Und in der Überlieferung des al-Ḥāriṯ b. al-Aswad ad-Dailamī, von Ǧundab b. ʿAbd Allāh al-Baǧalī, und in der Überlieferung des aṯ-Ṯumālī, von Zain al-ʿĀbidīn [Imām as-Saǧǧād] (as.), heißt es,
dass er [ʿAlī], als sie ihn um den Treueschwur (bayʿa) baten, zu ihnen sagte:
"Warum sollte ich das tun?" Sie sagten: "Dann wirst du getötet, zum Tadel und zur Erniedrigung für dich."
Er sagte: "Dann bin ich ein Diener Gottes und der Bruder Seines GesandtenProphet Muḥammad (s.)Der Gesandte Gottes (ṣ.) — Siegel der Propheten. Alle Aḥādīṯ von ihm.→ Alle Aḥādīṯ ansehen." Sie sagten: "Leiste den Treueschwur!" Da wandte sich ʿAlī (as.) dem Grab des Propheten (s.) zu und sagte: "Sohn meiner Mutter! Gewiss, die Leute hielten mich für schwach und hätten mich beinahe getötet." Da kehrte er an jenem Tag zurück und leistete den Treueschwur nicht.
Dann ging er zu seinem Haus und schwor, seinen Umhang nur zum Gebet von seiner Schulter zu legen, bis er den Qurʾān zusammengestellt und gesammelt habe. Er blieb ihnen eine Zeit lang fern, bis er ihn gesammelt hatte. Dann ging er mit ihm in einem Tuch (izār) zu ihnen hinaus und trug ihn, während sie in der Moschee versammelt waren. Da fanden sie sein Erscheinen befremdlich, nach seinem Fernbleiben von ihnen samt dem Hochmut (at-tīh). Sie sagten: "Es muss eine Angelegenheit sein, derentwegen Abū l-Ḥasan [Imām ʿAlīImam ʿAlī (as.)Erster Imam, Fürst der Gläubigen (Amīr al-Muʾminīn).→ Alle Aḥādīṯ ansehen] gekommen ist."
Als er in ihre Mitte getreten war, legte er das Buch zwischen sie. Dann sagte er: "Gewiss, der Gesandte Gottes (s.) sagte: 'Gewiss, ich hinterlasse unter euch die beiden gewichtigen Dinge (aṯ-ṯaqalain). Solange ihr an beiden festhaltet, werdet ihr niemals irregehen: das Buch Gottes und meine Familie (ʿitra), die Angehörigen meines Hauses (ahl baitī).' Und dies ist das Buch und ich bin die Familie (ʿitra)."
Da stand ʿUmar zu ihm auf und sagte zu ihm: "Wo auch immer bei dir ein Qurʾān sein mag, bei uns ist seinesgleichen und wir haben keinen Bedarf an euch beiden." Da nahm er [ʿAlī] (as.) das Buch auf und kehrte damit zurück, nachdem er ihnen den Beweis (ḥuǧǧa) auferlegt hatte.
وفى حديث الحارث بن الاسود الديلمى عن جندب بن عبدالله البجلى وفى حديث الثمالى عن زين العابدين ع
انه لما سالوه البيعة قال لهم
لم افعل قالوا اذا تقتل لوما وصغرا لك.
قال اذن اكون عبدالله واخو رسوله وقالوا بايع فالتفت علىّ ع الى قبر النبى ص فقال يابن امّ ان القوم استضعفونى وكادوا يقتلوننى فرجع يومئذ ولم يبايع
ثم انصرف الى منزله وآلا الّا يضع ردائه عن عاتقه الا للصلاة حتى يولف القران وتجمعه فانقطع عنهم مدّة الى ان جمعه ثم خرج اليهم به فى ازار يحمله وهم مجتمعون فى المسجد فانكرو مصيره بعد انقطاعه عنهم مع التيه فقالوا الامر ما جاء ابوالحسن
فلما توسطهم وضع الكتاب بينهم ثم قال ان رسول الله ص قال انى مخلف فيكم الثقلين ما ان تمسكتم بهما لن تضلوا كتاب الله وعترتى اهل بيتى وهذا الكتاب وانا العترة.
فقام اليه عمر فقال له انى يكن عندك قرآن فعندنا مثله ولا حاجة لنا فيكما فحمل ع الكتاب وعاد به بعد ان الزمهم الحجة.
Quelle
Maṯālib an-nawāṣib (Ibn Šahrāšūb), B. 2, S. 235–236
Quellenhinweis: Historischer Bericht: Der Verfasser der Maṯālib an-nawāṣib (Ibn Šahrāšūb, so zugeschrieben) fasst hier zwei Überlieferungen zusammen (al-Ḥāriṯ b. al-Aswad ad-Dailamī von Ǧundab b. ʿAbd Allāh al-Baǧalī; aṯ-Ṯumālī von Zain al-ʿĀbidīn). Sie schildern, wie ʿAlī (as.) zum Treueschwur gedrängt wird, sich am Grab des Propheten (s.) beklagt und sich dann zur Sammlung des Qurʾān zurückzieht. Die Worte ʿAlīs und das Prophetenwort über die beiden gewichtigen Dinge (aṯ-ṯaqalain) sind darin enthalten. [In der Einleitung ist „er“ nach dem Zusammenhang auf ʿAlī bezogen.]