hinabgesandt und er ist der Auserwählte Gottes, des Mächtigen und Erhabenen. Und wie wird es dann euch ergehen, wo ihr doch ihr seid und unter euch Feinde Gottes sind? Wisst, gewiss hasst nur ein Unseliger ʿAlī, nur ein Gottesfürchtiger nimmt ʿAlī zum Führer und nur ein aufrichtiger Gläubiger glaubt an ihn. Und über ʿAlī, bei Gott, wurde die Sūra al-ʿAṣr herabgesandt: 'Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen. ﴾Bei der Zeit! Gewiss, der Mensch ist wahrlich im Verlust﴿ (103:1–2)' bis zu ihrem Ende.
Ihr Menschen, ich habe Gott zum Zeugen angerufen und euch meine Botschaft überbracht. ﴾Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Übermittlung﴿ (24:54).
ثم ضرب بيده إلى عضده فرفعه، وكان منذ أول ما صعد رسول الله صلى الله عليه وآله شال عليا حتى صارت رجله مع ركبة رسول الله صلى الله عليه وآله، ثم قال:
(معاشر الناس) هذا علي أخي ووصيي وواعي علمي وخليفتي على أمتي وعلى تفسير كتاب الله عز وجل والداعي إليه والعامل بما يرضاه والمحارب لأعدائه والموالي على طاعته والناهي عن معصيته خليفة رسول الله وأمير المؤمنين والإمام الهادي وقاتل الناكثين والقاسطين والمارقين بأمر الله، أقول مَا يُبَدَّلُ الْقَوْلُ لَدَيَّ بأمر ربي، أقول: اللهم وال من والاه وعاد من عاداه والعن من أنكره واغضب على من جحد حقه، اللهم إنك أنزلت علي أن الإمامة بعدي لعلي وليك عند تبياني ذلك ونصبي إياه بما أكملت لعبادك من دينهم وأتممت عليهم بنعمتك ورضيت لهم الإسلام دينا، فقلت: " وَمَن يَبْتَغِ غَيْرَ الْإِسْلَامِ دِينًا فَلَن يُقْبَلَ مِنْهُ وَهُوَ فِي الْآخِرَةِ مِنَ الْخَاسِرِينَ " اللهم إني أشهدك وكفى بك شهيدا أني قد بلغت.
(معاشر الناس) إنما أكمل الله عز وجل دينكم بإمامته، فمن لم يأتم به وبمن يقوم مقامه من ولدي من صلبه إلى يوم القيامة والعرض على الله عز وجل فأولئك الذين حبطت أعمالهم وفي النار هم فيها خالدون، لَا يُخَفَّفُ عَنْهُمُ الْعَذَابُ وَلَاهُمْ يُنظَرُونَ.
(معاشر الناس) هذا علي أنصركم لي وأحقكم بي وأقربكم إلي وأعزكم علي، والله عز وجل وأنا عنه راضيان، وما نزلت آية رضى إلا فيه، وما خاطب الله الذين آمنوا إلا بدأ به، ولا نزلت آية مدح في القرآن إلا فيه، ولا شهد بالجنة في هل أتى على الإنسان إلا له، ولا أنزلها في سواه، ولا مدح بها غيره.
(معاشر الناس) هو ناصر دين الله والمجادل عن رسول الله، وهو التقي النقي الهادي المهدي، نبيكم خير نبي ووصيكم خير وصي وبنوه خير الأوصياء.
(معاشر الناس) ذرية كل نبي من صلبه وذريتي من صلب علي.
(معاشر الناس) إن إبليس أخرج آدم من الجنة بالحسد، فلا تحسدوه فتحبط أعمالكم وتزل أقدامكم، فإن آدم أهبط إلى الأرض بخطيئة واحدة وهو صفوة الله عز وجل وكيف بكم وأنتم أنتم ومنكم أعداء الله، ألا إنه لا يبغض عليا إلا شقي ولا يتوالى عليا إلا تقي ولا يؤمن به إلا مؤمن مخلص، وفي علي والله نزلت سورة العصر " بسم الله الرحمن الرحيم. وَالْعَصْرِ إِنَّ الْإِنسَانَ لَفِي خُسْرٍ " إلى آخرها.
(معاشر الناس) قد استشهدت الله وبلغتكم رسالتي، وَمَا عَلَى الرَّسُولِ إِلَّا الْبَلَاغُ الْمُبِينُ.
Mahnung, Verantwortung und Weitergabe
Ihr Menschen! ﴾Fürchtet Gott, wie es ihm gebührt, gefürchtet zu werden, und sterbt auf keinen Fall, außer als Muslime.﴿ (3:102)
Ihr Menschen! Glaubt an Gott und an seinen Gesandten und an das Licht, das mit ihm herabgesandt wurde, ﴾bevor wir Gesichter auslöschen und sie auf ihre Hinterseiten zurückwenden﴿ (4:47).
Ihr Menschen! Das Licht ist von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, in mir geleitet (maslūk), dann in ʿAlī, dann in der Nachkommenschaft von ihm bis zum Qāʾim al-Mahdī, der das Recht Gottes und jedes Recht, das uns gehört, einfordert, denn Gott, der Mächtige und Erhabene, hat uns zum Beweis (ḥuǧǧa) gemacht gegen die Nachlässigen, die Widerspenstigen, die Gegner, die Verräter, die Sünder und die Ungerechten unter allen Welten.
Ihr Menschen! Ich warne euch: Ich bin der Gesandte Gottes. Vor mir sind die Gesandten dahingegangen. Wenn ich nun sterbe oder getötet werde, ﴾kehrt ihr dann auf euren Fersen um? Und wer auf seinen Fersen umkehrt, wird Gott keinerlei Schaden zufügen. Und Gott wird die Dankbaren belohnen.﴿ (3:144) Wisst, gewiss, ʿAlī ist der, der durch Geduld (ṣabr) und Dankbarkeit (šukr) beschrieben ist, und danach meine Kinder aus seinem Rücken (ṣulb).
Ihr Menschen! Haltet Gott nicht euren Islam als Gunst vor, sodass er euch zürnt und euch mit einer Strafe von sich aus trifft. Gewiss, er ist auf der Lauer. Ihr Menschen! Gewiss, nach mir wird es Folgendes geben: ﴾Imāme, die zum Feuer rufen, und am Tag der Auferstehung wird ihnen nicht geholfen werden﴿ (28:41).
Ihr Menschen! Gewiss, Gott und ich sind frei von ihnen (bariʾān).
Ihr Menschen! Gewiss, sie und ihre Helfer, ihre Anhänger und ihre Gefolgsleute sind ﴾in der untersten Stufe des Feuers﴿ (4:145), und schlimm ist wahrlich der Aufenthaltsort der Hochmütigen. Wisst, gewiss, sie sind die Leute des Schriftstücks (ṣaḥīfa). So soll jeder von euch in sein Schriftstück schauen."
Er [der Überliefernde] sagte: "Die Angelegenheit des Schriftstücks (ṣaḥīfa) entging den Leuten, bis auf eine kleine Schar von ihnen."
"Ihr Menschen! Ich hinterlasse sie als Imāmat (imāma) und Erbfolge (wirāṯa) in meiner Nachkommenschaft bis zum Tag der Auferstehung. Und ich habe überbracht, was zu überbringen mir befohlen wurde, als Beweis (ḥuǧǧa) gegen jeden Anwesenden und Abwesenden und gegen jeden Einzelnen, der zugegen war oder nicht zugegen war, der geboren wurde oder nicht geboren wurde. So soll der Anwesende es dem Abwesenden überbringen und der Vater dem Kind, bis zum Tag der Auferstehung. Und sie werden es zu einer Königsherrschaft und Aneignung machen. Wisst, Gottes Fluch auf die Usurpatoren und die, die sich widerrechtlich aneignen! Und dann ﴾werden wir uns euch zuwenden, ihr beiden gewichtigen Wesenheiten (aṯ-ṯaqalān)﴿ (55:31), so wird ﴾auf euch beide eine Flamme aus Feuer und Kupfer (nuḥās) gesandt, und ihr werdet euch nicht helfen können﴿ (55:35).
Ihr Menschen! Gewiss, Gott, der Mächtige und Erhabene, wollte euch nicht ﴾bei dem belassen, was ihr jetzt seid, bis er das Schlechte vom Guten scheidet﴿ (3:179). ﴾Und Gott wollte euch nicht in das Verborgene (ġayb) einweihen.﴿ (3:179)
Ihr Menschen! Gewiss, es gibt keine Ortschaft, die Gott nicht wegen ihrer Verleugnung vernichtet. So vernichtet er die Ortschaften, während sie ungerecht sind, wie Gott, der Erhabene, erwähnt hat. Und dies ist ʿAlī, euer Imām und euer Führer (walī), und er ist die Verheißungen Gottes und Gott erfüllt, was er verheißen hat.
