5 Min Lesezeit· 974 Wörter
Schrift:
Ibn Šahrāšūb berichtet in den Manāqib: Al-Faḍl b. ar-Rabīʿ und ein anderer Mann sagten:
Hārūn ar-Rašīd zog zur Wallfahrt und begann mit dem Umlauf, und das Volk wurde davon abgehalten, damit er allein sei. Während er dabei war, eilte ein Beduine zum Haus und begann, mit ihm zu umlaufen. Der Türhüter sagte:
"Du da, mach Platz vor dem Gesicht des Kalifen." Da fuhr der Beduine sie an und sagte: "Gott hat die Menschen an diesem Ort gleichgestellt, denn Er sagte: ﴾gleich, ob einer dort wohnt oder von draußen kommt﴿22:25 (22:25)." Da befahl er dem Türhüter, von ihm abzulassen. Jedes Mal, wenn ar-Rašīd umlief, lief der Beduine vor ihm, und als er sich zum Schwarzen Stein aufmachte, um ihn zu küssen, kam ihm der Beduine zuvor und küsste ihn. Dann ging ar-Rašīd zum Standort Ibrāhīms, um dort zu beten, und der Beduine betete vor ihm. Als Hārūn sein Gebet beendet hatte, ließ er den Beduinen rufen. Die Türhüter sagten: "Folge dem Befehlshaber der Gläubigen." Er sagte: "Ich habe kein Anliegen an ihn, dass ich zu ihm aufstünde. Wenn er ein Anliegen hat, so ist es eher an ihm, zu mir aufzustehen." Er sagte: "Er hat recht", ging zu ihm und grüßte ihn, und er (as.) erwiderte den Gruß. Hārūn sagte: "Setze ich mich, Beduine?" Er sagte: "Der Ort gehört nicht mir, dass du mich um Erlaubnis bätest, dich zu setzen. Es ist das Haus Gottes, das Er für Seine Diener errichtet hat. Willst du dich setzen, so setz dich, und willst du gehen, so geh." Hārūn setzte sich und sagte: "Weh dir, Beduine, drängt sich einer wie du an Könige?" Er sagte: "Ja, und an einen, dem man zuhören muss." Er sagte: "Ich werde dich fragen, und wenn du versagst, lasse ich dich leiden." Er sagte: "Ist deine Frage die Frage eines Lernenden oder die Frage eines Streitsüchtigen?" Er sagte: "Die Frage eines Lernenden." Er sagte: "Dann setz dich an die Stelle des Fragenden vor den Gefragten und frage, und du wirst gefragt."
Da sagte Hārūn: "Sag mir, was ist deine Pflicht?" Er sagte: "Die Pflicht, Gott erbarme sich deiner, ist eine, und fünf, und siebzehn, und vierunddreißig, und vierundneunzig, und hundertdreiundfünfzig auf siebzehn, und von zwölf eins, und von vierzig eins, und von zweihundert fünf, und von der ganzen Lebenszeit eins, und eins für eins." Da lachte ar-Rašīd und sagte: "Weh dir, ich frage dich nach deiner Pflicht, und du zählst mir Rechnungen auf?" Er sagte: "Weißt du nicht, dass die Religion ganz Rechnung ist? Wäre die Religion keine Rechnung, hätte Gott für die Geschöpfe keine Abrechnung angesetzt." Dann rezitierte er: ﴾Und wäre es auch das Gewicht eines Senfkorns, Wir bringen es bei, und Wir genügen als Abrechner﴿21:47 (21:47). Er sagte: "So erkläre mir, was du gesagt hast, sonst befehle ich, dich zwischen aṣ-Ṣafā und al-Marwa zu töten." Da sagte der Türhüter: "Schenk ihn Gott und diesem Ort." Da lachte der Beduine über sein Wort, und ar-Rašīd sagte: "Worüber lachst du, Beduine?" Er sagte: "Aus Verwunderung über euch beide, denn ich weiß nicht, wer von euch der Unwissendere ist: der, der um eine Frist bittet, die schon da ist, oder der, der eine Frist herbeieilt, die noch nicht da ist." Da sagte ar-Rašīd: "Erkläre, was du gesagt hast." Er sagte: "Mein Wort, die Pflicht ist eine: Die Religion des Islams ist ganz eine. Zu ihr gehören fünf Gebete, das sind siebzehn Rakʿas, vierunddreißig Niederwerfungen, vierundneunzig Takbīr und hundertdreiundfünfzig Tasbīḥ. Mein Wort, von zwölf eins: Das ist das FastenṢawm — FastenDas Fasten, besonders im Monat Ramaḍān — eine der Säulen der Religion.→ Verwandte Aḥādīṯ des Monats Ramaḍān von zwölf Monaten. Mein Wort, von vierzig eins: Wer vierzig Dinar besitzt, dem hat Gott einen Dinar zur Pflicht gemacht. Mein Wort, von zweihundert fünf: Wer zweihundert Dirham besitzt, dem hat Gott fünf Dirham zur Pflicht gemacht. Mein Wort, von der ganzen Lebenszeit eins: Das ist die Wallfahrt des Islams. Und mein Wort, eins für eins: Wer Blut ohne Recht vergießt, dessen Blut muss vergossen werden. Gott, der Erhabene, sagt: ﴾Leben für Leben﴿5:45 (5:45)." Da sagte ar-Rašīd: "Gott segne dich!" und gab ihm einen Geldbeutel.
