20. Ḏū l-Ḥiǧǧa
6. Juni 2026
al-Iršād

Imām as-Saǧǧād (as.)

Trauer und Trauerritus
2 Min Lesezeit· 458 Wörter
Schrift:
Muḥammad al-Ukbarī berichtete, dass Imam Zain al-ʿĀbidīn (a.) sagte: "Ich nahm an dem Morgen vor dem Abend, an dem mein Vater ermordet wurde, Platz, während meine Tante Zainab bei mir war und mich pflegte und sich mein Vater eines seiner Zelte zurückzog. Juwain, ein Bediensteter von Abū Ḏarr Al-Ghifari, war bei ihm und kümmerte sich um sein Schwert und besserte es aus. Mein Vater sprach: "O Zeit, Pfui wegen einem Freund wie dir. Wie viele Morgendämmerungen und Sonnenuntergänge oder zur Strecke gebrachte Suchende hast du und doch lässt sich die Zeit nicht von einem Austausch überzeugen. Die Sache steht nur dem Erhabenen zu und jedes Lebewesen betritt meinen Weg." Er wiederholte es zwei – oder dreimal, bis ich es verstand und erkannte, was er meinte. Tränen überkamen mich, doch ich drängte sie zurück und band mich an das Schweigen und wusste, dass das Unheil bereits seinen Lauf genommen hatte. Was meine Tante betrifft, so hörte sie das, was ich hörte, denn sie war eine Frau und die Feinfühligkeit und das Trauern ist ein Merkmal der Frauen. So hielt sie sich nicht davon ab, aufzuspringen und ihr Gewand zu zerreißen, wobei sie betrübt war, bis sie dann zu ihm kam und sprach: "Welch ein Verlust, hätte doch der Tod meinem Leben ein Ende bereitet. Heute sind meine Mutter Fāṭima und mein Vater ʿAlī und mein Bruder Hasan dahingeschieden. O vergangener Nachfolger und verbleibender." Daraufhin schaute sie Husain (a.) an und sprach zu ihr: "O Schwester, der Satan soll dir nicht deine Sanftmut nehmen." Seine Augen füllten sich mit Tränen und er sprach: "Würde man den Wildvogel alleine lassen, dann würde er schlafen." Sie sprach: "Wehe, wird dir deine Seele entrissen werden? Das ist noch schmerzhafter für mein Herz und belastender für meine Seele!" Dann schlug sie ihr Gesicht und kippte auf ihr Gewand und zerriss es und fiel darauf in Ohnmacht. Husain (a.) trat vor sie, goss Wasser auf ihr Gesicht und sprach zu ihr: "O Schwester, fürchte Gott und beklage deine Trauer bei Gott und wisse, dass die Bewohner der Erde sterben und die Bewohner des Himmels nicht verweilen und dass alles ein Ende findet, außer Gottes Angesicht, Der die Schöpfung durch Seine Macht erschuf und die Geschöpfe auferweckt und sie zurückkehren und Er alleine ist einzigartig. Mein Vater, meine Mutter und mein Bruder sind besser als ich und für mich und für jeden Muslim ist Gottes Gesandter (s.) ein Vorbild." Er tröstete sie mit diesem und ähnlichem und sprach zu ihr: "O Schwester, ich habe einen Eid geleistet, so erfülle meinen Eid. Zerreiß wegen mir kein Gewand und zerkratz wegen mir kein Gesicht und rufe wegen mir kein Wehklagen und keine Trauer, wenn ich dahingeschieden bin." Danach brachte er sie herbei und ließ sie neben mir sitzen."
Arabischer Originaltext
Wird zurzeit recherchiert und ergänzt, inšāʾAllāh.
Quelle
al-Iršād von al-Mufīd, B. 2, S. 93 – 94
via Al-Ghadir