Ihr Menschen! Vor euch gingen die meisten der Früheren in die Irre. Bei Gott, er hat die Früheren vernichtet und er ist es, der die Späteren vernichten wird. Gott, der Erhabene, sagte: ﴾Haben wir nicht die Früheren vernichtet?﴿ (77:16) ﴾Dann lassen wir ihnen die Späteren folgen﴿ (77:17)
Ihr Menschen! Gewiss, Gott hat mir geboten und mir verboten und ich habe ʿAlī geboten und ihm verboten. So kennt er Gebot und Verbot von seinem Herrn, dem Mächtigen und Erhabenen. Hört auf sein Gebot, dann bleibt ihr unversehrt und gehorcht ihm, dann werdet ihr rechtgeleitet und haltet euch an sein Verbot, dann geht ihr den rechten Weg. Wendet euch dem zu, was er will, und die Wege sollen euch nicht auseinanderführen von seinem Weg.
(معاشر الناس) اتَّقُوا اللَّهَ حَقَّ تُقَاتِهِ، وَلَا تَمُوتُنَّ إِلَّا وَأَنتُم مُّسْلِمُونَ.
(معاشر الناس) آمنوا بالله ورسوله والنور الذي أنزل معه مِّن قَبْلِ أَن نَّطْمِسَ وُجُوهًا فَنَرُدَّهَا عَلَى أَدْبَارِهَا.
(معاشر الناس) النور من الله عز وجل في مسلوك ثم في علي ثم في النسل منه إلى القائم المهدي الذي يأخذ بحق الله وبكل حق هو لنا، لأن الله عز وجل قد جعلنا حجة على المقصرين والمعاندين والمخالفين والخائنين والآثمين والظالمين من جميع العالمين.
(معاشر الناس) أنذركم أني رسول الله قد خلت من قبلي الرسل أفإن مت أو قتلت انقَلَبْتُمْ عَلَى أَعْقَابِكُمْ وَمَن يَنقَلِبْ عَلَى عَقِبَيْهِ فَلَن يَضُرَّ اللَّهَ شَيْئًا وَسَيَجْزِي اللَّهُ الشَّاكِرِينَ، ألا وإن عليا هو الموصوف بالصبر والشكر ثم من بعده ولدي من صلبه.
(معاشر الناس) لا تمنوا على الله إسلامكم فيسخط عليكم ويصيبكم بعذاب من عنده إنه لبالمرصاد. (معاشر الناس) إنه سيكون من بعدي أَئِمَّةً يَدْعُونَ إِلَى النَّارِ وَيَوْمَ الْقِيَامَةِ لَا يُنصَرُونَ.
(معاشر الناس) إن الله وأنا بريئان منهم.
(معاشر الناس) إنهم وأنصارهم وأتباعهم وأشياعهم فِي الدَّرْكِ الْأَسْفَلِ مِنَ النَّارِ ولبئس مثوى المتكبرين، ألا إنهم أصحاب الصحيفة فلينظر أحدكم في صحيفته.
قال: فذهب على الناس إلا شرذمة منهم أمر الصحيفة.
(معاشر الناس) إني أدعها إمامة ووراثة في عقبى إلى يوم القيامة، وقد بلغت ما أمرت بتبليغه حجة على كل حاضر وغائب وعلى كل أحد ممن شهد أو لم يشهد ولد أو لم يولد، فليبلغ الحاضر الغائب والوالد الولد إلى يوم القيامة، وسيجعلونها ملكا واغتصابا، ألا لعن الله الغاصبين والمغتصبين، وعندها سَنَفْرُغُ لَكُمْ أَيُّهَا الثَّقَلَانِ فيُرْسَلُ عَلَيْكُمَا شُوَاظٌ مِّن نَّارٍ وَنُحَاسٌ فَلَا تَنتَصِرَانِ.
(معاشر الناس) إن الله عز وجل لم يكن يذركم عَلَى مَا أَنتُمْ عَلَيْهِ حَتَّى يَمِيزَ الْخَبِيثَ مِنَ الطَّيِّبِ، وَمَا كَانَ اللَّهُ لِيُطْلِعَكُمْ عَلَى الْغَيْبِ.
(معاشر الناس) إنه ما من قرية إلا والله مهلكها بتكذيبها، وكذلك يهلك القرى وهي ظالمة كما ذكر الله تعالى، وهذا علي إمامكم ووليكم وهو مواعيد الله والله يصدق ما وعده.
(معاشر الناس) قد ضل قبلكم أكثر الأولين، والله لقد أهلك الأولين وهو مهلك الآخرين، قال الله تعالى: " أَلَمْ نُهْلِكِ الْأَوَّلِينَ. ثُمَّ نُتْبِعُهُمُ الْآخِرِينَ.
كَذَلِكَ نَفْعَلُ بِالْمُجْرِمِينَ. وَيْلٌ يَوْمَئِذٍ لِّلْمُكَذِّبِينَ " .
(معاشر الناس) إن الله قد أمرني ونهاني، وقد أمرت عليا ونهيته، فعلم الأمر والنهي من ربه عز وجل، فاسمعوا لأمره تسلموا، وأطيعوه تهتدوا، وانتهوا لنهيه ترشدوا، وصيروا إلى مراده ولا تتفرق بكم السبل عن سبيله.
Rechtleitung und al-Qāʾim al-Mahdī
Ihr Menschen! Ich bin der gerade Weg (ṣirāṭ) Gottes, dessen Befolgung er euch geboten hat, dann ʿAlī nach mir, dann meine Kinder aus seinem Rücken (ṣulb), Imāme, die zur Wahrheit (ḥaqq) führen und mit ihr gerecht handeln." Dann rezitierte er "﴾Das Lob gehört Gott, dem Herrn der Welten﴿ (1:2)" bis zu ihrem Ende und sagte: "Über mich ist sie herabgesandt worden und über sie ist sie herabgesandt worden und für sie gilt sie allgemein und auf sie ist sie ausschließlich bezogen. Das sind die Vertrauten Gottes (awliyāʾ), ﴾keine Furcht soll über sie kommen, und sie werden nicht traurig sein﴿ (10:62). Wisst, ﴾die Partei Gottes, sie sind die Siegreichen﴿ (5:56). Wisst, gewiss, die Feinde ʿAlīs sind die Leute des Zwiespalts (šiqāq) und der Heuchelei (nifāq) und die, die sich widersetzen (al-ḥādūn), und sie sind die Feindseligen (al-ʿādūn) und die Brüder der Satane, die ﴾einander verzierte Rede als Trug eingeben﴿ (6:112). Wisst, gewiss, ihre Vertrauten (awliyāʾ) sind die, die Gott in seinem Buch erwähnt hat, indem er, der Mächtige und Erhabene, sagte: '﴾Du findest kein Volk, das an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und dabei denen Zuneigung erweist, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen﴿ (58:22)' bis zum Ende des Verses. Wisst, gewiss, ihre Vertrauten sind die, die Gott, der Mächtige und Erhabene, beschrieben hat, indem er sagte: '﴾Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Unrecht vermengen, ihnen gehört die Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.﴿ (6:82)' Wisst, gewiss, ihre Vertrauten sind die, die Gott, der Mächtige und Erhabene, beschrieben hat, und er sagte: Die in das Paradies eintreten in Sicherheit, die Engel empfangen sie mit Friedensgruß: Wenn ihr gut seid, so tretet ein, ewig bleibend. Wisst, gewiss, ihre Vertrauten sind die, zu denen Gott, der Mächtige und Erhabene, sagte: Sie treten ohne Abrechnung in das Paradies ein. Wisst, gewiss, ihre Feinde werden in einer Feuerlohe (saʿīr) brennen. Wisst, gewiss, ihre Feinde sind die, die von Ǧahannam her ein Röcheln (šahīq) hören, während sie aufwallt, und sie hat ein Fauchen (zafīr). Wisst, gewiss, ihre Feinde sind die, über die Gott sagte: '﴾Sooft eine Gemeinschaft eintrat, verfluchte sie ihre Schwester﴿ (7:38)', der Vers. Wisst, gewiss, ihre Feinde sind die, über die Gott, der Mächtige und Erhabene, sagte: '﴾Sooft eine Schar hineingeworfen wurde, fragten ihre Wächter sie: "Ist denn kein Warner zu euch gekommen?"﴿ (67:8) ﴾Sie sagten: "Doch, ein Warner ist zu uns gekommen, aber wir hielten ihn für einen Lügner, und wir sagten: Gott hat nichts herabgesandt, ihr seid nur in großer Verirrung."﴿ (67:9)' Wisst, gewiss, ihre Vertrauten sind die, ﴾die ihren Herrn im Verborgenen (ġayb) fürchten, ihnen gehört Vergebung und großer Lohn﴿ (67:12).
