20. Ḏū l-Ḥiǧǧa
6. Juni 2026
al-Amālī

Imām aṣ-Ṣādiq (as.)

Charakter und Ethik
1 Min Lesezeit· 238 Wörter
Schrift:
Abān b. ʿUṯmān überlieferte über Imām aṣ-Ṣādiq (as.): "Die Menschen sprachen in seiner Gegenwart über die Mannhaftigkeit (al-muruwwa). Da sprach er: 'Glaubt ihr, die Mannhaftigkeit sei Übertretung und Ausschweifung? Keineswegs. Die Mannhaftigkeit (al-muruwwa) und der gute Anstand (al-adab) sind: eine vorgesetzte Speise, eine erwiesene Wohltat, das Wirken des Geziemenden und das Unterlassen des Leid Zufügens. Was aber das andere ist, das ist Verschlagenheit und Übertretung.' Sodann sprach er: 'Was ist der Anstand?' Wir sprachen: 'Wir wissen es nicht.' Er sprach: 'Der Anstand (bei Allāh) besteht darin, dass der Mann seinen Esstisch im Hofe seiner Wohnstätte aufstellt. Und der Anstand ist zweifach: Anstand bei Sesshaftigkeit (ḥaḍar) und Anstand auf Reise (safar). Was den der Sesshaftigkeit betrifft: das Lesen des Qurʾāns, das Festhalten an der Moschee, das Erfüllen der Bedürfnisse der Brüder und die Wohltat dem Diener gegenüber, denn das gehört zu dem, womit man dem Freunde Freude bereitet und den Feind bändigt. Was den der Reise betrifft: reichlicher und wohlschmeckender Reiseproviant und seine Mitteilung an den, der mit dir ist; das Verschweigen des Geheimnisses der Leute nach deiner Trennung von ihnen; und das häufige Scherzen mit dem, was den Zorn Allāhs nicht herabruft.' Sodann sprach er: 'Bei Dem, der meinen Großvater (s.) mit der Wahrheit als Propheten entsandt hat, Allāh versorgt den Diener im Maße seines Anstandes; und der Beistand kommt vom Himmel im Maße der Verpflegung herab; und die Geduld kommt herab im Maße der Härte der Heimsuchung.'"
Arabischer Originaltext
Wird zurzeit recherchiert und ergänzt, inšāʾAllāh.
Quelle
al-Amālī, S. 395, Ḥadīṯ 3
via Al-Ghadir