Er sagte: "Wodurch habe ich diesen Beutel von dir verdient, Hārūn, durch das Reden oder durch die Frage?" Er sagte: "Durch das Reden." Er sagte: "Dann frage ich dich nach einer Sache. Wenn du sie beantwortest, gehört der Beutel dir, und du gibst ihn an diesem edlen Ort als Almosen. Wenn du mir aber nicht antwortest, legst du zu dem Beutel einen zweiten Beutel, den ich den Armen des Stammesviertels meiner Leute als Almosen gebe." Da befahl er, einen weiteren zu bringen, und sagte: "Frage, was dir einfällt." Er sagte: "Sag mir, füttert der Mistkäfer sein Junges mit dem Schnabel, oder säugt er es?" Da wurde Hārūn zornig und sagte: "Weh dir, Beduine, fragt man einen wie mich nach so einer Sache?" Er sagte: "Ich habe von einem gehört, der vom Gesandten GottesProphet Muḥammad (s.)Der Gesandte Gottes (ṣ.) — Siegel der Propheten. Alle Aḥādīṯ von ihm.→ Alle Aḥādīṯ ansehen (s.) gehört hat, dass er sagte: Wer über Leute gesetzt wird, dem wird Verstand wie ihr Verstand geschenkt. Du bist der Imām dieser Gemeinde, und du darfst nach nichts aus deiner Religion und den Pflichten gefragt werden, ohne darauf zu antworten. Hast du also die Antwort darauf?" Hārūn sagte: "Gott erbarme sich deiner, nein. Erkläre mir, was du gesagt hast, und nimm die beiden Beutel." Er sagte: "Als Gott, der Erhabene, die Erde erschuf, erschuf Er die Kriechtiere der Erde, die ohne Magensaft und Blut sind, aus dem Staub und machte ihre Nahrung und ihr Leben daraus. Wenn das Junge seine Mutter verlässt, füttert sie es nicht und säugt es nicht, und sein Leben ist aus dem Staub." Da sagte Hārūn: "Bei Gott, niemand ist mit einer solchen Frage geprüft worden." Der Beduine nahm die beiden Beutel und ging hinaus. Einige Leute folgten ihm und fragten ihn nach seinem Namen, und es war Mūsā b. Ǧaʿfar b. Muḥammad (as.). Das wurde Hārūn mitgeteilt, und er sagte: "Bei Gott, dieses Blatt musste von jenem Baum sein."