Ihr Menschen! Wie weit liegen die Feuerlohe (saʿīr) und das Paradies auseinander! Unser Feind ist der, den Gott getadelt und verflucht hat, und unser Vertrauter (walī) ist der, den Gott gelobt und geliebt hat.
Ihr Menschen! Wisst, ich bin ein Warner (munḏir) und ʿAlī ein Rechtleiter (hādin).
Ihr Menschen! Gewiss, ich bin ein Prophet und ʿAlī ein Testamentsvollstrecker (waṣī). Wisst, gewiss ist der Abschluss der Imāme (ḫātam al-aʾimma) von uns, al-Qāʾim al-Mahdī. Wisst, gewiss ist er der über die Religion Obsiegende. Wisst, gewiss ist er der, der sich an den Unrecht Tuenden rächt. Wisst, gewiss ist er der Eroberer der Festungen und ihr Zerstörer. Wisst, gewiss ist er der Töter jedes Stammes unter den Leuten der Beigesellung (širk). Wisst, gewiss ist er der, der jede Blutrache für die Vertrauten Gottes (awliyāʾ Allāh) einholt. Wisst, gewiss ist er der Helfer der Religion Gottes. Wisst, gewiss ist er der Schöpfende aus einem tiefen Meer. Wisst, gewiss ist er der, der jeden Besitzer von Vorzug mit seinem Vorzug und jeden Besitzer von Unwissenheit mit seiner Unwissenheit kennzeichnet. Wisst, gewiss ist er der Erwählte Gottes (ḫiyara) und sein Auserkorener. Wisst, gewiss ist er der Erbe jedes Wissens und der es Umfassende. Wisst, gewiss ist er der, der von seinem Herrn, dem Mächtigen und Erhabenen, Kunde gibt und auf die Sache seines Glaubens aufmerksam macht. Wisst, gewiss ist er der Rechtgeleitete und Zielsichere (ar-rašīd as-sadīd). Wisst, gewiss ist er der, dem alles übertragen ist (al-mufawwaḍ ilayhi). Wisst, gewiss, die vor ihm Vorangegangenen haben ihn angekündigt. Wisst, gewiss ist er der als Beweis (ḥuǧǧa) Bleibende und es gibt keinen Beweis nach ihm und kein Recht außer mit ihm und kein Licht außer bei ihm. Wisst, gewiss hat er keinen Bezwinger und keiner wird gegen ihn unterstützt. Wisst, gewiss ist er der Führer Gottes auf seiner Erde, sein Richter (ḥakam) unter seinen Geschöpfen und sein Vertrauter in seinem Verborgenen und Offenen. Ihr Menschen! Ich habe es euch dargelegt und euch verständlich gemacht und dieser ʿAlī wird es euch nach mir verständlich machen. Wisst, gewiss werde ich euch am Ende meiner Predigt dazu aufrufen, mir den Handschlag (muṣāfaqa) auf seinen Treueeid (bayʿa) und das Bekenntnis zu ihm zu geben, danach ihm nach mir den Handschlag zu geben. Wisst, ich habe Gott den Treueeid geleistet und ʿAlī hat mir den Treueeid geleistet und ich nehme euch für ihn von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, in den Treueeid: ﴾Wer bricht, der bricht nur zu seinen eigenen Lasten﴿ (48:10), [der Vers].
(معاشر الناس) أنا صراط الله المستقيم الذي أمركم باتباعه ثم علي من بعدي ثم ولدي من صلبه أئمة يهدون إلى الحق وبه يعدلون، ثم قرأ " الْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ " إلى آخرها وقال: في نزلت وفيهم نزلت ولهم عمت وإياهم خصت، أولئك أولياء الله لَا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ، ألا إن حِزْبَ اللَّهِ هُمُ الْغَالِبُونَ، ألا إن أعداء علي هم أهل الشقاق والنفاق والحادون وهم العادون وإخوان الشياطين الذين يُوحِي بَعْضُهُمْ إِلَى بَعْضٍ زُخْرُفَ الْقَوْلِ غُرُورًا، ألا إن أولياءهم الذين ذكرهم الله في كتابه فقال عز وجل " لَّا تَجِدُ قَوْمًا يُؤْمِنُونَ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ يُوَادُّونَ مَنْ حَادَّ اللَّهَ وَرَسُولَهُ " إلى آخر الآية، ألا إن أولياءهم الذين وصفهم الله عز وجل فقال: " الَّذِينَ آمَنُوا وَلَمْ يَلْبِسُوا إِيمَانَهُم بِظُلْمٍ أُولَئِكَ لَهُمُ الْأَمْنُ وَهُم مُّهْتَدُونَ " ألا إن أولياءهم الذين وصفهم الله عز وجل فقال الذين يدخلون الجنة آمنين تتلقاهم الملائكة بالتسليم إن طبتم فادخلوها خالدين ، ألا إن أولياءهم الذين قال لهم الله عز وجل: يدخلون الجنة بغير حساب ، ألا إن أعداءهم يصلون سعيرا ، ألا إن أعداءهم الذين يسمعون لجهنم شهيقا وهي تفور ولها زفير ، ألا إن أعداءهم الذين قال الله فيهم: " كُلَّمَا دَخَلَتْ أُمَّةٌ لَّعَنَتْ أُخْتَهَا " الآية، ألا إن أعداءهم الذين قال الله عز وجل: " كُلَّمَا أُلْقِيَ فِيهَا فَوْجٌ سَأَلَهُمْ خَزَنَتُهَا أَلَمْ يَأْتِكُمْ نَذِيرٌ. قَالُوا بَلَى قَدْ جَائَنَا نَذِيرٌ فَكَذَّبْنَا وَقُلْنَا مَا نَزَّلَ اللَّهُ مِن شَئٍ إِنْ أَنتُمْ إِلَّا فِي ضَلَالٍ كَبِيرٍ " ألا إن أولياءهم الَّذِينَ يَخْشَوْنَ رَبَّهُم بِالْغَيْبِ لَهُم مَّغْفِرَةٌ وَأَجْرٌ كَبِيرٌ.
(معاشر الناس) شتان ما بين السعير والجنة، عدونا من ذمه الله ولعنه وولينا من مدحه الله وأحبه.
(معاشر الناس) ألا وإني منذر وعلي هاد.
(معاشر الناس) إني نبي وعلي وصي، ألا إن خاتم الأئمة منا القائم المهدي ألا إنه الظاهر على الدين، ألا إنه المنتقم من الظالمين، ألا إنه فاتح الحصون وهادمها ألا إنه قاتل كل قبيلة من أهل الشرك، ألا إنه مدرك بكل ثأر لأولياء الله، ألا إنه الناصر لدين الله، ألا إنه الغراف في بحر عميق، ألا إنه يسم كل ذي فضل بفضله وكل ذي جهل بجهله، ألا إنه خيرة الله ومختاره، ألا إنه وارث كل علم والمحيط به، ألا إنه المخبر عن ربه عز وجل والمنبه بأمر إيمانه، ألا إنه الرشيد السديد، ألا إنه المفوض إليه، ألا إنه قد بشر من سلف بين يديه، ألا إنه الباقي حجة ولا حجة بعده ولاحق إلا معه ولا نور إلا عنده، ألا إنه لا غالب له ولا منصور عليه، ألا وإنه ولي الله في أرضه وحكمه في خلقه وأمينه في سره وعلانيته (معاشر الناس) قد بينت لكم وأفهمتكم، وهذا علي يفهمكم بعدي، ألا وإني عند انقضاء خطبتي أدعوكم إلى مصافقتي على بيعته والإقرار به ثم مصافقته بعدي، ألا وإني قد بايعت الله وعلي قد بايعني وأنا آخذكم بالبيعة له عن الله عز وجل " فَمَن نَّكَثَ فَإِنَّمَا يَنكُثُ عَلَى نَفْسِهِ " الآية.
Wallfahrt, Gebet und religiöse Pflichten
Ihr Menschen! Gewiss, der Hadsch (ḥaǧǧ), aṣ-Ṣafā und al-Marwa und die ʿUmra gehören zu den Kultzeichen (šaʿāʾir) Gottes. ﴾Wer die Wallfahrt zum Haus vollzieht oder die ʿUmra, den trifft keine Schuld, wenn er zwischen beiden umhergeht﴿ (2:158), [der Vers].
Ihr Menschen! Pilgert zum Haus. Denn keine Familie (ahl bayt) ist je dorthin gekommen, ohne unabhängig von Not zu werden (istaġnaw), und keine ist ihm ferngeblieben, ohne arm zu werden.
Ihr Menschen! Kein Gläubiger steht am Standort (mawqif), ohne dass Gott ihm vergibt, was von seiner Sünde bis zu dieser seiner Zeit zurückliegt. Wenn seine Pilgerfahrt (ḥaǧǧa) beendet ist, wird sein Tun neu begonnen.
