Es überlieferte Aḥmad b. ʿAlī b. Abī Ṭālib, dass Imām aṣ-Ṣādiq (as.) gefragt wurde:
"So gib mir Kunde, ist [denn] etwas an der Schöpfung Allāhs und Seiner Anordnung zu tadeln?"
Er sprach: "Nein."
Da wurde gesagt: "Allāh hat Seine Schöpfung unbeschnitten erschaffen, ist das von Ihm Weisheit oder spielerischer Mutwille?"
Er sprach: "Vielmehr eine Weisheit von Ihm."
Da wurde zu ihm gesprochen: "Ihr habt die Schöpfung Allāhs verändert und euer Tun beim Abschneiden der Vorhaut für richtiger erachtet als das, was Allāh für sie erschaffen hat. Und ihr habt den Unbeschnittenen getadelt (obwohl Allāh ihn erschaffen hat) und ihr habt die Beschneidung gelobt, die doch euer Tun ist. Oder sagt ihr etwa, dass jenes von Allāh ein Fehler war, [und] keine Weisheit?"
Er (as.) sprach: "Jenes ist von Allāh Weisheit und richtig, nur dass Er es zur Sunna gesetzt und Seinen Geschöpfen zur Pflicht gemacht hat.
Gleichwie wir, wenn das Neugeborene aus dem Bauche seiner Mutter heraustritt, finden, dass seine Nabelschnur mit dem Nabel seiner Mutter verbunden ist, so hat sie der Weise erschaffen und den Dienern befohlen, sie zu durchtrennen. Und im Belassen [der Nabelschnur] liegt offenkundige Verderbnis für das Neugeborene und die Mutter.
Und ebenso die Nägel des Menschen, Er hat geboten, dass sie, wenn sie länger werden, geschnitten werden. Und Er war fähig, am Tage, da Er die Schöpfung des Menschen anordnete, sie als eine Schöpfung zu erschaffen, die nicht länger wird.
Und ebenso das Haar vom Schnurrbart und vom Kopfe, es wird länger und wird abgeschnitten.
Und ebenso die Stiere, Allāh hat sie [zeugungsfähig] erschaffen, doch ihre Verschneidung ist passender. Und es liegt darin kein Tadel an der Anordnung Allāhs, des Erhabenen und Gewaltigen."