Es wurde überliefert von Salmān al-Fārisī, dass er sprach:
"Dem Propheten (s.) ward eine Traube außerhalb ihrer Jahreszeit geschenkt. Er sprach zu mir: 'O Salmān, bringe mir meine beiden Söhne al-Ḥasan und al-Ḥusain, dass sie mit mir von dieser Traube essen.'
Da ging ich, klopfte an die Wohnung ihrer Mutter, ich sah sie nicht. Ich kam zur Wohnung ihrer Schwester Umm Kulṯūm, ich sah sie nicht. Da kam ich [zurück] und teilte es dem Propheten (s.) mit. Er ward unruhig und sprang auf, indem er sprach: 'O meine beiden Söhne! O Wonne meiner Augen! Wer mir zu ihnen den Weg weist, dem stehe das Paradies bei mir zu.'
Da stieg Ǧibrīl (as.) vom Himmel herab und sprach: 'O Muḥammad, Allāh entbietet dir den Friedensgruß und spricht: Sei nicht traurig und sei nicht bekümmert. Wisse, o Muḥammad, dass deine beiden Söhne al-Ḥasan und al-Ḥusain im Garten des Abū d-Daḥdāḥ schlafen.'
So ging der Gesandte Allāhs (s.) sogleich, ohne zu zögern, zu jenem Garten, und ich kam mit ihm, bis wir den Garten betraten. Da waren sie schlafend, einer den anderen umfangen, und eine Schlange [war bei ihnen], die in ihrem Maule ein Bündel Süßbasilikum (raiḥān) hatte, mit dem sie ihre Antlitze fächelte.
Als die Schlange den Propheten (s.) erblickte, ließ sie aus, was in ihrem Maule war, und sprach: 'Friede sei mit dir, o Gesandter Allāhs. Ich bin keine Schlange, vielmehr bin ich ein Engel von den Engeln Allāhs, von den Cherubim (al-karūbiyyīn). Ich war eine Stunde lang vom Gedenken meines Herrn unachtsam, da zürnte mir mein Herr und machte mich zu einer Schlange, wie du siehst, und warf mich vom Himmel zur Erde herab. Seit vielen Jahren suche ich einen vor Allāh Edlen, dass ich ihn bitte, bei meinem Herrn für mich Fürsprache einzulegen, vielleicht erbarmt sich meiner mein Herr und macht mich wieder zu einem Engel, wie ich [zuvor] war. Er ist mächtig über alle Dinge.'"