Ihr Menschen! Die Pilger werden unterstützt und ihre Ausgaben werden ersetzt. Und Gott lässt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verloren gehen.
Ihr Menschen! Pilgert zum Haus mit vollkommener Religion und mit Einsicht in das Recht (tafaqquh) und kehrt von den Stätten (mašāhid) nicht anders zurück als mit Reue und Ablassen (iqlāʿ).
Ihr Menschen! Verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakāt, wie Gott, der Mächtige und Erhabene, es euch befohlen hat. Wenn die Zeit für euch lang wird und ihr nachlässig werdet oder vergesst, so ist ʿAlī euer Führer und der, der es euch erklärt, den Gott, der Mächtige und Erhabene, nach mir eingesetzt hat, und derjenige, den Gott als Nachfolger bestimmt hat, ist von mir und ich bin von ihm. Er gibt euch Kunde über das, wonach ihr fragt, und erklärt euch, was ihr nicht wisst. Wisst, das Erlaubte und das Verbotene sind zu viel, als dass ich sie aufzählen und euch bekannt machen könnte, sodass ich das Erlaubte gebiete und das Verbotene verbiete bei einer einzigen Gelegenheit (maqām). Mir wurde befohlen, von euch den Treueeid und für euch den Handschlag (ṣafqa) darauf zu nehmen, dass ihr annehmt, was ich von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, über ʿAlī, den Fürsten der Gläubigen, gebracht habe, und über die Imāme nach ihm, die von mir und von ihm sind: bestehende Imāme (aʾimma qāʾima), unter ihnen al-Mahdī, bis zum Tag der Auferstehung, der mit der Wahrheit richtet.
Ihr Menschen! Und jedes Erlaubte, auf das ich euch hingewiesen habe, oder Verbotene, das ich euch untersagt habe, davon bin ich nicht zurückgetreten und ich habe es nicht ausgetauscht. Wisst, so gedenkt dessen und bewahrt es und ermahnt einander dazu und tauscht es nicht aus und verändert es nicht. Wisst, ich erneuere die Rede: Wisst, so verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakāt und gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche. Wisst, das Haupt des Gebietens des Rechten und des Verbietens des Verwerflichen ist, dass ihr zu meinem Wort gelangt und es dem weitergebt, der nicht anwesend ist, ihn anweist, es anzunehmen, und ihm untersagt, ihm zuwiderzuhandeln. Denn es ist ein Befehl von Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, und von mir. Und es gibt kein Gebieten des Rechten und kein Verbieten des Verwerflichen außer mit einem unfehlbaren Imām (imām maʿṣūm).
Ihr Menschen! Der Qurʾān macht euch bekannt, dass die Imāme nach ihm seine Nachkommen sind, und ich habe euch bekannt gemacht, dass er von mir ist und ich von ihm, wo Gott in seinem Buch sagt: ﴾Und er machte es zu einem bleibenden Wort in seiner Nachkommenschaft﴿ (43:28). Und ich sagte: 'Ihr werdet nicht in die Irre gehen, solange ihr euch an beide klammert.'
Ihr Menschen! Gottesfurcht, Gottesfurcht (at-taqwā, at-taqwā)! Hütet euch vor der Stunde (as-sāʿa), wie Gott, der Mächtige und Erhabene, gesagt hat: ﴾Gewiss, das Beben der Stunde ist etwas Gewaltiges﴿ (22:1). Gedenkt des Todes, der Abrechnung, der Waagen und der Rechenschaft vor dem Herrn der Welten, der Belohnung und der Strafe. Wer mit der guten Tat kommt, dem wird dafür vergolten und wer mit der schlechten Tat kommt, der hat in den Gärten keinen Anteil.
(معاشر الناس) إن الحج والصفا والمروة والعمرة من شعائر الله " فَمَنْ حَجَّ الْبَيْتَ أَوِ اعْتَمَرَ فَلَا جُنَاحَ عَلَيْهِ أَن يَطَّوَّفَ بِهِمَا " الآية.
(معاشر الناس) حجوا البيت، فما ورده أهل بيت إلا استغنوا، ولا تخلفوا عنه إلا افتقروا.
(معاشر الناس) ما وقف بالموقف مؤمن إلا غفر الله له ما سلف من ذنبه إلى وقته ذلك فإذا انقضت حجته استؤنف عمله.
(معاشر الناس) الحجاج معانون ونفقاتهم مخلفة، والله لا يضيع أجر المحسنين.
(معاشر الناس) حجوا البيت بكمال الدين والتفقه، ولا تنصرفوا عن المشاهد إلا بتوبة وإقلاع .
(معاشر الناس) أقيموا الصلاة وآتوا الزكاة كما أمركم الله عز وجل، لئن طال عليكم الأمد فقصرتم أو نسيتم فعلي وليكم ومبين لكم الذي نصبه الله عز وجل بعدي، ومن خلفه الله مني وأنا منه يخبركم بما تسألون عنه ويبين لكم ما لا تعلمون، ألا إن الحلال والحرام أكثر من أن أحصيهما وأعرفهما، فآمر بالحلال وأنهى عن الحرام في مقام واحد، فأمرت أن آخذ البيعة منكم والصفقة لكم بقبول ما جئت به عن الله عز وجل في علي أمير المؤمنين والأئمة من بعده الذين هم مني ومنه، أئمة قائمة منهم المهدي إلى يوم القيامة الذي يقضي بالحق.
(معاشر الناس) وكل حلال دللتكم عليه أو حرام نهيتكم عنه فإني لم أرجع عن ذلك ولم أبدل، ألا فاذكروا ذلك واحفظوه وتواصوا به ولا تبدلوه ولا تغيروه، ألا وإني أجدد القول: ألا فأقيموا الصلاة وآتوا الزكاة وأمروا بالمعروف وانهوا عن المنكر، ألا وإن رأس الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر أن تنتهوا إلى قولي وتبلغوه من لم يحضر وتأمروه بقبوله وتنهوه عن مخالفته، فإنه أمر من الله عز وجل ومني، ولا أمر بمعروف ولا نهي عن منكر إلا مع إمام معصوم.
(معاشر الناس) القرآن يعرفكم أن الأئمة من بعده ولده، وعرفتكم أنه مني وأنا منه، حيث يقول الله في كتابه " وَجَعَلَهَا كَلِمَةً بَاقِيَةً فِي عَقِبِهِ " وقلت " لن تضلوا ما إن تمسكتم بهما ".
(معاشر الناس) التقوى التقوى، احذروا الساعة كما قال الله عز وجل " إِنَّ زَلْزَلَةَ السَّاعَةِ شَئٌ عَظِيمٌ " اذكروا الممات والحساب والموازين والمحاسبة بين يدي رب العالمين والثواب والعقاب، فمن جاء بالحسنة أثيب عليها ومن جاء بالسيئة فليس له في الجنان نصيب.
Das Treuegelöbnis und der Schluss der Predigt
Ihr Menschen! Ihr seid zu viele, als dass ihr mir mit einer einzigen Hand den Handschlag geben könntet. Und Gott, der Mächtige und Erhabene, hat mir befohlen, von euren Zungen das Bekenntnis zu dem zu nehmen, was ich für ʿAlī an Befehlsgewalt über die Gläubigen (imrat al-muʾminīn) geknüpft habe, und für die, die nach ihm von den Imāmen kommen, von mir und von ihm, entsprechend dem, was ich euch mitgeteilt habe: dass meine Nachkommenschaft aus seinem Rücken (ṣulb) ist. So sprecht alle zusammen: 'Wir hören, gehorchen, sind einverstanden und fügen uns dem, was du von unserem Herrn und deinem Herrn in der Angelegenheit ʿAlīs und der Angelegenheit seiner Nachkommen aus seinem Rücken, der Imāme, übermittelt hast. Wir leisten dir darauf den Treueeid mit unseren Herzen, unseren Seelen, unseren Zungen und unseren Händen. Darauf leben wir, sterben wir und werden wir auferweckt. Wir verändern nicht, wir tauschen nicht aus, wir zweifeln nicht, wir hegen keinen Argwohn, wir kehren nicht von einem Bund (ʿahd) zurück und wir brechen die Verpflichtung (mīṯāq) nicht. Wir gehorchen Gott und dir und ʿAlī, dem Fürsten der Gläubigen, und seinen Nachkommen, den Imāmen, die du aus deiner Nachkommenschaft aus seinem Rücken erwähnt hast, nach al-Ḥasan und al-Ḥusain, deren Stellung bei mir ich euch bekannt gemacht habe und deren Rang bei mir und deren Stufe bei meinem Herrn, dem Mächtigen und Erhabenen.' Ich habe euch das übermittelt, auch, dass die beiden die Herren der Jugend der Leute des Paradieses sind und dass sie die beiden Imāme nach ihrem Vater ʿAlī sind. Und ich bin ihr Vater vor ihm. Und sprecht: 'Wir haben Gott darin gehorcht und dir und ʿAlī und al-Ḥasan und al-Ḥusain und den Imāmen, die du erwähnt hast, als Bund und Verpflichtung, die für den Fürsten der Gläubigen von unseren Herzen, unseren Seelen, unseren Zungen und dem Handschlag unserer Hände genommen wurde: von dem, der sie mit seiner Hand erreicht, und von dem, der sie mit seiner Zunge anerkennt. Wir erstreben dafür keinen Ersatz und sehen an uns selbst keine Abkehr davon, niemals. Wir haben Gott zum Zeugen genommen und Gott genügt als Zeuge. Du bist darüber Zeuge gegen uns. Ebenso nehmen wir jeden, der gehorcht hat, von denen, die offen hervorgetreten sind und die verborgen sind, sowie die Engel Gottes, seine Heerscharen und seine Diener zu Zeugen. Und Gott ist größer als jeder Zeuge.' Ihr Menschen! Was sagt ihr? Gott kennt jede Stimme und das Verborgene jeder Seele. Wer rechtgeleitet ist, ist es für sich selbst und wer in die Irre geht, geht nur zu seinen Lasten in die Irre. Und wer den Treueeid leistet, leistet ihn nur Gott. ﴾Die Hand Gottes ist über ihren Händen﴿ (48:10).
