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5. Rabīʿ aṯ-Ṯānī 1448n.H.
17. Sept. 2026
Qurʾān-Rezitation

Die Regeln des Taǧwīd

Taǧwīd bedeutet wörtlich „Verschönern“ — die Kunst, den Heiligen Qurʾān korrekt und melodisch zu rezitieren. Hier lernst du die wichtigsten Regeln mit Erklärungen, Aussprachehilfen und konkreten Beispielen aus dem Qurʾān.

التَّجْوِيد
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Bevor du startest — vier Begriffe
Ḥarakaحَرَكة

Ein Vokalzeichen über oder unter dem Buchstaben: a, u oder i (Fatḥa, Ḍamma, Kasra). Es sagt dir, wie der Buchstabe klingt.

Sukūnسُكُون

Das kleine Kreis-Zeichen ــْ bedeutet kein Vokal — der Buchstabe „ruht“ und wird ohne folgenden Vokal gesprochen (z.B. das نْ in „min“).

Šaddaشَدّة

Das Zeichen ــّ verdoppelt den Buchstaben — er wird betont und stärker gesprochen (z.B. „rabb“).

Taktحَرَكة

Eine Zähl-Einheit für die Länge — etwa die Dauer, einen Finger zu beugen. „2 Takte“ heißt: den Laut so lang wie zweimal diese Einheit halten. Im Arabischen heißt auch der Takt ḥaraka: so lang wie ein kurzer Vokal.

1Regeln des Nūn sukūn & Tanwīn

أحكام النون الساكنة والتنوين

Der beste Einstieg: die vier Hauptregeln für ein ruhendes نْ und den Tanwīn — je nachdem, welcher Buchstabe folgt. Die erste, Iẕhār (klare Aussprache vor den Kehllauten ء ه ع ح غ خ), braucht keine Farbe: das ن bleibt einfach ein n. Idġām zählt als eine Regel, hat aber zwei Spielarten.

Grundlage — zuerst verstehen

Ḥarakāt & Tanwīn — die Vokalzeichen

Das Arabische kennt drei kurze Vokale. Jeder hat eine verdoppelte Form — den Tanwīn —, der als Vokal + n gesprochen wird. Sehen wir sie uns zuerst ganz allein an, danach auf einem Buchstaben.

1Die drei kurzen Vokale — allein
Fatḥa
◌َa
doppelt
◌ًan
Ḍamma
◌ُu
doppelt
◌ٌun
Kasra
◌ِi
doppelt
◌ٍin

Merke: a → an, u → un, i → in. Der Tanwīn ist einfach der Vokal mit einem angehängten نْ-Laut.

2Auf einem Buchstaben — Beispiel ب = „b“
Fatḥa فَتْحة
بَba
b + a → wie in „Ball“
verdoppelt · Fatḥatān
بًاban
Ḍamma ضَمّة
بُbu
b + u → wie in „Buch“
verdoppelt · Ḍammatān
بٌbun
Kasra كَسْرة
بِbi
b + i → wie in „Biene“
verdoppelt · Kasratān
بٍbin

Der Buchstabe ب trägt den b-Laut, das Vokalzeichen bestimmt den Vokal: ba → ban, bu → bun, bi → bin. Genau dieser verborgene نْ-Laut des Tanwīn löst dieselben Regeln aus wie ein echtes Nūn sukūn — darum gelten die folgenden Regeln für beide.

noon sukun

Iḫfāʾإخفاء

Versteckung von ن sukūn (nasal, 2 Takte)

يُنفِقُونَ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Iḫfāʾ bedeutet ‚Verbergen‘. Wenn auf ein نْ (Nūn sukūn) oder Tanwīn einer von 15 Buchstaben folgt, wird das ن ‚versteckt‘ — d.h. weder voll ausgesprochen wie bei Iẓhār, noch verschmolzen wie bei Idġām. Stattdessen entsteht ein nasales Summen.

