Zur Zeit des Morgengebets kam Bilāl, während der Gesandte GottesProphet Muḥammad (s.)Der Gesandte Gottes (ṣ.) — Siegel der Propheten. Alle Aḥādīṯ von ihm.→ Alle Aḥādīṯ ansehen (s.) von der Krankheit überwältigt war, und rief: "Das Gebet! Gott erbarme sich eurer!" Da wurde der Gesandte Gottes (s.) von seinem Ruf benachrichtigt und er sagte: "Einige von ihnen sollen mit den Leuten beten, denn ich bin mit mir selbst beschäftigt."
ʿĀʾiša sagte: "Befehlt Abū Bakr!" und Ḥafṣa sagte: "Befehlt ʿUmar!" Als der Gesandte Gottes (s.) ihre Worte hörte und sah, wie eifrig jede von beiden darauf bedacht war, ihren Vater hervorzuheben, und wie sehr sie davon betört waren, obwohl der Gesandte Gottes (s.) doch noch am Leben war, sagte er: "Lasst ab! Denn ihr seid die Gefährtinnen Yūsufs (Josefs)."
Dann stand er (s.) in Eile auf, aus Furcht, einer der beiden Männer könnte vortreten. Er (s.) hatte ihnen beiden befohlen, zu Usāma auszuziehen. Es war ihm nicht bekannt, dass beide zurückgeblieben waren.
Als er von ʿĀʾiša und Ḥafṣa hörte, was er hörte, wusste er, dass beide hinter seinem Befehl zurückgeblieben waren. So eilte er, um die Zwietracht (fitna) abzuwehren und den Zweifel zu beseitigen. Er (s.) stand auf, obwohl er sich vor Schwäche nicht aufrecht auf dem Boden halten konnte. ʿAlī b. Abī Ṭālib (as.) und al-Faḍl b. ʿAbbās nahmen ihn bei der Hand und er stützte sich auf beide, während seine Füße vor Schwäche über den Boden schleiften.
Als er zur Moschee hinausgegangen war, fand er Abū Bakr, der schon zur Gebetsnische (miḥrāb) vorausgeeilt war. Da deutete er ihm mit der Hand, er solle vor ihm zurücktreten. Abū Bakr trat zurück und der Gesandte Gottes (s.) trat an seine Stelle, sprach den Takbīr und begann das Gebet, das Abū Bakr begonnen hatte, und baute nicht auf dem auf, was von dessen Handlungen schon vollzogen war.
Nachdem er den Friedensgruß gesprochen hatte, ging er zu seiner Wohnstatt und ließ Abū Bakr, ʿUmar und eine Gruppe von denen rufen, die unter den Muslimen in der Moschee anwesend waren. Dann sagte er: "Habe ich euch nicht befohlen, das Heer Usāmas auszusenden?!" Sie sagten: "Doch, o Gesandter Gottes." Er sagte: "Warum seid ihr dann hinter meinem Befehl zurückgeblieben?" Abū Bakr sagte: "Ich war ausgezogen, dann ging ich am Morgen los, um meine Verbindung (ʿahd) zu dir zu erneuern." ʿUmar sagte: "O Gesandter Gottes, ich bin nicht ausgezogen, weil ich nicht gern die Reiter nach dir fragen wollte." Da sagte der Prophet (s.): "So sendet das Heer Usāmas aus! So sendet das Heer Usāmas aus!" Er wiederholte es dreimal.
Dann fiel er in Ohnmacht wegen der Erschöpfung, die ihn befallen hatte, und wegen des Kummers. Er blieb eine kurze Weile ohnmächtig und die Muslime weinten und das Wehklagen erhob sich von seinen Frauen, seinen Kindern, den muslimischen Frauen und von denen unter den Muslimen, die zugegen waren.
Als er (s.) wieder zu sich kam, sah er sie an und sagte: "Bringt mir ein Schreibzeug und ein Schulterblatt, damit ich euch ein Schriftstück schreibe, nach dem ihr niemals in die Irre geht." Dann fiel er wieder in Ohnmacht. Da stand einer der Anwesenden auf, um ein Schreibzeug und ein Schulterblatt zu suchen, und ʿUmar sagte zu ihm: "Kehr um, denn er phantasiert!" Da kehrte er um. Die Anwesenden bereuten, was sie an Versäumnis (taḍǧīʿ) beim Herbeibringen von Schreibzeug und Schulterblatt gezeigt hatten, und sie machten sich gegenseitig Vorwürfe und sagten: "﴾Gewiss, wir gehören Gott und zu Ihm kehren wir zurück﴿ (2:156). Wir haben wahrlich Besorgnis gehabt vor einem Widerspruch gegen den Gesandten Gottes."
Als er (s.) wieder zu sich kam, sagten einige von ihnen: "Sollen wir dir nicht ein Schulterblatt und ein Schreibzeug bringen, o Gesandter Gottes?" Da sagte er: "Nach dem, was ihr gesagt habt?! Nein, sondern ich lege euch ans Herz, die Angehörigen meines Hauses (ahl baitī) gut zu behandeln." Dann wandte er sein Gesicht von den Leuten ab und sie erhoben sich. Es blieben bei ihm al-ʿAbbās, al-Faḍl, ʿAlī b. Abī Ṭālib und im Besonderen die Angehörigen seines Hauses.