Ihr Menschen! So fürchtet Gott und leistet den Treueeid ʿAlī, dem Fürsten der Gläubigen, und al-Ḥasan und al-Ḥusain und den Imāmen: ein gutes, bleibendes Wort (kalima ṭayyiba bāqiya). Gott vernichtet, wer Verrat übt, und Gott erbarmt sich dessen, der Treue hält. Und wer ﴾bricht, der bricht nur zu seinen eigenen Lasten﴿ (48:10), [der Vers].
Ihr Menschen! Sagt, was ich euch gesagt habe, und grüßt ʿAlī mit der Befehlsgewalt über die Gläubigen (bi-imrat al-muʾminīn). Und sagt: ﴾wir hören und gehorchen. Deine Vergebung, unser Herr! Und zu dir ist der Ausgang﴿ (2:285). Und sagt: ﴾Lob sei Gott, der uns hierzu rechtgeleitet hat. Wir hätten nicht zur Rechtleitung gefunden, hätte Gott uns nicht rechtgeleitet﴿ (7:43), [der Vers].
Ihr Menschen! Gewiss, die Vorzüge (faḍāʾil) ʿAlī b. Abī Ṭālibs (as.) bei Gott, dem Mächtigen und Erhabenen, die er im Qurʾān herabgesandt hat, sind zu zahlreich, als dass ich sie bei einer einzigen Gelegenheit (maqām) aufzählen könnte. Wer euch davon Kunde gibt und sie kennt, dem glaubt.
Ihr Menschen! Wer Gott und seinem Gesandten und ʿAlī und den Imāmen, die ich erwähnt habe, gehorcht, der hat einen gewaltigen Erfolg errungen.
Ihr Menschen! Die Vorangehenden, die Vorangehenden zu seinem Treueeid und zu seiner Gefolgstreue (muwālāt) und dazu, ihn mit der Befehlsgewalt über die Gläubigen zu grüßen: Das sind die Erfolgreichen in den Gärten der Wonne.
Ihr Menschen! Sagt, was an Worten Gott mit euch zufrieden macht: 'Wenn ihr, ihr und wer auf der Erde ist allesamt, gottlos seid, so schadet das Gott in nichts.' O Gott, vergib den Gläubigen und zürne den Gottlosen. Und Lob sei Gott, dem Herrn der Welten."
(معاشر الناس) أنكم أكثر من أن تصافقوني بكف واحدة، وقد أمرني الله عز وجل أن آخذ من ألسنتكم الإقرار بما عقدت لعلي من إمرة المؤمنين ومن جاء بعده من الأئمة مني ومنه على ما أعلمتكم أن ذريتي من صلبه، فقولوا بأجمعكم " إنا سامعون مطيعون راضون منقادون لما بلغت عن ربنا وربك في أمر علي وأمر ولده من صلبه من الأئمة، نبايعك على ذلك بقلوبنا وأنفسنا وألسنتنا وأيدينا على ذلك نحيى ونموت ونبعث ولا نغير ولا نبدل ولا نشك ولا نرتاب ولا نرجع عن عهد ولا ننقض الميثاق نطيع الله ونطيعك وعليا أمير المؤمنين وولده الأئمة الذين ذكرتهم من ذريتك من صلبه بعد الحسن والحسين الذين قد عرفتكم مكانهما مني ومحلهما عندي ومنزلتهما من ربي عز وجل " فقد أديت ذلك إليكم وأنهما سيدا شباب أهل الجنة، وأنهما الإمامان بعد أبيهما علي وأنا أبوهما قبله، وقولوا " أطعنا الله بذلك وإياك وعليا والحسن والحسين والأئمة الذين ذكرت عهدا وميثاقا مأخوذا لأمير المؤمنين من قلوبنا وأنفسنا وألسنتنا ومصافقة أيدينا من أدركهما بيده وأقر بهما بلسانه ولا نبتغي بذلك بدلا ولا نرى من أنفسنا عنه حولا أبدا، أشهدنا الله وكفى بالله شهيدا وأنت علينا به شهيد، وكل من أطاع ممن ظهر واستتر وملائكة الله وجنوده وعبيده والله أكبر من كل شهيد " (معاشر الناس) ما تقولون فإن الله يعلم كل صوت وخافية كل نفس، فمن اهتدى فلنفسه ومن ضل فإنما يضل عليها، ومن بايع فإنما يبايع الله يَدُ اللَّهِ فَوْقَ أَيْدِيهِمْ.
(معاشر الناس) فاتقوا الله وبايعوا عليا أمير المؤمنين والحسن والحسين والأئمة كلمة طيبة باقية، يهلك الله من غدر ويرحم الله من وفى، ومن " نَّكَثَ فَإِنَّمَا يَنكُثُ عَلَى نَفْسِهِ " الآية.
(معاشر الناس) قولوا الذي قلت لكم وسلموا على علي بإمرة المؤمنين، وقولوا سَمِعْنَا وَأَطَعْنَا غُفْرَانَكَ رَبَّنَا وَإِلَيْكَ الْمَصِيرُ، وقولوا " الْحَمْدُ لِلَّهِ الَّذِي هَدَانَا لِهَذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتَدِيَ لَوْلَا أَنْ هَدَانَا اللَّهُ " الآية.
(معاشر الناس) إن فضائل علي بن أبي طالب عليه السلام عند الله عز وجل، وقد أنزلها في القرآن أكثر من أن أحصيها في مقام واحد، فمن أنبأكم بها وعرفها فصدقوه.
(معاشر الناس) من يطع الله ورسوله وعليا والأئمة الذين ذكرتهم فقد فاز فوزا عظيما.
(معاشر الناس) السابقون السابقون إلى مبايعته وموالاته والتسليم عليه بإمرة المؤمنين، أولئك هم الفائزون في جنات النعيم.
(معاشر الناس) قولوا ما يرضى الله به عنكم من القول، " فإن تَكْفُرُوا أَنتُمْ وَمَن فِي الْأَرْضِ جَمِيعًا فَلَن يَضُرَّ اللَّهَ شَيْئًا " ، اللهم اغفر للمؤمنين واغضب على الكافرين والحمد لله رب العالمين.
Der Bericht nach der Ansprache
Da riefen ihm die Leute zu: "Wir hören und gehorchen dem Befehl Gottes und dem Befehl seines Gesandten mit unseren Herzen, unseren Zungen und unseren Händen." Und sie drängten sich dicht an den Gesandten Gottes und an ʿAlī (as.) und gaben ihnen den Handschlag mit ihren Händen. Als Erste gaben dem Gesandten Gottes (s.) den Handschlag: der Erste, der Zweite, der Dritte, der Vierte, der Fünfte und der Rest der Muhāǧirūn und der Anṣār und der Rest der Menschen nach ihren Schichten und dem Maß ihrer Rangstufen, bis das Maġrib- und das ʿAtama-Gebet in einer einzigen Zeit gebetet wurde. Und sie setzten den Treueeid und den Handschlag fort, drei (ṯalāṯan), während der Gesandte Gottes jedes Mal, wenn ein Volk den Treueeid geleistet hatte, sagte:
"Lob sei Gott, der uns vor allen Welten ausgezeichnet hat." Und der Handschlag wurde zu einer Sunna und einem Brauch (rasm) und manchmal gebraucht ihn einer, der kein Recht darauf hat.