2
Wann tritt die Regel auf?

ن sukūn ODER Tanwīn, gefolgt von einem der 15 Iḫfāʾ-Buchstaben: ت ث ج د ذ ز س ش ص ض ط ظ ف ق ك

Merkspruch
صِفْ ذا ثَنا كمْ جادَ شَخصٌ قدْ سَما، ضَعْ ظالِماً زِدْ تُقًى دُمْ طالِباً فَنَلْ
Ṣif ḏā ṯanā kam ǧāda šaḫṣun qad samā, ḍaʿ ẓāliman zid tuqan dum ṭāliban fa-nal

Merkvers: Der ANFANGSBUCHSTABE jedes Wortes ist einer der 15 Iḫfāʾ-Buchstaben. Sinngemäß: „Beschreibe den Edlen mit Lob — wie oft war ein Mensch freigebig und erhaben; lass den Ungerechten, mehre die Gottesfurcht, bleibe ein Strebender, so wirst du gewinnen.“

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Die Zunge nähert sich dem Artikulationsort des folgenden Buchstabens, berührt ihn aber nicht. Dabei wird 2 Takte lang durch die Nase gesummt.

noon sukun

Idġām mit Ġunnaإدغام بغنة

Verschmelzung mit Nasalisierung (ي ن م و)

فَمَن يَعْمَلْ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Idġām bedeutet ‚Einschmelzen‘. Wenn auf ein نْ oder Tanwīn einer der 4 Buchstaben ي ن م و folgt (immer über eine Wortgrenze), geht das ن in den folgenden Buchstaben über — mit 2 Takten Ġunna. Bei ن und م ist die Verschmelzung vollständig, bei ي und و bleibt die Ġunna des ن hörbar. Innerhalb eines Wortes (دُنْيَا, بُنْيَان, قِنْوَان, صِنْوَان) gilt die Regel nicht.

2
Wann tritt die Regel auf?

ن sukūn ODER Tanwīn, gefolgt von ي ن م و (nur über Wortgrenze hinweg)

Merkspruch
يَنْمُو
yanmū

‚es wächst / gedeiht‘ — die vier Buchstaben dieses Wortes (ي ن م و) sind genau die Idġām-Buchstaben mit Ġunna.

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Das نْ wird nicht gesprochen — stattdessen wird der folgende Buchstabe verdoppelt (mit šadda) und 2 Takte lang durch die Nase gesummt.

noon sukun

Idġām ohne Ġunnaإدغام بلا غنة

Verschmelzung ohne Nasalisierung (ر ل)

هُدًى مِّن رَّبِّهِمْ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Bei Idġām ohne Ġunna verschmilzt das نْ vollständig mit dem folgenden ل oder ر — ohne Nasalisierung. Man spricht nur den verdoppelten Buchstaben.

2
Wann tritt die Regel auf?

ن sukūn ODER Tanwīn, gefolgt von ل oder ر

3
Wie spricht man es aus?Dauer0 Takte

Kein Nasalklang. Der folgende Buchstabe wird einfach mit šadda ausgesprochen.

noon sukun

Iqlābإقلاب

ن sukūn + ب → wird zu m-Laut

مِنۢ بَعْدِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Iqlāb bedeutet ‚Umwandlung‘. Wenn auf ein نْ (Nūn sukūn) oder Tanwīn ein ب folgt, wird das ن zu einem م-Laut umgewandelt — mit einer 2 Takte langen Ġunna (Nasalisierung).

2
Wann tritt die Regel auf?

ن sukūn ODER Tanwīn (ً ٍ ٌ), gefolgt von ب — entweder im gleichen Wort oder beim nächsten

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Die Lippen schließen sich leicht, als würde man ein ‚m‘ formen. Dabei entsteht ein nasales Summen für 2 Takte, bevor das ب gesprochen wird.

2Regeln des Mīm sukūn

أحكام الميم الساكنة

Ganz analog zum Nūn sukūn — dieselbe Logik, nun für ein ruhendes مْ. Vor allen anderen Buchstaben gilt Iẕhār Šafawī: das م wird klar gesprochen und bleibt ungefärbt.

meem sukun

Iḫfāʾ Šafawīإخفاء شفوي

م sukūn + ب → nasal verkürzt (2 Takte)

وَمَا هُم بِمُؤْمِنِينَ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

‚Šafawī‘ bedeutet ‚lippenbezogen‘. Dies tritt auf, wenn ein مْ (Mīm sukūn) auf einen ب trifft. Die Lippen schließen sich leicht, wodurch ein nasales Summen entsteht.