الفضل بن الربيع ورجل آخر قالا: حج هارون الرشيد وابتدأ بالطواف، ومنعت العامة من ذلك، لينفرد وحده، فبينما هو في ذلك إذا ابتدر أعرابي البيت، وجعل يطوف معه. فقال الحاجب: تنح ياهذا عن وجه الخليفة، فانتهرهم الاعرابي وقال: إن الله ساوى بين الناس في هذا الموضع فقال ﴿سواءا العاكف فيه والباد﴾ فأمر الحاجب بالكف عنه، فكلما طاف الرشيد طاف الاعرابي أمامه، فنهض إلى الحجر الاسود ليقبله فسبقه الاعرابي إليه والتثمه، ثم صار الرشيد إلى المقام ليصلي فيه فصلى الاعرابي أمامه. فلما فرغ هارون من صلاته، استدعى الاعرابي فقال الحجاب: أجب أمير المؤمنين فقال: مالي إليه حاجة فأقوم إليه بل إن كانت الحاجة له فهو بالقيام إلي أولى قال: صدق فمشى إليه وسلم عليه فرد (ع) فقال هارون: أجلس يا أعرابي؟ فقال: ما الموضع لي فتستأذنني فيه بالجلوس، إنما هو بيت الله نصبه لعباده، فان أحببت أن تجلس فاجلس، وإن أحببت أن تنصرف فانصرف. فجلس هارون وقال: ويحك يا أعرابي مثلك من يزاحم الملوك؟ قال: نعم وفي مستمع قال: فاني سائلك فان عجزت آذيتك قال: سؤالك هذا سؤال متعلم أو سؤال متعنت؟ قال: بل سؤال متعلم قال: اجلس مكان السائل من المسؤول وسل وأنت مسؤول. فقال هارون: أخبرني مافرضك؟ قال: إن الفرض رحمك الله واحد وخمسة وسبعة عشر، وأربع وثلاثون، وأربع وتسعون، ومائة وثلاثة وخمسون، على سبعة عشر، ومن اثني عشر واحد، ومن أربعين واحد، ومن مأتين خمس، ومن الدهر كله واحد، وواحد بواحد. قال: فضحك الرشيد وقال: ويحك أسألك عن فرضك، وأنت تعد علي الحساب!؟ قال: أما علمت أن الدين كله حساب، ولو لم يكن الدين حسابا لما اتخذ الله للخلائق حسابا، ثم قرأ ﴿وإن كان مثقال حبة من خردل أتينا بها و كفى بنا حاسبين﴾ قال: فبين لي ماقلت؟ وإلا أمرت بقتلك بين الصفا والمروة. فقال الحاجب: تهبه الله ولهذا المقام قال: فضحك الاعرابي من قوله، فقال الرشيد: مما ضحكت يا أعرابي؟ قال: تعجبا منكما، إذ لا أدري من الاجهل منكما، الذي يستوهب أجلا قد حضر، أو الذي استعجل أجلا لم يحضر. فقال الرشيد: فسر ما قلت؟ قال: أما قولي الفرض واحد: فدين الاسلام كله واحد، وعليه خمس صلوات، وهي سبع عشر ركعة وأربع وثلاثون سجدة وأربع وتسعون تكبيرة، ومائة وثلاث وخمسون تسبيحة، وأما قولي من اثني عشر واحد: فصيام شهر رمضان من اثني عشر شهرا، وأما قولي: من الاربعين واحد فمن ملك أربعين دينار أوجب الله عليه دينارا، وأما قولي: من مائتين خمسة فمن ملك مائتي درهم أوجب الله عليه خمسة دراهم. وأما قولي فمن الدهر كله واحد فحجة الاسلام، وأما قولي واحد من واحد فمن أهرق دما من غير حق وجب إهراق دمه قال الله تعالى: ﴿النفس بالنفس﴾ فقال الرشيد: لله درك، وأعطاه بدرة فقال: فبم استوجبت منك هذه البدرة ياهارون بالكلام؟ أو بالمسألة؟ قال: بالكلام قال: فإني سائلك عن مسألة فان أتيت بها كانت البدرة لك تصدق بها في هذا الموضع الشريف، وإن لم تجبني عنها أضعفت إلى البدرة بدرة اخرى لاتصدق بها على فقراء الحي من قومي، فأمر بإيراد اخرى وقال: سل عما بدا لك. فقال: أخبرني عن الخنفسآء تزق؟ أم ترضع ولدها؟ فحرد هارون و قال: ويحك يا أعرابي مثلي من يسأل عن هذه المسألة؟! فقال: سمعت ممن سمع من رسول الله (ص) يقول: من ولي أقواما وهب له من العقل كعقولهم، وأنت إمام هذه الامة يجب أن لاتسأل عن شئ من أمر دينك، ومن الفرايض، إلا أجبت عنها، فهل عندك له الجواب؟. قال هارون: رحمك الله لا فبين لي ما قلته، وخذ البدرتين فقال: إن الله تعالى لما خلق الارض خلق دبابات الارض الذي من غير فرث، ولا دم، خلقها من التراب، وجعل رزقها وعيشها منه، فاذا فارق الجنين امه لم تزقه ولم ترضعه وكان عيشها من التراب. فقال هارون: والله ما ابتلى أحد بمثل هذه المسألة، وأخذ الاعرابي البدرتين وخرج، فتبعه بعض الناس، وسأله عن اسمه فإذا هو موسى بن جعفر بن محمد (عليهما السلام) فاخبر هارون بذلك فقال: والله لقد كان ينبغي أن تكون هذه الورقة من تلك الشجرة.
Quelle
Biḥār al-Anwār, al-Maǧlisī, B. 48, S. 141–143, Ḥadīṯ 18 (nach al-Manāqib des Ibn Šahrāšūb)