فناداه القوم: سمعنا وأطعنا على أمر الله وأمر رسوله بقلوبنا وألسنتنا وأيدينا وتداكوا على رسول الله وعلى علي عليه السلام فصافقوا بأيديهم، فكان أول من صافق رسول الله صلى الله عليه وآله الأول والثاني والثالث والرابع والخامس وباقي المهاجرين والأنصار وباقي الناس على طبقاتهم وقدر منازلهم، إلى أن صليت المغرب والعتمة في وقت واحد، ووصلوا البيعة والمصافقة ثلاثا ورسول الله يقول كلما بايع قوم:
الحمد لله الذي فضلنا على جميع العالمين. وصارت المصافقة سنة ورسما، وربما يستعملها من ليس له حق فيها.
Wann ist ʿĪd al-Ġadīr?
ʿĪd al-Ġadīr fällt jedes Jahr auf den 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa, acht Tage nach ʿĪd al-Aḍḥā. Im gregorianischen Kalender wandert der Tag jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn. Die Termine hier folgen den Monatsankern unseres Kalenders; je nach Mondsichtung kann der Tag um einen Tag abweichen.
Wie wird das Fest begangen?
In al-Kāfī wird Imām aṣ-Ṣādiq (as.) nach einem Fest neben den bekannten Festtagen gefragt. Er nennt den Tag, an dem der Prophet (s.) ʿAlī (as.) einsetzte, und bestimmt ihn als den 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa. Als Handlungen nennen die Berichte Fasten, Gottesdienst, Gottesgedenken und Segenswünsche für Muḥammad (s.) und seine Familie.
Der Tafsīr Furāts beschreibt ihn als Tag des Gebets, des Dankes und der Freude über die Walāya. Die Freude hat auch eine gemeinschaftliche Seite: In Miṣbāḥ al-mutahaǧǧid werden Gaben Imām ar-Riḍās (as.) erwähnt. Eine dort wiedergegebene Festpredigt Imām ʿAlīs (as.) ruft dazu auf, der Familie Gutes zu tun, einander zu beschenken und die Schwachen am eigenen Essen teilhaben zu lassen. Diese Festpredigt ʿAlīs (as.) ist eine andere Rede als die Predigt des Propheten (s.) in Ġadīr.
Miṣbāḥ al-mutahaǧǧid nennt außerdem den Besuch bei Amīr al-Muʾminīn (as.) am Ġadīr-Tag und die Freude, die man anderen Gläubigen bereitet. So verbindet das Gedenken Gebet und Fasten mit Dankbarkeit und Fürsorge.
Die genannten Handlungen geben den Inhalt dieser Überlieferungen wieder. Sie sind keine vollständige Anleitung und ersetzen bei Rechtsfragen nicht die Auskunft des eigenen Marǧaʿ, der religiösen Rechtsautorität, der man folgt.
Aḥādīṯ mit Bezug zu Ġadīr
Eine Auswahl aus unserer Enzyklopädie: Aussagen zur Ansprache, zum Rang des Festes und zum Gedenken an diesen Tag. Manche Texte behandeln weitere Anlässe und nehmen dabei auf Ġadīr Bezug. Die Vorschau zeigt einen Auszug; der Link führt zum vollständigen Text.
Als der Gesandte Gottes (s.) den Befehlshaber der Gläubigen ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) am Tag von Ġadīr an seinem berühmten, bekannten Platz aufstellte, sagte er: "O Diener Gottes, nennt mir meine Abstammung." Sie sagten: "Du bist Muḥammad b. …
Die vollständige Predigt mit Überlieferungskette, Vorgeschichte und Nachbericht, Arabisch und Deutsch, als eigener Eintrag der Enzyklopädie.
"Der Tag von Ghadir Khum ist das beste der Feste meiner Gemeinschaft und es ist der Tag, an dem Gott hocherhaben ist seine Erwähnung mir befahl, meinen Bruder ʿAlī b. Abī Ṭālib eine Flagge für meine Gemeinschaft zu machen, damit sie sich …
"Es ist Gottes größter Festtag (Eid al-Ghadir) und Gott entsandte keinen Propheten, außer dass er diesen Tag feierte und er seine Heiligkeit kannte. Sein Name im Himmel ist Tag des bekannten Bundes und auf Erden Tag der entgegengenommenen …
"Mein Vater und meine Onkel waren uneinig über die vier Tage, an denen im Jahr gefastet wird. Da ritten sie zu unserem Herrn Abū l-Ḥasan ʿAlī ibn Muḥammad [Imām al-Hādī] (as.), als er sich in Ṣarbā aufhielt, bevor er nach Surra man raʾā …
"Gott hat nach Ghadir Khumm kein Argument und keine Entschuldigung mehr gelten lassen."
Die Herrin der Frauen, Fāṭima (as.), hielt gegenüber den Anṣār eine Predigt, als ihr Fadak untersagt wurde. Da sagten sie: "O Tochter Muḥammads! Hätten wir diese Rede von dir gehört, bevor wir Abū Bakr den Treueeid leisteten, hätten wir …
"Wenn zu jenen, die den Bundeseid am Tage von Ġadīr brachen, gesagt wurde: 'Stiftet auf der Erde nicht Verderben (durch das offene Brechen des Bundeseides) vor den schwachgemachten Dienern Gottes, sodass ihr ihnen ihre Religion verwirrt, …
"Iblīs, der gewiss Feind Gottes ist, klagte 4 mal: (1) Der Tag, an dem er verflucht wurde, (2) der Tag, an dem er auf die Erde degradiert wurde, (3) der Tag, an dem der Prophet (s.) gesandt wurde, und (4) der Tag von Ghadir."
"Wir stritten uns bezüglich Ibn al-Ḫaṭṭāb, und seine Angelegenheit wurde uns unklar. So machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu Aḥmad b. Isḥāq al-Qummī, dem Gefährten von Abū l-Ḥasan al-ʿAskarī (as.), in der Stadt Qom. Wir klopften an …
"Wer an diesem Tage (gemeint ist der vierundzwanzigste [Tag] des Ḏū l-Ḥiǧǧa) eine halbe Stunde vor dem Zenitdurchgang der Sonne (zawāl) zwei Verbeugungen verrichtet als Dank an Gott für das, womit Er ihn begnadigt und ausgezeichnet hat, er …
Über den Turban beim Aufbruch zu wichtigen Angelegenheiten haben wir Berichte von Abū l-ʿAbbās Aḥmad b. ʿUqda aus seinem Buch überliefert, das er Kitāb al-Wilāya nannte. Darin überlieferte er einen Bericht darüber, dass unser Herr und …
Der ausführliche Kalenderbericht
Es ist Übereinstimmung, dass an diesem Tag im Jahr 10 n. H. das Ereignis von Ġadīr stattfand, nach der Rückkehr des Gesandten Gottes (s.) von der Abschiedswallfahrt,1 während dreier Tage, an denen die Karawane von hundertzwanzigtausend Pilgern am Ġadīr Ḫumm Halt machte. Der Gesandte Gottes (s.) setzte in der längsten Predigt ʿAlī b. Abī Ṭālib und elf Imame nach ihm als Imame für die Menschen bis zum Tag der Auferstehung ein und nahm darauf von allen Anwesenden die Bayʿa.
Das größte Fest der Āl Muḥammad. Dieser Tag gilt als das beste und größte der Feste der Āl Muḥammad (s.), weil an ihm der göttliche Befehl mit der Verkündigung der Statthalterschaft des Amīr al-Muʾminīn ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) herabkam.