2
Wann tritt die Regel auf?

م sukūn gefolgt von ب

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Die Lippen werden leicht geschlossen (nicht gepresst). Dabei 2 Takte nasales Summen, dann öffnen für das ب.

meem sukun

Idġām Šafawīإدغام شفوي

م sukūn + م → Verschmelzung (2 Takte Ġunna)

فِى قُلُوبِهِم مَّرَضٌ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Wenn ein مْ auf ein anderes م trifft, verschmelzen sie zu einem einzigen, verdoppelten م mit 2 Takten Ġunna.

2
Wann tritt die Regel auf?

م sukūn gefolgt von م

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Die Lippen schließen sich fest, 2 Takte nasales Summen.

3Ġunna (Nasalisierung)

الغنة

Das Nasal-Summen, das dir schon bei Nūn und Mīm begegnet ist — jetzt als eigenes Grundprinzip bei نّ und مّ mit Šadda.

ghunna

Ġunnaغنة

Nasalisierung (2 Takte) bei نّ/مّ mit šadda

ٱلنَّاسِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Ġunna ist ein Nasalklang. Sie tritt immer auf, wenn نّ oder مّ (mit Šadda) gelesen werden — 2 Takte lang durch die Nase. Das م in ar-raḥmān hat keine Šadda und deshalb auch keine Ġunna.

2
Wann tritt die Regel auf?

نّ oder مّ (immer mit šadda)

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Die Luft strömt vollständig durch die Nase. Der Klang ähnelt einem langen ‚mm‘ oder ‚nn‘.

4Qalqala

القلقلة

Ein leicht hörbares Echo-/Vibrations-Phänomen bei fünf bestimmten Buchstaben mit Sukūn.

qalqala

Qalqalaقلقلة

Echo-Buchstaben ق ط ب ج د mit sukūn

رَزَقْنَـٰهُمْ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Qalqala bedeutet ‚Hüpfen‘ oder ‚Vibrieren‘. Die fünf Qalqala-Buchstaben erzeugen einen leichten Echo-/Vibrations-Effekt, wenn sie mit sukūn (ohne Vokal) oder am Wortende gelesen werden.

2
Wann tritt die Regel auf?

Einer der 5 Buchstaben ق ط ب ج د mit sukūn oder am Versende

Merkspruch
قُطْبُ جَدٍّ
Quṭbu ǧaddin

‚Pol des Ahnherrn‘ — die fünf Buchstaben dieser zwei Wörter (ق ط ب / ج د) sind genau die Qalqala-Buchstaben.

3
Wie spricht man es aus?

Beim Aussprechen wird der Buchstabe mit einem kurzen, deutlichen ‚Hüpfer‘ abgeschlossen — nicht gedämpft, sondern klar hörbar. Wie ein kurzes ‚Echo‘.

5Madd (Längungen)

المد

Ein neues Prinzip: das Dehnen von Vokalen. 2 Takte sind der Grundwert; vor Hamza, vor der Pause am Versende und vor festem Sukūn wird länger gezogen.

madd

Madd Ṭabīʿī (natürlich)مد طبيعي

Natürliche Längung von 2 Takten

ٱلرَّحْمَـٰنِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Madd Ṭabīʿī ist die Grund-Längung der Vokale. Wenn ا, و oder ي in ihrer Madd-Form stehen (Fatḥa-Alif, Ḍamma-Wāw, Kasra-Yāʾ), werden sie 2 Takte gezogen.

