Saʿd b. ʿAbd Allāh al-Qummī sagte:
"Berichte mir über aṣ-Ṣiddīq (Abū Bakr) und al-Fārūq (ʿUmar), ob sie den Islam freiwillig angenommen haben oder widerwillig?"
Imām al-Mahdī (as.) sagte:
"Warum hast du nicht gesagt (zu jenen mit denen Saʿd diskutiert hatte), dass sie den Islam aus Gier angenommen haben? Das geschah, weil sie oft bei den Juden saßen und sie nach Informationen darüber befragten, was sie in der Tora und in den übrigen früheren Schriften, die von den Schlachten (malāḥim) sprechen, von Zustand zu Zustand, über die Geschichte Muḥammads (s.) und die Folgen seiner Angelegenheit finden konnten. Die Juden pflegten zu erwähnen, dass Muḥammad über die Araber herrschen würde, so wie Nebukadnezar (Nebukadnezar II., arab.: Buḫt Naṣṣar) über die Kinder Israels herrschte. Er würde über die Araber triumphieren, so wie Nebukadnezar über die Kinder Israels triumphierte. Jedoch war er in seiner Behauptung, ein Prophet zu sein, ein Lügner (nach den Juden).
Also kamen sie (Abū Bakr und ʿUmar) zu Muḥammad, um ihm beizustehen und ihm zu bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Gott. Sie gaben ihm ihre Treue, in der Hoffnung, jeder von ihnen würde die Führung über eine Stadt erhalten, wenn seine Angelegenheiten festgelegt und seine Situation stabilisiert wäre. Als sie jedoch davon enttäuscht wurden, wandten sie sich ab. Da verhüllten sie ihr Gesicht und stiegen mit einer Gruppe ihresgleichen unter den Heuchlern den Bergpfad (al-ʿAqaba) hinauf, um ihn zu töten. Gott vereitelte ihre Pläne und wies sie mit ihrem Groll zurück.
Sie erlangten nichts Gutes, wie es auch Ṭalḥa und az-Zubair widerfuhr, als sie ʿAlī (as.) die Treue schworen. Jeder von ihnen hoffte, die Führung über eine Stadt zu erhalten. Als sie jedoch enttäuscht wurden, brachen sie ihre Treue und rebellierten gegen ihn, aber Gott traf jeden von ihnen mit dem gleichen Schicksal wie ihre ähnlichen Heuchler, die einen Treuebruch begangen hatten."
قَالَ أَخْبِرْنِي عَنِ اَلصِّدِّيقِ وَ اَلْفَارُوقِ أَسْلَمَا طَوْعاً أَوْ كَرْهاً لِمَ لَمْ تَقُلْ لَهُ بَلْ أَسْلَمَا طَمَعاً وَ ذَلِكَ بِأَنَّهُمَا كَانَا يُجَالِسَانِ اَلْيَهُودَ وَ يَسْتَخْبِرَانِهِمْ عَمَّا كَانُوا يَجِدُونَ فِي اَلتَّوْرَاةِ وَ فِي سَائِرِ اَلْكُتُبِ اَلْمُتَقَدِّمَةِ اَلنَّاطِقَةِ بِالْمَلاَحِمِ مِنْ حَالٍ إِلَى حَالٍ مِنْ قِصَّةِ مُحَمَّدٍ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَ آلِهِ وَ مِنْ عَوَاقِبِ أَمْرِهِ فَكَانَتِ اَلْيَهُودُ تَذْكُرُ أَنَّ مُحَمَّداً يُسَلَّطُ عَلَى اَلْعَرَبِ كَمَا كَانَ بُخْتَنَصَّرُ سُلِّطَ عَلَى بَنِي إِسْرَائِيلَ وَ لاَ بُدَّ لَهُ مِنَ اَلظَّفَرِ بِالْعَرَبِ كَمَا ظَفِرَ بُخْتَنَصَّرُ بِبَنِي إِسْرَائِيلَ غَيْرَ أَنَّهُ كَاذِبٌ فِي دَعْوَاهُ أَنَّهُ نَبِيٌّ فَأَتَيَا مُحَمَّداً فَسَاعَدَاهُ عَلَى شَهَادَةِ أَنْ لاَ إِلَهَ إِلاَّ اَللَّهُ وَ بَايَعَاهُ طَمَعاً فِي أَنْ يَنَالَ كُلُّ وَاحِدٍ مِنْهُمَا مِنْ جِهَتِهِ وَلاَيَةَ بَلَدٍ إِذَا اِسْتَقَامَتْ أُمُورُهُ وَ اِسْتَتَبَّتْ أَحْوَالُهُ فَلَمَّا أَيِسَا مِنْ ذَلِكَ تَلَثَّمَا وَ صَعِدَا اَلْعَقَبَةَ مَعَ عِدَّةٍ مِنْ أَمْثَالِهِمَا مِنَ اَلْمُنَافِقِينَ عَلَى أَنْ يَقْتُلُوهُ فَدَفَعَ اَللَّهُ تَعَالَى كَيْدَهُمْ وَ رَدَّهُمْ بِغَيْظِهِمْ لَمْ يَنٰالُوا خَيْراً كَمَا أَتَى طَلْحَةُ وَ اَلزُّبَيْرُ عَلِيّاً عَلَيْهِ السَّلاَمُ فَبَايَعَاهُ وَ طَمَعَ كُلُّ وَاحِدٍ مِنْهُمَا أَنْ يَنَالَ مِنْ جِهَتِهِ وَلاَيَةَ بَلَدٍ فَلَمَّا أَيِسَا نَكَثَا بَيْعَتَهُ وَ خَرَجَا عَلَيْهِ فَصَرَعَ اَللَّهُ كُلَّ وَاحِدٍ مِنْهُمَا مَصْرَعَ أَشْبَاهِهِمَا مِنَ اَلنَّاكِثِينَ
Quelle
Kamāl ad-Dīn wa Tamām an-Niʿma von aṣ-Ṣadūq, B. 2, S. 454