Dieser Tag ist ein gesegnetes Fest im Himmel. An ihm machte Gott das Feuer für Ibrāhīm (Abraham) kühl und friedlich. An ihm wurde die Reue Adams angenommen. An ihm besiegte Mūsā (Moses) die Zauberer. An ihm setzte Mūsā Hārūn (Aaron) als Zeichen für seine Gemeinde ein, und an ihm erklärte er Yūšaʿ b. Nūn (Josua) zu seinem Bevollmächtigten. An ihm setzte ʿĪsā (Jesus) Šamʿūn (Simon) als seinen Bevollmächtigten ein. An ihm nahm Sulaimān (Salomo) seine Untertanen zu Zeugen für die Nachfolge Āṣaf b. Barḫiyās.2 An ihm setzte die Arche Nūḥs (Noahs) auf dem al-Ǧūdī auf.3 An ihm schloss der edle Gesandte (s.) die Verbrüderung zwischen den Muslimen.4 An ihm setzten die Propheten ihre Bevollmächtigten ein.5 Für ihn ist eine Ziyāra des Amīr al-Muʾminīn (as.) überliefert.6
Die Teilnehmer an der Feier von Ġadīr. Am Samstag, als vom Ḏū l-Qaʿda des Jahres 10 n. H. noch vier oder fünf Tage blieben, vollzog der Prophet (s.) die Ganzwaschung und zog mit hundertzwanzigtausend Muslimen aus Madīna aus. Unter denen, die mit ihm zugegen waren, waren die Wahrhaftige Fāṭima az-Zahrāʾ (as.), Umm Hāniʾ, die Schwester des Amīr al-Muʾminīn (as.), Fāṭima bint Ḥamza, Umm Salama und die übrigen Frauen des Propheten, unter ihnen ʿĀʾiša und Ḥafṣa, der Amīr al-Muʾminīn kam mit einer Schar aus dem Jemen nach Mekka.7
Der göttliche Befehl zur Bayʿa von Ġadīr. Nach der Vollendung der Wallfahrt befahl Gott Seinem edlen Gesandten (s.), dem Amīr al-Muʾminīn ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) das Wissen der Propheten und ihre anvertrauten Güter zu übergeben und den Menschen seine Statthalterschaft zu verkünden. Der Prophet weinte, bis die Tränen seinen edlen Bart benetzten, bat Gott um Rettung vor dem Unheil der Heuchler und predigte zweimal in Minā zu den Menschen, wobei er auf die Statthalterschaft des Amīr al-Muʾminīn hinwies. In der Moschee al-Ḫaif kam Ǧibrīl mit dem Auftrag herab, die Statthalterschaft ʿAlīs zu verkünden, doch ohne die Verheißung des Schutzes vor dem Unheil der Feinde.8 In Kurāʿ al-Ġamīm kam er mit diesem edlen Vers herab: "Vielleicht möchtest du einen Teil dessen unterlassen, was dir offenbart wird, und deine Brust ist davon beengt."9
Dieser Vers bekräftigte die Verkündigung der Statthalterschaft, ohne den Schutz vor den Feinden anzuzeigen, der Gesandte (s.) unterrichtete Ǧibrīl von den Ränken der Heuchler und zog weiter. Als er am Ġadīr Ḫumm Halt machte, kam Ǧibrīl mit dem 67. Vers der Sūrat al-Māʾida zu ihm herab: "O Gesandter, verkünde, was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, wenn du es nicht tust, hast du Seine Botschaft nicht verkündet. Gott wird dich vor den Menschen schützen, Gott leitet das ungläubige Volk nicht recht." Das ist ein Befehl, die Statthalterschaft ʿAlīs zu verkünden, und die Verheißung des Schutzes vor den Feinden.
Die Predigt des Propheten (s.) in Ġadīr. Vor dem Mittag, nach zwei Gebetseinheiten, die der Gesandte Gottes (s.) als Festgebet in Gemeinschaft verrichtete,10 stieg er auf eine Kanzel im Schatten zweier alter Bäume, die Salmān, Abū Ḏarr, al-Miqdād und ʿAmmār errichtet hatten, und stellte den Amīr al-Muʾminīn (as.) eine Stufe unter sich, einige Heuchler standen der Kanzel gegenüber.
Nach herrlichen Worten über die Einheit Gottes und die Eigenschaften des Erhabenen, der Darlegung eines grundlegenden Teils der Bestimmungen über Erlaubtes und Verbotenes in der Religion Gottes, der Vergangenheit der Araber, ihrer Glaubensvorstellungen und seiner Leiden beim Ruf zum Islam erklärte er die feste Verbindung zwischen dem Buch Gottes und seinen Ahl al-Bayt und dass die beiden sich nicht trennen, bis sie am Becken zu ihm kommen. Dann nannte er einen Teil der Vorzüge des Amīr al-Muʾminīn (as.), bekräftigte mehrmals sein Imamat und seine Statthalterschaft und die Statthalterschaft seiner Nachkommen bis zu Imām al-Mahdī (as.) und sagte: "Mir wurde offenbart: O Gesandter, verkünde, was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde …"
Dann sagte er: "O ihr Menschen, ich habe keine Mühe gescheut, zu verkünden, was Gott mir herabgesandt hat, und ich erkläre euch jetzt den Anlass der Herabsendung dieses Verses. Ǧibrīl kam zweimal auf Gottes Befehl zu mir herab, damit ich an diesem Ort jedem Weißen und Schwarzen aus jedem Stamm verkünde, dass ʿAlī b. Abī Ṭālib mein Bruder, mein Bevollmächtigter, mein Nachfolger und der Imam nach mir ist. Er ist euer Walī nach Gott und Seinem Gesandten und hat mehr Anrecht auf euch als ihr selbst, und Gott hat mir darüber Sein weises Wort herabgesandt: 'Euer Walī ist allein Gott und Sein Gesandter und die, die glauben, das Gebet verrichten und die Zakāt geben, während sie sich beugen.'"11
Und er sagte: "Ich wollte von Ǧibrīl, dass Gott mich von der Verkündigung dieser Sache entbinde, weil ich weiß, wie wenige die Gläubigen sind und wie viele die Heuchler und die, die den Islam verspotten. O ihr Menschen, er ist der klare Imam, so wendet euch nicht von seiner Statthalterschaft ab, er ist der, der zur Wahrheit leitet und nach ihr handelt. Gebt ihm den Vorzug, denn Gott hat ihm den Vorzug gegeben, nehmt ihn an, denn Gott hat ihn eingesetzt. O ihr Menschen, dies ist ein Imam von Gott, wer seine Statthalterschaft leugnet, dem vergibt Gott nicht und nimmt seine Reue nicht an. Er ist der beste der Menschen nach mir, wer mein Wort zurückweist und nicht damit zufrieden ist, der ist verflucht, und auf ihm ist der Zorn Gottes. Wisst, dass Ǧibrīl mir mitgeteilt hat, dass Gott, der Erhabene, sagt: Wer ʿAlī feind ist und ihn nicht liebt, auf dem ist Mein Fluch und Mein Zorn."
Dann sagte er: "O Gott, ich bezeuge, dass ich meine Botschaft ausgerichtet und verkündet habe, was mir befohlen wurde, und allen klargemacht habe: Wisst, dass es keinen Amīr al-Muʾminīn (as.) gibt außer meinem Bruder ʿAlī b. Abī Ṭālib, und dass die Herrschaft über die Gläubigen nach mir für keinen erlaubt ist außer für ʿAlī b. Abī Ṭālib."
Die Vorstellung ʿAlī b. Abī Ṭālibs. Hier nahm er die Hand ʿAlīs, hob sie, bis das Weiße ihrer beider Achseln sichtbar wurde, und sagte: "Habe ich nicht mehr Anrecht auf euch als ihr selbst?" Sie sagten: "Ja, o Gott." Da sagte er: "Dieser ʿAlī ist mein Bruder und mein Bevollmächtigter. Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist dieser ʿAlī. O Gott, sei Freund dem, der ihm Freund ist, und Feind dem, der ihm Feind ist, hilf dem, der ihm hilft, und lass den im Stich, der ihn im Stich lässt." Dann sagte er: "Der Anwesende soll es dem Abwesenden überbringen und der Vater dem Sohn bis zum Tag der Auferstehung."
Die Bayʿa mit Wort und Tat. Als der Gesandte Gottes (s.) von der Kanzel herabstieg, leisteten ihm die Menschen mit erhobenen Stimmen die Bayʿa, mit Zunge und Hand, während er sagte: "Beglückwünscht mich, beglückwünscht mich!"12 Er befahl, für den Amīr al-Muʾminīn (as.) ein Zelt aufzuschlagen, und sagte, alle sollten ihn mit den Worten grüßen: "Friede sei mit dir, o Amīr al-Muʾminīn." Da kam ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, grüßte ihn und sagte: "Heil, Heil dir, o Ibn Abī Ṭālib, du bist mein Mawlā geworden und der Mawlā jedes gläubigen Mannes und jeder gläubigen Frau,13 die Frau dessen, der dir feind ist, ist geschieden, geschieden."14 Ebenso tat Abū Bakr.15 Die Bayʿa dauerte drei Tage, man betete an ihnen Mittag und Nachmittag gemeinsam, die Bayʿa ging danach bis zum Abend weiter, und man betete auch Abend- und Nachtgebet gemeinsam.