2
Wann tritt die Regel auf?

ا nach Fatḥa, و nach Ḍamma, ي nach Kasra — ohne folgendes Hamza oder sukūn

3
Wie spricht man es aus?Dauer2 Takte

Genau 2 Takte lang — nicht kürzer, nicht länger. Das ist der Referenzwert.

madd

Madd bei Hamza (Muttaṣil / Munfaṣil, 4–5 Takte)مد متصل ومنفصل

Längung vor Hamza, 4–5 Takte

وَٱلسَّمَآءَ بِنَآءً
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Folgt auf einen Madd-Buchstaben ein Hamza, wird länger gezogen. Steht das Hamza im selben Wort (Madd Wāǧib Muttaṣil, z. B. ٱلسَّمَآءِ), ist die Längung Pflicht; steht es am Anfang des nächsten Wortes (Madd Ǧāʾiz Munfaṣil, z. B. بِمَآ أُنزِلَ), ist sie bei Ḥafṣ üblich, aber kürzer erlaubt. Im Muṣḥaf zeigt das Wellenzeichen ~ (Madda) die Stelle an.

2
Wann tritt die Regel auf?

Madd-Buchstabe ا و ي gefolgt von Hamza — im selben Wort (Pflicht) oder am Anfang des nächsten (zulässig)

3
Wie spricht man es aus?Dauer4–5 Takte

4 Takte als Regel (bei Ḥafṣ über aš-Šāṭibiyya auch 5), also doppelt so lang wie ein natürliches Madd.

madd

Madd ʿĀriḍ li-s-Sukūn (am Versende, 2–6 Takte)مد عارض للسكون

Längung vor der Pause am Versende, 2, 4 oder 6 Takte

ٱلرَّحِيمِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Wer am Versende pausiert, spricht den letzten Vokal nicht mehr: der letzte Buchstabe ruht. Steht vor ihm ein Madd-Buchstabe (wie das ī in ar-raḥīm oder das ū in yaʿlamūn), darf dieser länger gezogen werden. Die Längung ist ‚zulässig‘ (ǧāʾiz), weil sie nur durch die Pause entsteht; wer weiterliest, dehnt nur 2 Takte.

2
Wann tritt die Regel auf?

Madd-Buchstabe vor dem letzten Buchstaben eines Verses, wenn dort pausiert wird

3
Wie spricht man es aus?Dauer2–6 Takte

Beim Pausieren 2, 4 oder 6 Takte, alle drei sind erlaubt; innerhalb einer Rezitation sollte man bei einer Länge bleiben.

madd

Madd Lāzim (verpflichtend, 6 Takte)مد لازم

Verpflichtende Längung von 6 Takten

ٱلضَّآلِّينَ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Madd Lāzim ist die längste Madd-Form — immer genau 6 Takte. Entsteht, wenn auf einen Madd-Buchstaben ein Buchstabe mit festem Sukūn oder mit Šadda folgt; fest heißt: der Sukūn gehört zum Wort und entsteht nicht erst durch eine Pause (das wäre Madd ʿĀriḍ). In Wörtern heißt das Kalimī (ٱلضَّآلِّينَ), in den Buchstabennamen am Surenanfang Ḥarfī (الٓمٓ).

2
Wann tritt die Regel auf?

Madd-Buchstabe + fester Sukūn (z. B. الٓمٓ) oder + Šadda (z. B. ٱلضَّآلِّينَ)

3
Wie spricht man es aus?Dauer6 Takte

Exakt 6 Takte. Die längste Längung im Qurʾān.

6Stumme Buchstaben & Lām

الحروف الساكنة

Lesehilfen: Buchstaben, die geschrieben, aber nicht gesprochen werden (Hamzat al-Waṣl, Sonnenbuchstaben-Lām).

silent

Hamzat al-Waṣlهمزة وصل

Verbindungs-Hamza (meist stumm)

بِسْمِ ٱللَّهِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Hamzat al-Waṣl (ٱ) ist eine Hamza, die am Wortanfang steht, aber beim Verbinden mit dem vorherigen Wort stumm bleibt. Nur am Satzanfang wird sie ausgesprochen.