Da sagte al-ʿAbbās zu ihm: "O Gesandter Gottes, wenn diese Angelegenheit nach dir bei uns bestehen bleibt, so verkünde uns die frohe Botschaft. Wenn du aber weißt, dass wir darin überwältigt werden, so hinterlasse ein Vermächtnis (waṣiyya) über uns." Er sagte: "Ihr seid nach mir die Unterdrückten (mustaḍʿafūn)." Dann verstummte er. Da erhoben sich die Leute und weinten und hatten die Hoffnung auf den Propheten (s.) bereits aufgegeben.
فجاء بِلال عند صَلاة الصبح ورسولُ الله ص مغمورٌ بالمَرَض فنادى : الصلاة يَرْحَمكم الله ، فأُوذن رسولُ الله ص بندائه ، فقال : « يُصلّي بالناس بعضُهم فإنّني مشغولٌ بنفسي ».
فقالت عائشة : مُروا أبا بكر ، وقالت حَفْصةُ : مُروا عُمر. فقال رسولُ الله ص حين سَمِع كلامَهما ورأى حِرصَ كلّ واحدة منهما على التَنْويه بأبيها وافتتانهما بذلك ورسولُ الله ص حيٌّ! : « اُكْفُفْنَ فإنكنَّ صُوَيْحِباتُ يوسُف »
ثمّ قام عليه وآله السلام مُبادراً خَوفاً من تقدّم أحد الرجلين ، وقد كان أَمَرهما ع بالخروج إلى اُسامة ، ولم يكن عنده أنّهما قد تخلّفا.
فلمّا سَمِع من عائشة وحَفْصة ما سَمِع ، عَلِمَ أنّهما مُتأخِّران عن أمره ، فبَدَر لِكَفِّ الفِتنة وإزالة الشُبهة ، فقام ع ـ وانّه لا يستقلُّ على الأرض من الضَعف ـ فأخَذ بيده عليّ بن أبي طالب ع والفَضْل بن عبّاس فاعتمدهما ورجلاه تَخُطّان الأرض من الضعف.
فلمّا خرج إلى المسجد وَجَد أبا بكرٍ قد سَبَق إلى المحراب ، فأومأ إليه بيده أن تاَخَّرْ عنه ، فتأخَّرَ أبو بكرٍ وقام رسولُ الله ص مقامه فكَبَّرفابتدأ الصلاةَ التي كان قد ابتدأ بها أبو بكرِ ولم يَبْن على ما مَضى من فِعاله.
فلمّا سَلَّمَ انصرَفَ إلى منزله واستدعى أبا بكر وعُمر وجماعة ممّن حضر المسجدَ من المسلمين ثمّ قال : « ألم آمُر أن تُنَفذوا جَيْشَ اُسامة؟! » قالوا : بلى يا رسول اللّه. قال : « فِلمَ تَاَخَّرتم عن أمري؟ » فقال أبو بكر : إنّني كنتُ خرجتُ ثم غدْت لأجدِّدَبك عهداً. وقال عُمر : يا رسولَ الله ، لم أخْرُج لأنّني لم احِب أن أسأل عنك الركْبَ. فقال النبي ص : « فانفذُوا جَيْشَ أُسامة فانفذوا جَيْشَ اُسامة » يُكَررها ثلاث مرات.
ثمّ أُغمِيَ عليه من التَعَب الذي لَحِقه والأسَف ، فمكث هنَيْهَة مُغمىً عليه ، وبكى المسلمون وارتفع النَحيبُ من أزواجه وولده والنساء المسلمات ومن حَضرَ من المسلمين .
فأفاق عليه واله السلام فنظر إليهم ، ثمّ قال : « اِيتوني بدواة وكَتِف ، أكتُبْ لكم كتاباً لا تَضِلّوا بعده أبداً » ثمّ اغمِيَ عليه ، فقام بعضُ من حضر يلتمس دَواةً وكَتِفاً فقال له عمر : اِرجع ، فإنّه يَهْجُر!!! فرجع. ونَدِم من حَضَره على ماكان منهم من التضجيع في إحضار الدَواة والكَتِف ، فتلاوموا بينهم فقالوا : إِنَّا لِلَّهِ وَإِنَّا إِلَيْهِ رَاجِعُونَ ، لقد أشفَقْنا من خلاف رسول اللّه.
فلمّا أفاق ص قال بعضُهم : ألا نأتيك بكَتِفٍ يا رسول اللّه ودَواةٍ؟ فقال : « أبعدَ الذي قلتم!! لا ، ولكنَّني أُوصيكم باهلِ بيتي خيراً » ثمّ أعْرَضَ بوجهه عن القوم فنَهَضوا ، وبقي عنده العبّاس والفضل وعليّ بن أبي طالب وأهل بيته خاصّة.
فقال له العبّاس : يا رسولَ اللّه ، إن يكن هذا الأمرُ فينا مستقِرّاً بعدَك فَبشِّرنا ، وإن كنتَ تَعلم أنّا نُغْلَبَ عليه فأوْصِ بنا ، فقال : « أنتم المُستضعَفون من بعدي » وأصْمْتَ ، فنَهَض القومُ وهم يَبكون قد أيِسوامن النبي ص.
Quelle
al-Iršād (al-Mufīd), B. 1, S. 182–185
Quellenhinweis: Historischer Bericht: Der Šaiḫ al-Mufīd erzählt in al-Iršād ohne Überlieferungskette von der letzten Krankheit des Propheten (s.): vom Streit um die Gebetsleitung, vom Befehl zur Aussendung des Heeres Usāmas und von der Bitte um Schreibzeug und Schulterblatt. Der Ausschnitt reicht vom Ruf Bilāls zum Morgengebet bis zum Weinen der Anwesenden.