Die Bayʿa der Frauen. Für die Bayʿa der Frauen wurde ein Gefäß mit Wasser unter einen Vorhang gestellt, der es in zwei Hälften teilte, in die eine legte der Amīr al-Muʾminīn (as.) seine Hand, in die andere legten die Frauen ihre Hände und sagten beglückwünschend: "Friede sei mit dir, o Amīr al-Muʾminīn." Die Versammlung wurde durch die Anwesenheit der reinen Wahrhaftigen geschmückt. Die Bayʿa ʿĀʾišas blieb in den Köpfen bis zu dem Tag, an dem sie die Kamelschlacht entfachte und Heere gegen den Herrn der Bayʿa von Ġadīr aufstellte, da verlor sie, gedemütigt und enttäuscht, durch die Hand des Heeres der Statthalterschaft.16
Nach der Verkündigung der Statthalterschaft in Ġadīr Ḫumm kam Ǧibrīl mit diesem Vers herab: "Heute habe Ich euch eure Religion vollendet, Meine Gnade an euch vollständig gemacht und den Islam als Religion für euch gutgeheißen."17
Die Überlieferer des Ḥadīṯ von Ġadīr. Zu den Überlieferern des Ḥadīṯ "Wessen Mawlā ich bin, dessen Mawlā ist ʿAlī" und zu den Anwesenden am Tag von Ġadīr gehört ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb, der den Ḥadīṯ mit seinen vorangehenden und folgenden Abschnitten vom Propheten (s.) überliefert hat. Ibn Ǧarīr aṭ-Ṭabarī nennt in seinem Kitāb al-Walāya 75 Überlieferer dieses Ḥadīṯ, unter ihnen ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb. Ebenso führt Ibn ʿUqda im Kitāb al-Walāya 105 Überlieferer des Ḥadīṯ von Ġadīr an, ʿUmar an zweiter Stelle, nach aṭ-Ṭarāʾif Ibn Ṭāwūs', S. 140. In Nuḫab al-Manāqib Abū Bakr al-Ǧiʿābīs werden 125 Überlieferer des Ḥadīṯ von Ġadīr genannt, unter ihnen ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb; ebenso in den Manāqib Amīr al-Muʾminīn (as.) Aḥmad b. Ḥanbals nach Ibn Kaṯīr und Muḥibb aṭ-Ṭabarī und in den Manāqib Ibn al-Maġāzilī aš-Šāfiʿīs, S. 22, auf zwei Wegen.
Faḍāʾil aṣ-Ṣaḥāba as-Samʿānīs, nach al-Ġadīr des ʿAllāma al-Amīnī, S. 56; Šarḥ Iḥqāq al-Ḥaqq, B. 6, S. 250; Maqtal al-Ḥusain al-Ḫwārazmīs, S. 47, nennt etwa 30 Überlieferer des Ḥadīṯ von Ġadīr, an ihrer Spitze ʿUmar b. al-Ḫaṭṭāb; Manāqib al-Ḫwārazmī, S. 19; Ḏaḫāʾir al-ʿUqbā Muḥibb aṭ-Ṭabarīs, S. 67, nach Aḥmad und Šuʿba; al-Bidāya wa-n-Nihāya Ibn Kaṯīrs, B. 5, S. 213, B. 7, S. 349, ägyptischer Druck; al-Manāqib al-Murtaḍawiyya Muḥammad Ṣāliḥ al-Kašfī at-Tirmiḏīs, S. 125, Druck Bombay; Asnā l-Maṭālib Šams ad-Dīn al-Ǧazarīs, S. 3.
Quellen und Einordnung
Die Überlieferungen sind direkt auf Al-Ghadir auf Deutsch und Arabisch lesbar. Die Originalnachweise bei den externen Anbietern stehen zum Nachprüfen auf den jeweiligen Quellenseiten; für die lange Predigt ist hier zusätzlich die zum Abgleich benutzte Druckausgabe verlinkt. Bei abweichender Seitennummerierung wird die konkret benutzte Ausgabe genannt. Ein Quellenbeleg ist nicht automatisch eine Bewertung der Überlieferungskette.
Al-Amīnīs al-Ġadīr dient als Wegweiser zu älteren Werken und als Quelle für seine eigene Argumentation. Die lange Predigt wird aus al-Iḥtiǧāǧ wiedergegeben, nicht aus den Kurzberichten anderer Sammlungen ergänzt. Der anschließende Kalenderbericht und dessen Buchfußnoten bleiben davon getrennt.
1. Aḥmad b. Ḥanbal, al-Musnad
Nr. 18479, B. 30, S. 430–431 (Ausgabe ar-Risāla). In al-Amīnīs Nachweis: B. 4, S. 281. Bericht al-Barāʾ b. ʿĀzibs: Versammlung, Mittagsgebet, Ergreifen der Hand, Vorrangfrage, Mawlā-Ausspruch und Glückwunsch. Al-Amīnī führt ihn in al-Ġadīr, B. 1, S. 18 an.
2. an-Nasāʾī, Ḫaṣāʾiṣ Amīr al-Muʾminīn
S. 93, Bericht Zaid b. Arqams. Rückkehr von der Abschiedswallfahrt, aṯ-Ṯaqalain und Ergreifen der Hand ʿAlīs (as.). Der Wortlaut lautet hier Walī. Al-Amīnī zitiert diese Fassung in al-Ġadīr, B. 1, S. 30, mit der Seitenzahl 15 seiner Ausgabe.
3. Muslim, aṣ-Ṣaḥīḥ
Nr. 2408a, Bericht Zaid b. Arqams. Ansprache an einem Wasser namens Ḫumm zwischen Mekka und Madīna, Buch Gottes und Ahl al-Bayt. Diese Fassung gibt den Mawlā-Ausspruch nicht wieder. Al-Amīnīs Nachweis: al-Ġadīr, B. 1, S. 31.
4. al-Kulainī, al-Kāfī
B. 1, S. 289, Nr. 4, Ausgabe al-Islāmiyya. Bericht von Imām al-Bāqir (as.) zur Verkündigung der Walāya, zu Ġadīr und zu den Versen 5:67 und 5:3.
5. al-Kulainī, al-Kāfī
B. 4, S. 148–149, Kapitel Ṣiyām at-tarġīb, Nr. 1 und 3. Festtag, 18. Ḏū l-Ḥiǧǧa, Fasten, Gottesdienst und Gedenken an Muḥammad (s.) und seine Familie. Al-Amīnī zitiert diese Berichte in al-Ġadīr, B. 1, S. 285–286, mit abweichender Band- und Seitenzählung.
6. Furāt al-Kūfī, at-Tafsīr
S. 117–118, Abschnitt zu Sūra al-Māʾida. Bericht von Imām aṣ-Ṣādiq (as.) zu 5:3, Einsetzung ʿAlīs (as.), Fest, Gebet, Dank und Freude. Von al-Amīnī in al-Ġadīr, B. 1, S. 284–285 angeführt.
7. al-Mufīd, al-Iršād
B. 1, S. 174–177, anschließender Autorenkommentar bis S. 178. Zusammenhängender Bericht über die Rückreise, das Versammeln, die Ansprache und die anschließende Beglückwünschung. Nicht mit dem Wortlaut der langen Predigt verschmolzen.
8. aṭ-Ṭūsī, Miṣbāḥ al-mutahaǧǧid
S. 737, 752 und 757–758 der verlinkten Ausgabe. Fasten und Freude, Besuch bei Amīr al-Muʾminīn (as.) sowie Gutes für andere. S. 752 berichtet von Gaben Imām ar-Riḍās (as.). S. 757–758 nennt Großzügigkeit zur Familie, Geschenke und Unterstützung der Schwachen. Al-Amīnīs Nachweise stehen in B. 1, S. 284 und 286–287.
9. al-Wāḥidī, Asbāb an-nuzūl
Zu 5:67, Eintrag 403 der verlinkten Digitalausgabe. Bericht Abū Saʿīd al-Ḫudrīs über den Offenbarungsanlass in Ġadīr. Bei al-Amīnī: al-Ġadīr, B. 1, S. 218. Die Fundstelle belegt diese Zuschreibung, nicht die Einigkeit aller Tafsīr-Werke.
10. Abū Manṣūr Aḥmad b. ʿAlī aṭ-Ṭabarsī, al-Iḥtiǧāǧ
B. 1, S. 70–84, Druckausgabe des Verlags aš-Šarīf ar-Raḍī (Qum, 1380 Š.) zum Textabgleich, lange Überlieferung von Imām al-Bāqir (as.). Überlieferungskette und Vorgeschichte auf S. 70–74, Predigt auf S. 74–84, anschließender Bericht auf S. 84. Die hier wiedergegebene lange Fassung bleibt von den früheren Kurzberichten getrennt.
Deutsch und Arabisch auf Al-Ghadir lesen
Druckausgabe zum Abgleich, extern (S. 70–84)Arabischer Grundtext (S. 66–84)
11. ʿAbd al-Ḥusain al-Amīnī, al-Ġadīr
B. 1, S. 60–73 sowie 363 und 370–371. Für seine eigene Sammlung und Deutung wird das arabische Werk direkt herangezogen: 110 Gefährten auf S. 60, Liste von 84 Tābiʿūn bis S. 72, Deutung von Mawlā anhand der vorangestellten Vorrangfrage auf S. 370–371.
12. al-Buḫārī, aṣ-Ṣaḥīḥ
Nr. 45. Abweichende Datierung der Offenbarung von 5:3: ʿUmar nennt einen Freitag in ʿArafāt. Diese Überlieferung wird nicht mit der Ġadīr-Zuordnung harmonisiert.