2
Wann tritt die Regel auf?

ٱ am Wortanfang (z.B. in ٱللَّهِ, ٱلرَّحْمَٰنِ)

3
Wie spricht man es aus?

Wenn der Vers an einer Stelle pausiert wird und dann hier fortgesetzt → ausgesprochen. Beim fließenden Lesen → übersprungen.

silent

Lām Šamsiyya (Sonnenbuchstabe)لام شمسية

Stummes ل vor 14 ‚Sonnen‘-Buchstaben

ٱلرَّحْمَـٰنِ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Wenn auf das ال (Artikel) einer der 14 Sonnenbuchstaben folgt, wird das ل nicht ausgesprochen. Stattdessen wird der Sonnenbuchstabe verdoppelt. Das Gegenstück sind die 14 Mondbuchstaben (ا ب ج ح خ ع غ ف ق ك م ه و ي), bei denen das ل klar ausgesprochen wird (z.B. al-qamar = ‚der Mond‘, al-bait = ‚das Haus‘).

2
Wann tritt die Regel auf?

ال + einer der 14 Sonnenbuchstaben: ت ث د ذ ر ز س ش ص ض ط ظ ل ن

Merkspruch
طِبْ ثُمَّ صِلْ رَحِماً تَفُزْ ضِفْ ذا نِعَمٍ دَعْ سُوءَ ظَنٍّ زُرْ شَرِيفاً لِلْكَرَمْ
Ṭib ṯumma ṣil raḥiman tafuz, ḍif ḏā niʿamin daʿ sūʾa ẓannin, zur šarīfan li-l-karam

Merkvers: Der ANFANGSBUCHSTABE jedes Wortes ist einer der 14 Sonnenbuchstaben. Sinngemäß: „Sei gütig, dann pflege die Verwandtschaft, so wirst du siegen; beherberge den Wohltäter, lass üble Vermutung, besuche einen Edlen um der Großzügigkeit willen.“

3
Wie spricht man es aus?

Das لْ einfach überspringen — nur den verdoppelten folgenden Buchstaben sprechen.

silent

Stummساكن

Nicht gesprochener Buchstabe

كَفَرُواْ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Einige Buchstaben werden in bestimmten Positionen nicht ausgesprochen — z.B. das ا in einigen Pluralformen.

2
Wann tritt die Regel auf?

Varianten — z.B. stummes ا in 3. Person Pl. Perfekt (كانوا)

3
Wie spricht man es aus?

Überspringen, als wäre der Buchstabe nicht da.

7Weitere Idġām-Regeln

الإدغامات

Für Fortgeschrittene: das Verschmelzen gleichartiger und nahverwandter Buchstaben.

idgham

Idġām al-Mutaǧānisaynإدغام المتجانسين

Verschmelzung gleichartiger Buchstaben

ٱرْكَب مَّعَنَا
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Wenn zwei Buchstaben aus demselben Artikulationsort aufeinanderfolgen (z.B. ت-د, د-ت, ث-ذ), verschmelzen sie.

2
Wann tritt die Regel auf?

Buchstabenpaare aus gleichem Makhraj (z.B. ت+د, ث+ذ, ب+م)

3
Wie spricht man es aus?

Der erste Buchstabe wird übersprungen, der zweite verdoppelt gesprochen.

idgham

Idġām al-Mutaqāribaynإدغام المتقاربين

Verschmelzung naher Buchstaben

وَقُل رَّبِّ
Farbe im Qurʾān
1
Was ist es?

Wenn zwei Buchstaben aus nahe beieinander liegenden Artikulationsorten (aber nicht identisch) aufeinander folgen, verschmelzen sie. Beispiel: ق+ك, ل+ر.

2
Wann tritt die Regel auf?

Buchstabenpaare aus nahen Makhraj (z.B. ق+ك, ل+ر)

3
Wie spricht man es aus?

Ähnlich wie al-Mutaǧānisayn — der erste Buchstabe geht im zweiten auf.

Die Farbkodierung folgt dem Standard des König-Fahd-Komplexes (Medina) / Tanzil-Projekt. Beim Lernen der Rezitation ist der Unterricht bei einem qualifizierten Lehrer unerlässlich.

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